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Anlegerverlag E.ON: Heute ein König, aber morgen …?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
20.11.2018, 12:33  |  519   |   |   

Alles, was irgendwie nach defensiv aussieht, wird heute im DAX fleißig gekauft. Anstatt die Barreserve anzuheben, schichten viele Akteure einfach nur um. Was E.ON (ISIN: DE000ENAG999) zu einem Spitzenplatz unter den wenigen Gewinnern im DAX verhilft. Aber die Frage muss man sich schon stellen: Wie lange geht das gut?

Es ist schon richtig, dass Aktien wie RWE und E.ON, Beiersdorf oder Merck weniger konjunktursensibel sind, d.h. deren Umsatz und Gewinn würden bei der befürchteten, deutlichen Abschwächung der Konjunktur weniger unter Druck geraten. Doch wenn diese Aktien jetzt stur gekauft werden, wird deren Bewertung, z.B. über das KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis) immer höher. Denn in schwerem Fahrwasser nicht allzu viel weniger zu verdienen heißt ja nicht, mehr zu verdienen. D.h. eine nur geringe Abschwächung der Gewinnperspektive trifft auf steigende Kurse durch die „Fluchtbewegung“ in defensive Aktien und hebt das KGV von Aktien wie E.ON so an, dass dann irgendwann auch die „teuer“ bzw. „zu teuer“ sind. Daher:

 

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E.ON ist charttechnisch tadellos unterwegs, hat die im Chart sichtbare Dreiecksformation durch den dynamischen Ausbruch über die August-Abwärtstrendlinie nach oben verlassen, im Anschluss schnell auch noch die 200-Tage-Linie bezwungen. Während der DAX einen Tag nach dem anderen mit einer roten Kerze, d.h. einem Schlusskurs unter der Eröffnung, aufs Parkett legt, glänzt E.ON mit weißen Kerzen (Schluss über Eröffnung) und macht deutlich: Hier liegt ein klarer Nachfrageüberhang vor. Und grundsätzlich ist auch noch Luft nach oben, denn unmittelbar in der Nähe des derzeitigen Kurslevels warten keine charttechnischen Hürden. Aber:

Falls der DAX eine Rallye hinlegt, und sei es nur eine, die den Abwärtstrend nicht bricht, sondern eine Gegenbewegung bleibt, könnte E.ON umgehend Gewinnmitnahmen sehen. Und sie wäre, würde sie weiter zulegen, von der Bewertung her alles, nur nicht mehr „billig“. Einfach von A nach B zu wechseln, wenn am Gesamtmarkt der Baum brennt, kann leicht daneben gehen. Dabei zu bleiben, solange der Trend passt, ist allemal drin. Aber darauf zu bauen, dass E.ON jetzt dauerhaft zum ehernen Fels in der Brandung wird, wäre gewagt.

 

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