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Warnsignal Strategiewechsel: Hedgefonds geraten unter Druck

22.11.2018, 09:48  |  5103   |   |   

Hedgefonds sind aktiv verwaltete Investmentfonds, die auf eine maximale Rendite hinarbeiten. Sie gelten als hochriskant und trotzdem stellt der aktuelle Kapitalmarkt eine Herausforderung dar, denn eine Reihe von Hedgefonds-Favoriten - darunter Facebook, Alibaba und Amazon - entwickeln sich in der zweiten Jahreshälfte 2018 schlechter als der breitere Aktienmarkt.

Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr, liegen nun die beliebtesten Long-Positionen von 823 Hedgefonds seit Mitte Juni um 7 Prozentpunkte hinter dem S&P 500 zurück, so Goldman Sachs. Auch der Goldman Sachs Hedge Fund VIP ist seit Juni um rund 9 Prozent gesunken.

"Hedge-Fonds-Renditen, Portfolio-Leverage und die Performance populärer Aktien haben einen Teufelskreis nach unten durchlaufen", schrieb David Kostin von Goldman Sachs. Aktien-Hedgefonds sind in diesem Jahr um durchschnittlich 4 Prozent gesunken, so Goldman Sachs. Die Fonds verzeichneten im Oktober die schlechteste monatliche Performance seit drei Jahren - ein Rückgang von durchschnittlich 2,35 Prozent, so die Daten von Preqin.

Zu den Top-Namen bei Hedgefonds gehörten zum Ende des dritten Quartals die beliebten "FAANG"-Aktien, wobei Facebook und Amazon laut Goldman Sachs zwei der drei größten Positionen einnahmen. Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Alphabet sind in den letzten Wochen stark zurückgegangen.

Der Ausverkauf bei den Technologie-Aktien hat einen weiteren Rückzug an der Börse begleitet. Der S&P 500 ist seit Anfang Oktober um rund 8,5 Prozent gesunken, während der Dow Jones Industrial Average um 6,8 Prozent gefallen ist. Analysten wiesen auf die Rückkehr der Volatilität und eine Verlangsamung der Wachstums- und Dynamikwerte für die schwache Performance im zweiten Halbjahr hin.

"Hedgefonds haben sich im dritten Quartal in Richtung defensiver Sektoren bewegt und die Versorgungsunternehmen zum ersten Mal seit 2008 wieder übergewichtet", sagte Kostin. Und weiter: "Fonds haben auch die Positionen bei den Lebensmittelunternehmen erhöht und gleichzeitig die Positionen in den Bereichen Informationstechnologie, Kommunikationsdienstleistungen und Verbrauchsgüter reduziert".

Quelle:

CNBC

 

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