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Pressemeldung: DJE: Monatskommentar Oktober 2018 - Stimmungsknick
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Pressemeldung DJE: Monatskommentar Oktober 2018 - Stimmungsknick

Nachrichtenquelle: Asset Standard
20.11.2018, 09:35  |  415   |   |   

Im Oktober 2018 stieg die Risikoaversion und an den Märkten gab es einen Ausverkauf.

Die Berichtsaison zum dritten Quartal fiel unbefriedigend aus, und eine Vielzahl schlechter Nachrichten, zum Teil konjunktureller, zum Teil politischer Natur, belastete die Stimmung der Marktteilnehmer.

Im Oktober notierten fast alle Aktienmärkte weltweit in den roten Zahlen, wobei die Kurse den Monat über nachgaben, in den letzten Oktobertagen jedoch wieder aufwärts tendierten. Der deutsche Aktienindex DAX verlor -6,53%, der breite europäische Aktienindex Stoxx 600 gab um 5,63% nach. Der US-amerikanische S&P-500-Index sank um -4-41%, und in Asien fiel der Hang-Seng-Index (Hongkong) um -7,85%. Der weltweite Aktienindex MSCI World verlor -4,90% – alle Index-Angaben auf Euro-Basis.

Angesichts schlechter Nachrichten stieg die Risikoaversion der Marktteilnehmer und sorgte an den Märkten für einen Ausverkauf. In Europa schwächten sich Konjunkturdaten ab. Die Wirtschaft des Euroraums wuchs im dritten Quartal nur um 0,2% und damit nur halb so stark wie erwartet. Die vorlaufenden Einkaufsmanagerindex für Deutschland und den Euroraum gaben ebenso deutlich nach wie der ifo-Geschäftsklimaindex. Auch die Auftragseingänge und die Industrieproduktion gingen europaweit zurück.

Auf politischer Ebene kamen der fortdauernde Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien und die bislang ergebnislosen Brexit-Verhandlungen hinzu. In Deutschland wurde die politische Unsicherheit in den Landtagswahlen in Bayern und Hessen deutlich. Die Unionsparteien verloren in beiden Wahlen über 10% an Wählerstimmen. In der Folge trat Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Parteivorsitz der CDU zurück. Die mitregierende SPD hatte Verluste in gleicher Höhe zu verkraften, entschloss sich jedoch zur Fortsetzung der Koalition mit der Union. Die Berichtssaison zum dritten Quartal trug ebenfalls nicht dazu bei, die Stimmung der Marktteilnehmer zu verbessern, da sie europaweit so schwach ausfiel wie zuletzt 2008.

Auf der anderen Seite des Atlantiks setzte das neue Handelsabkommen (USMCA), auf das sich die USA, Mexiko und Kanada schließlich einigen konnten, ein positives Signal. In den USA wuchs die Wirtschaft auch weiterhin robust, doch trübten sich verschiedene Trends ein. Auch hier ging der Einkaufsmanagerindex zurück, wenn auch nur leicht, und die Einzelhandelsumsätze stiegen gegenüber dem Vormonat kaum. Im Zuge der Mid-Term-Wahlen in den USA schaltete US-Präsident Donald Trump in Wahlkampfmodus und verschärfte seine Rhetorik, u.a. gegenüber Migranten, Medien, China, Russland und der US-Notenbank.

Das Handelsbilanzdefizit der USA stieg auf 53 Mrd. USD aus, wobei das Defizit gegenüber China mit 39 Mrd. USD einen neuen Rekordstand erreichte. Die US-Regierung drohte daher Importzölle auf die chinesischen Waren an, die bislang noch nicht von Zöllen betroffen sind (Waren im Volumen von 257 Mrd. USD), wenn bei den chinesisch-amerikanischen Gesprächen am Rande des G-20-Gipfel Ende November keine Ergebnisse erzielt werden können. Gegenüber Russland deutete US-Präsident Donald Trump einen Austritt aus dem Atomwaffenabkommen von 1987 an für den Fall, dass Russland sich nicht daran halten sollte. Die US-Notenbank (Fed) wurde von Trump für ihre Zinserhöhungen kritisiert und machte sie für die jüngsten Verluste an den Börsen verantwortlich. Fed-Präsident Powell betonte dagegen, dass man ein mögliches Überhitzen der US-Konjunktur im Blick haben müsse.


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