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Seitwärtsinvestments Gute Pannenhelfer: Reverse-Bonus-Zertifikate auf Daimler und VW Vzg.

Gastautor: Walter Kozubek
21.11.2018, 06:45  |  301   |   |   

Für Anleger, die auf Sicht der nächsten vier Monate keine größeren Aufwärtsbewegungen bei den Automobilherstellern erwarten, eignen sich die Reverse-Bonus-Zertifikate als etwas spekulativere kurzfristige Anlage.

Bergab steuern die Kurse der deutschen Automobilaktien. Während Volkswagen Vz. und BMW in den vergangenen sechs Monaten in etwa so (schlecht) abgeschnitten haben wie der DAX (ca. minus 15 Prozent), sieht’s bei Daimler fast doppelt so schlimm aus: Die Aktien der Stuttgarter haben ganze 28 Prozent verloren. Wer darauf setzt, dass dem Sektor vor allem die Unsicherheit (etwa durch Dieselfahrverbote, drohende Klagen, verpasste Chancen in der Elektromobilität und Verspätungen beim autonomen Fahren etc.) erhalten bleibt, könnte mit einem Reverse-Bonus-Zertifikat von dem begrenzt erscheinenden Aufwärtspotenzial profitieren. Wie immer gilt: Je höher der Sicherheitspuffer gegen Kursanstiege, desto geringer die Rendite.

Szenario: Daimler handelt bis Mitte März 2019 immer unter 60 Euro

Das Daimler Reverse-Bonus-Zertifikat von Goldman Sachs (ohne Cap, ISIN DE000GM768T1) hat ein Reverse-Level von 86 und ein Bonus-Level von 41 Euro. Sofern die Barriere von 60 Euro bis zum Bewertungstag (15.3.2019, Puffer 20 Prozent) nie berührt oder überschritten wird, erhalten Anleger mindestens den Bonusbetrag von 45 Euro (Reverse-Level minus Bonus-Level) – beim Kaufpreis von 43,28 ein Gewinn von 1,72 Euro pro Zertifikat, d.h. eine Rendite von 12 Prozent p.a. Da das Produkt ohne Cap emittiert wurde, partizipieren echte Bären auch wenn die Kurse noch unter die Marke von 41 Euro abrutschen. Wird dagegen die Barriere verletzt, dann erhalten Anleger die Differenz aus Reverse-Level und Aktienschlusskurs; sie verlieren in jedem Fall das Aufgeld (aktuell 16 Prozent).

Szenario: Volkswagen handelt bis Mitte März 2019 immer unter 70 Euro

Bei Volkswagen Vzg. ist bei vergleichbarer Rendite noch mehr Puffer drin – dafür ist der maximale Rückzahlungsbetrag allerdings begrenzt: Er beträgt beim Reverse-Bonus-Zertifikat mit Cap (ISIN DE000PZ3KEA6, BNP) bei einem Reverse-Level von 260 Euro und einem Bonus-Level und Cap von 92 Euro genau 168 Euro. Aus dem Kaufpreis von 161,75 Euro ergibt sich ein möglicher Gewinn von 6,25 Euro oder 11,6 Prozent p.a. – sofern die Barriere bei 190 Euro (Puffer knapp 30 Prozent) bis zum Bewertungstag am 15.03.2019 nie berührt oder überschritten wird. Im Risiko: das Aufgeld von derzeit etwa 30 Prozent.

ZertifikateReport-Fazit: Für Anleger, die auf Sicht der nächsten vier Monate keine größeren Aufwärtsbewegungen bei den Automobilherstellern erwarten, eignen sich die Reverse-Bonus-Zertifikate als etwas spekulativere kurzfristige Anlage. Aufgrund der Aufgelder muss mit Hebelwirkung gerechnet werden, falls es mal in die „in die falsche Richtung“ geht – Barriere überwachen und gegebenenfalls mit Stopp-Loss agieren.

Autor: Thorsten Welgen



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