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Börse Stuttgart-News bonds weekly

Gastautor: Börse Stuttgart
23.11.2018, 16:33  |  531   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Anleihenmarktbericht der Börse Stuttgart

Aktuelles Marktgeschehen

Keine Feiertagsstimmung an den Märkten

Am Montag verlor der deutsche Leitindex DAX 0,85 Prozent, am Dienstag startete dann ein Abverkauf, welcher den DAX um weitere 1,58 Prozent nach unten drückte, gefolgt von einer Gegenbewegung am Mittwoch, die den DAX um 1,61 Prozent anhob. Der amerikanische Dow Jones hatte am Montag 1,56 Prozent und am Dienstag 2,21 Prozent verloren. Obwohl aufgrund des Thanksgiving-Feiertags die amerikanischen Märkte am Donnerstag geschlossen bleiben und somit Impulse aus Übersee fehlen, verlor der DAX am Donnerstagvormittag ein Prozent, im Laufe des Tages konnten die Bullen jedoch wieder Boden gut machen und der DAX erholte sich leicht. Die am Mittwoch kurzzeitig aufgekeimte Hoffnung auf den Beginn der Jahresend-Ralley dürfte wohl trotzdem vertagt werden.

Belastende Faktoren für die Märkte sind die nach wie vor anhaltenden Unsicherheiten, beginnend beim in der Schwebe hängenden Brexit, dem andauernden Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Unsicherheiten innerhalb der Eurozone aufgrund des Streits mit Italien. Auch die Berichtssaison trägt zur weiteren Verunsicherung bei, da einige Unternehmen ihre Prognosen senken mussten. Nicht nur die Unternehmen, auch die OECD hat ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gesenkt. Die Märkte kühlen merklich ab - der nächste Zinsschritt der amerikanischen Notenbank FED ist zurzeit jedoch noch nicht in Gefahr.

Brexit-Krimi: to be continued…

Der geordnete Brexit ist nach wie vor noch nicht in trockenen Tüchern. Zwar sieht es danach aus, als hätte die britische Premierministerin Theresa May einen Teil der Brexit-Hardliner von ihrem Vertragsentwurf überzeugen können. Dennoch ist der Ausgang der Abstimmung im Parlament, welche voraussichtlich Mitte Dezember durchgeführt wird, ungewiss. Auch ein Misstrauensvotum ist nicht ausgeschlossen. Ob ein solches zum jetzigen Zeitpunkt taktisch klug wäre, steht auf einem anderen Blatt. Für die europäische Union heißt es zunächst abwarten und Tee trinken. Bundeskanzlerin Merkel hat dem Vertragsentwurf am Mittwoch zugestimmt.

Bundes-/Staatsanleihen

Im Gegensatz zum Aktienmarkt wurde der Euro-Bund-Future in dieser Woche von grünen Vorzeichen beherrscht und konnte sich im Bereich von 160 Zählern stabilisieren. Es wurden sogar Versuche unternommen, die 161-Zähler-Marke anzulaufen und zu durchbrechen. So liegt die Wochen-Performance bei +0,28 Prozent - die Zwei-Wochen-Performance sogar bei +0,87 Prozent. Die Rendite der deutschen Staatsanleihen ist auf 0,369 Prozent gefallen. Die Renditen der amerikanischen Treasury-Bonds haben sich im Wochenverlauf nicht sonderlich bewegt. Die italienischen Staatsanleihen rentieren derzeit bei 3,485 Prozent - dies sorgt für Sorgenfalten beim italienischen Vizepremierminister Salvini, der über den Risikoaufschlag, der als Misstrauen gegenüber Italien verstanden werden kann, nicht sonderlich erfreut ist.

Anlegertrends

Make America great again

Die USA leihen sich am Kapitalmarkt über eine Laufzeit von 10 Jahren 32,5 Milliarden US-Dollar mit der Staatsanleihe A2RT4S. Die Anleihe ist mit einem Kupon von 3,125% ausgestattet, die Zinszahlung erfolgt halbjährlich im Mai und im November. Weitere 22,87 Milliarden US-Dollar wurden mit der Anleihe A2RT58 aufgenommen. Die Laufzeit dieser Anleihe beträgt 30 Jahre, der Kupon 3,375%. Auch hier erfolgt die Zinszahlung zwei Mal im Jahr. Mit einem Mindestbetrag und der kleinsten handelbaren Einheit von 100 US-Dollar nominal sind die amerikanischen Staatsanleihen (klein-)anlegerfreundlich. Am Börsenplatz Stuttgart kann die Abwicklung sowohl in Euro als auch in US-Dollar erfolgen.

Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung begibt Anleihe in türkischer Lira Die türkische Lira hat sich gegenüber dem Euro wieder stabilisiert. Die European Bank for Reconstruction and Development hat im Oktober eine kurzlaufende Anleihe in Höhe von 500 Millionen Türkischer Lira emittiert. Die staatsnahe Anleihe mit der WKN A2RUBM ist am 15.01.2020 fällig und verzinst sich mit 30,000%. Die Zinszahlung erfolgt im Januar. Die European Bank for Reconstruction an Development unterstützt den Aufbau der Marktwirtschat in Mittel- und Osteuropa durch entsprechende Finanzinstrumente. Des Weiteren fördert sie Unternehmen und tritt in den politischen Dialog.

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