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DAX und der innere Markt Steilvorlage für den DAX

Gastautor: Klaus Buhl
29.11.2018, 11:12  |  694   |   |   

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

seit einigen Tagen stabilisieren sich die Kurse der meisten globalen Indizes vorsichtig, obwohl nach wie vor keines der Probleme gelöst ist, die die Korrektur ausgelöst haben. Psychologisch betrachtet ist dies eine günstige Konstellation, da die Stimmung der Anleger sehr schlecht ist. Immerhin konnten die Käufer im gestrigen Handelsverlauf sehr überraschend einen Satzball erringen. FED-Präsident- Powell deutete nämlich an, im Fall einer konjunkturellen Abkühlung vom bisher angekündigten Zinserhöhungen Stephane abweichen zu können. Dies wiederum würde natürlich enormen Rückenwind für die globalen Aktienmärkte bedeuten.
Trotzdem befindet sich z.B. die Relation der pessimistischen Anlageberater in den USA auf dem tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2016. Damals durchliefen wir ebenfalls eine heute fast vergessene Korrektur, als die Angst vor einer Rezession in China die Anleger in Angst und Schrecken versetzte. Die damaligen Umstände ähneln den heutigen durchaus etwas.
Meiner Meinung nach macht es aber weder Sinn, die heutigen Ereignisse in den Kontext der Vergangenheit zu setzen, noch den Chartverlauf der Indizes „in Echtzeit“ zu verfolgen. Ganz einfach aus dem Grund, dass sich die Welt weder linear noch seitwärts bewegt.
Viel aufschlussreicher ist es jetzt zu beobachten, welche Sektoren heute nach oben gespült werden -oder wo ein Investment antizyklisch sinnvoll ist.
Recht interessant sind im Zusammenhang mit dem überraschenden Einbruch des Ölpreises meiner Meinung nach jetzt wieder die Energieaktien - jedenfalls für mittel- bis langfristig interessierte Anleger. Auf diesen Sektor werde ich noch zu sprechen kommen, will vorher aber die allgemeine  „innere“ Marktentwicklung zeigen.

Innerer Markt dreht deutlich nach oben

 

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Die folgende Grafik zeigt Ihnen die Relation derjenigen an der New Yorker Börse notierten Aktien, die oberhalb ihrer 50 –Tage- Linie handeln und insofern unter dem Einfluss der Nachfrage stehen.
Die Darstellung beginnt ungefähr im Februar 2017, bitte beachten Sie, dass P & F Charts keine klassische Zeitachse haben. Maßgeblich für deren Veränderung ist einzig der Kampf zwischen Angebot und Nachfrage.
Gut erkennen Sie im rechten Bereich der Grafik, dass der Indikator Ende Oktober bei etwa 12 % ein neues Tief ausgebildet hat, welches sogar unter dem Februar-Tief lag. Eine derartig negative Ausprägung ist wirklich selten und durchschnittlich nur in jedem zweiten Jahr zu beobachten. Sehr typisch ist aber nach derartig extremen Marktsituationen, dass der breite Aktienmarkt von immerhin etwa 2.600 enthaltenen Titeln sehr schnell in seine mittlere Zone zurückdrängt.
Ganz allgemein kann man sagen, dass je extremer der Marktzustand, desto stärker die anschließende Erholung.
Per Definitionem wird es richtig spannend für das Lager der Bullen, sobald sich eine positive X-Achse über das Niveau von 30 % schiebt. Oder in anderen Worten wieder mehr als 30 % der Titel von der Nachfrage gelenkt werden.
Dann nämlich verringert sich das Risiko für uns Anleger, dass wir nur ein kurzes Strohfeuer bzw. eine kurze Rallye erleben, die schon bald wieder verkauft wird.

Nach dem Kaufsignal der vergangenen Woche bei 24 % wurde die kritische Marke von 30 % überschritten. Positiv ist auch, dass das Kaufsignal nach wie vor intakt ist - trotz der zwischenzeitlichen negativen 0-Spalte, die allerdings nicht das Niveau ihrer Vorgängerin unterbieten konnte.
Sehr im Sinne der Käufer ist auch, dass die aktuelle X-Achse auf höherem Niveau als die vorhergehende beginnt. Positiv ist auch die wahrscheinlich abgeschlossene Boden-bildung des Indikators.
Entsprechend dieses eher kurzfristigen und auf einige Wochen ausgelegten Risiko-Indikators ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die globalen Indizes bis Ende des Jahres einigen Boden gutmachen werden. Bitte behalten Sie auch im Hinterkopf, dass die Monate November, Dezember und Januar der erfolgreichste Zeitabschnitt des Jahres ist. Dies gilt insbesondere für ein so genanntes Zwischenwahljahr, in denen das typische Herbst-Tief besonders ausgeprägt ist.

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