Marktkommentar: Susanne Linhardt (BANTLEON): Infrastruktur: Ein Zukunftsmarkt im Wandel
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Marktkommentar Susanne Linhardt (BANTLEON): Infrastruktur: Ein Zukunftsmarkt im Wandel

Nachrichtenquelle: Asset Standard
23.11.2018, 10:35  |  1566   |   |   

Mit einer aktiven Einzeltitelauswahl können Anleger von den Geschäftsmodellen der Infrastrukturunternehmen profitieren.

Infrastrukturinvestitionen sind ein wichtiger Treiber für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Schätzungen zufolge müssen bis zum Jahr 2035 global etwa 3,7 Billionen US-Dollar jährlich in Basis-Infrastruktur investiert werden, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Allerdings werden die Geschäftsmodelle der klassischen wirtschaftsfördernden Infrastrukturunternehmen der Bereiche Versorger, Telekommunikation und Transportinfrastruktur zunehmend vor neue Herausforderungen gestellt: Glasfasernetze, die Vernetzung der Energiemärkte, Mobilität und Shared Services.

Damit eröffnen sich aber auch neue Chancen. Mit einer aktiven Einzeltitelauswahl können Anleger von den substanzstarken und defensiven Geschäftsmodellen dieser Infrastrukturunternehmen profitieren. Dabei ist es entscheidend, diejenigen Unternehmen auszuwählen, die stabile Geschäftsmodelle und starke Bilanzen erfolgreich mit Investitionen in Zukunftsmärkte kombinieren.

Infrastrukturinvestitionen sind ein wichtiger Treiber für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Umso bedenklicher ist es, dass viele Länder ihre Ziele für Investitionen in Ausbau und Modernisierung nur schwer oder gar nicht erfüllen können.  So hat sich zum Beispiel die Qualität der deutschen Infrastruktur seit der Finanzkrise stetig verschlechtert. Sie ist seit September 2009 weltweit von Rang 1 auf Rang 7 zurückgefallen, heisst es im World Economic Forum Competitiveness Report. Deutschland ist eines der Länder, die für den Zeitraum 2017 – 2035 eine Finanzierungslücke für Infrastrukturinvestitionen haben. Die Gründe für diese Entwicklung reichen von Budgetrestriktionen über schleppende Genehmigungen, komplexe rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu ineffizienter Allokation zwischen verfügbarem Investitionskapital und existierendem Bedarf. Der Handlungszwang für Staaten ist dabei unumstritten: Schätzungen zufolge müssen bis zum Jahr 2035 global etwa 3,7 Billionen US-Dollar jährlich in Basis-Infrastruktur investiert werden, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Anleger haben verschiedene Möglichkeiten, um in diesen Markt zu investieren. Neben Direktinvestitionen, die oft grossen institutionellen Investoren vorbehalten sind, sind dies vor allem Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen. Die meisten Infrastrukturfonds konzentrieren sich auf die klassischen, wirtschaftsfördernden Bereiche wie Versorger, Telekommunikation und Transportinfrastruktur. Diese Bereiche werden auch weiterhin den grössten Investitionsbedarf haben. Die Geschäftsmodelle werden allerdings zunehmend vor neue Herausforderungen gestellt: Glasfasernetze, die Vernetzung der Energiemärkte, Mobilität und Shared Services. Diese neuen, schnell wachsenden und produktivitätssteigernden Märkte, müssen künftig von Infrastrukturunternehmen bedient werden.

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