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Einzelhandel Strukturwandel zum Anfassen – Zurheide eröffnet in Düsseldorfs City Supermarkt der Superlative

Gastautor: Manuel Jahn
30.11.2018, 14:23  |  682   |   |   

Deutlicher kann das Signal vom Wandel im Handel nicht ausfallen: Ein Supermarkt namens „Feine Kost“ eröffnet anstelle eines Warenhauses. Und zwar auf zwei Etagen und rund 12.000 Quadratmetern. Ein Hinweis, wie es dem Lebensmitteleinzelhandel gelingt, Verbraucher durch schöne Produkte und schöne Läden Jahr für Jahr zu Mehrausgaben zu bewegen.

Deutlicher kann das Signal vom Wandel im Handel nicht ausfallen: Ein Supermarkt namens „Feine Kost“ eröffnet anstelle eines Warenhauses. Und zwar auf zwei Etagen und rund 12.000 Quadratmetern. Ein Hinweis, wie es dem Lebensmitteleinzelhandel gelingt, Verbraucher durch schöne Produkte und schöne Läden Jahr für Jahr zu Mehrausgaben zu bewegen.

Grundlage der Großflächenkonzepte, die bei Zurheide „Feine Kost“ heißen, ist ausschließlich das Thema Lebensmittel und Genuss. Anders als SB-Warenhäuser mit ihrem z.T. hohen, flächenextensiven Nonfood-Anteil schafft Zurheide auf der größeren Fläche Platz für Gastronomie und Erlebnis sowie für noch mehr Frische und aktuelle Foodtrends.

Dabei weiß die Familie, was sie tut: Bereits im Jahre 2004 hat Zurheide in einem Neubau in Oberhausen erstmals die 4.000 m² geknackt, um Verzehrbereiche und neue spannende Sortimente aufzunehmen. Die Pionierleistung muss sich erfreulich entwickelt haben, denn 2009 eröffnete der Clan in Düsseldorf-Reisholz den seinerzeit größten Edeka-Markt Deutschlands mit rund 55.000 Artikeln auf rund 6.000 m² und einer Reihe gastronomischer Angebote. Großprojekte der Edeka-Gruppe auf Hamburg-St. Pauli (Rindermarkthalle u.a. mit 3.500 m² großer Markthalle) oder in Mainz-Weisenau (Scheck-in mit rund 7.000 m²) in den Jahren 2014 bzw. 2016 unterstreichen eine Entwicklung, die weniger als Trend, sondern mehr als Strukturwandel begriffen werden muss.

Drastische Verschiebungen im Konsumverhalten

Im jüngst veröffentlichten Habona-Report werden Ursachen und Folgen dieser Entwicklung eingehend untersucht. Manuel Jahn, Initiator des Reports und ehemaliger GfK-Mann, der nun bei der Habona Invest für die Anlagestrategie verantwortlich ist, bringt es auf den Punkt: „Wir sehen seit 10 Jahren eine nie dagewesene Umsatzverschiebung von Nonfood zu Food. Gleichzeitig wachsen das Qualitätsbewusstsein und der Wunsch nach Frische bei Lebensmitteln wie nie zuvor.“

 

Kein Wunder also, dass Immobilien mit starken Partnern des Lebensmittelhandels immer beliebter bei Investoren werden. Johannes Palla, Gründungsgesellschafter der Habona Invest, bemerkt hierzu: „Auch wegen der Innovationsfreude im Lebensmitteleinzelhandel hat sich die Investorenbasis in den letzten Jahren deutlich verbreitert, und auch das Transaktionsvolumen ist im Trend ansteigend. Für langfristig orientierte Investoren stehen die dauerhaften Ertragsperspektiven dieser Sachwertanlage im Vordergrund, und diese dürften im Nahversorgungssegment besser sein als in den meisten anderen Bereichen des Einzelhandels“.

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