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ANALYSE/Deutsche Bank sieht großes Potenzial für Gasehersteller Linde

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.11.2018, 16:16  |  588   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hält die vollzogene Fusion des deutschen Industriegaseherstellers und Anlagenbauers Linde AG mit dem US-Wettbewerber Praxair für eine "exzellente Kombination". Kosten- und Wachstumssynergien sowie Aktienrückkäufe dürften künftig substanziell wertschaffend wirken, schrieb Analyst Tim Jones in einer am Montag vorliegenden Studie und nahm die Bewertung der neuen Linde Plc mit "Buy" und einem Kursziel von 164 Euro auf. Damit sieht er aktuell noch ein Aufwärtspotenzial von rund 18 Prozent für die im Dax notierten Papiere.

Durch den Zusammenschluss zum weltweit größten Industriegasekonzern vereine das neue Unternehmen nun rund ein Drittel des weltweiten Marktanteils auf sich und sei umgerechnet rund 75 Milliarden Euro schwer.

Zwar sieht Jones auch Risiken mit Blick auf die Integration der zwei Industriegas-Ikonen, die Jahrzehnte ähnlich erfolgreich, aber mit etwas unterschiedlichen Geschäftsmodellen gearbeitet hätten. Zugleich aber seien diese "begrenzt durch die klar definierte Führung des neuen Konzerns unter dem herausragenden Management-Team von Praxair". Dabei verwies der Experte der Deutschen Bank auf die im Branchenvergleich besten Margen und Erträge des ehemaligen US-Konzerns und dessen beeindruckende Erfolgsgeschichte in Sachen operative und finanzielle Disziplin.

Dies lasse nicht nur im Hinblick auf die Realisierung des anvisierten Kostensynergie-Ziels von einer Milliarde US-Dollar Gutes erwarten, sondern auch für das längerfristige Wachstum und die operative Leistungsfähigkeit.

Die einzigartigen Stärken der beiden Unternehmen, gekoppelt mit einem größeren und ausgeglicheneren weltweiten Portfolio, dürften über die nächsten drei Jahre zu einem Ergebniswachstum je Aktie (EPS) zwischen 15 und 20 Prozent führen, erwartet Jones.

Mit der Einstufung "Buy" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate den Kauf der Aktie./ck/gl/he

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

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