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Anlegerverlag E.ON: Politische Börse kontra politische Börse

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
28.11.2018, 10:16  |  443   |   |   

Sie liegt stabil im Wasser, die E.ON-Aktie (ISIN: DE000ENAG999, an diesem Mittwochmorgen. Ein wenig wundert das schon. Immerhin geht die US-Regierung schon wieder auf das Nord Stream 2-Projekt los, zu dem auch E.ON eine Verbindung hat … der Bau der Gaspipeline von Russland nach Europa unter Umgehung der Ukraine. Natürlich mit dem Vorwand des erneut aufgeflammten Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, aber mit dem einzigen, entscheidenden Hintergedanken, dass Europa gefälligst US-Gas kaufen soll und nicht das aus Russland. Nichtsdestotrotz ist Nord Stream 2 ein Politikum und damit schwer kalkulierbar. Und käme man in Europa zum Schluss, dass der Stopp des Projekts eine sinnvolle Sanktion wäre, für die deutschen Versorger wie E.ON wäre das zumindest unerfreulich. Aber:

Auf der anderen Seite ist es wiederum die Politik, die die Aktie stützt, weil die Sorge, dass eben diese US-Regierung das Wachstum der Weltwirtschaft durch ihre aggressive Außen- und Handelspolitik vor die Wand fährt, greifbar ist. Gerade jetzt, nur wenige Tage vor dem weichenstellenden Gespräch zwischen Trump und Xi Jinping am Samstagabend beim G20-Gipfel in Argentinien. Dass die US-Börsen zulegen und der DAX sich zumindest stabil hält, ist eher das Pfeifen im Walde als echte Zuversicht. Und defensive Aktien sind da gesucht – Aktien wie E.ON. Was bedeutet: Auch für E.ON werden in den kommenden Tagen Weichen gestellt. Die Alternativen lauten:

 

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Doppeltopp oder Anlauf an das bisherige Jahreshoch vom Juni. Sollte E.ON jetzt kippen, dürften die Leerverkäufer hier genau hinsehen. Dass die Aktie vergangene Woche auf die 200-Tage-Linie zurücksetzte und von dort aus wieder anzog, ist aus Sicht der Bullen perfekt. Aber solange das letzte Zwischenhoch bei 9,31 Euro nicht überboten ist, bliebe das Risiko, dass der Kurs abdreht und aus einem bullishen Signal einen Bumerang macht, indem die 200-Tage-Linie einen zweiten Test sieht, der schiefgeht und ein Doppeltopp entsteht, das leicht wieder an die zur Monatsmitte überbotene Juni-Abwärtstrendlinie bei aktuell 8,70 Euro führen kann.

Wenn allerdings die 9,31 überboten würde, wäre das ein starkes Aufbruchssignal für das bullishe Lager. Egal, ob das nun dadurch zustande kommt, dass die erneute Diskussion um Nord Stream 2 endet, der Gesamtmarkt ins Trudeln gerät, weil die Hoffnung um ein baldiges Ende des Handelskriegs platzt oder im Gegenteil eine Hausse am deutschen Gesamtmarkt auch E.ON mit nach oben spült: Dann bestünde durchaus die Chance, dass diese Aktie, womöglich sogar noch zum Jahresultimo, nahe an oder sogar unmittelbar an das Jahreshoch von 9,95 Euro herankäme: Das ist eine Aktie, die man im Auge behalten sollte!

 

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