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Marktkommentar: Stephan Rieke (Oddo BHF): Kräftige Kursgewinne am Aktienmarkt
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Marktkommentar Stephan Rieke (Oddo BHF): Kräftige Kursgewinne am Aktienmarkt

Nachrichtenquelle: Asset Standard
03.12.2018, 09:45  |  592   |   |   

Nach einem breiten zweiwöchigen Kursrückgang setzte die letzten Tage eine Kurserholung ein.

Freitag, 30.11.2018

Aktienmärkte:

Nachdem ein breit angelegter zweiwöchiger Kursrückgang uns wieder auf die Ende Oktober markierten Tiefstände zurückgeführt hatte, setzte die letzten Tage eine kräftige Kurserholung ein. Gespeist wurde der Aufwärtsimpuls von Hoffnungen auf konstruktive sino-amerikanische Handelsgespräche im Rahmen des am Wochenende in Buenos Aires stattfindenden G20-Ttreffens, aber vor allem von den dankbar aufgenommenen Ausführungen von Fed-Chef Powell zum aktuellen Niveau der Leitzinsen (knapp unter neutral). Für „Nebensächlichkeiten“ wie die aus Brüssel kommende Kritik am italienischen Haushaltsentwurf für 2019 und die von der Bank of England und der britischen Regierung für den Fall eines ungeregelten EU-Austritts des UK vorgelegten düsteren Szenarien war da kein Platz mehr.  

Die Euro-Börsen eröffneten gestern freundlich, zunächst wurde die von Powell am Mittwochabend nach EU-Börsenschluss verkündete „frohe Botschaft“ gewürdigt. Aufgrund fehlender Anschlusskäufe schlossen die Märkte aber überwiegend nur leicht über Vortagsniveau. Für den bisherigen Wochenverlauf weisen die EWU-Leitindizes moderate Gewinne aus (Euro STOXX 50: 1,2%, DAX 30: 0,9%, CAC: 1,2%), kräftig Gas gegeben haben dabei Telekommunikations- ( 3,9%) und Technologiewerte ( 2,8%); nennenswerte Verluste zeigen nur die Sektoren Persönliche&Haushaltsgüter (-0,5%) und Reise&Freizeit (-1,7%).  

An der Wall Street kam es gestern nach der kräftigen Vortagsrallye zu kleineren Gewinnmitnahmen. Mit 4,0% für den S&P 500 sieht der bisherige Saldo der Woche sehr erfreulich aus, damit weist auch die Jahresbilanz für den Leitindex wieder ein positives Vorzeichen ( 2,4%) aus. Besonders starken Auftrieb verzeichneten in den letzten Tagen die Sektoren Gebrauchsgüter ( 5,7%), Kommunikationsdienstleister ( 5,1%) und Technologie ( 5,0%); aber auch am unteren Ende der Performancetabelle (Immobilien: 1,7%, Versorger: 1,1%) wurden noch Gewinne verbucht.  

An den asiatischen Leitbörsen dominieren heute Morgen die positiven Vorzeichen, der Nikkei 225 beschloss die Handelswoche mit einem Zuwachs von 3,3%, der südkoreanische KOSPI 200 mit 2,2%, der vom Handelskonflikt gebremste chinesische CSI 300 liegt 0,9% über Vorwochenniveau. 

Renten und Währungen:

Das gestern (29.11.) veröffentlichte FOMC -Protokoll der Novembersitzung bestätigte die Erwartung einer baldigen erneuten Leitzinserhöhung (im Dezember), aber auch die durch die Powell-Rede beflügelten Hoffnungen auf einen im kommenden Jahr eher behutsameren geldpolitischen Kurs. Die Renditen 10J .-EWU-Staatsanleihen (Kern- und Peripheriemärkte) gaben im Wochenverlauf nach, der Euro (aktuell: 1,139 US-$) konnte gegenüber dem (vom Leitzinsausblick geschwächten) US-Dollar leicht zulegen. 

Edelmetalle und Rohstoffe:

Gold (aktuell: 1224 US-$/Unze) konnte sich diese Woche trotz der in den „Risk On“-Modus zurückkehrenden Anleger leicht befestigen, während die Rohölnotierungen (Brent-Future aktuell: 59,6 US-$) nach ihrem (Anfang Oktober einsetzenden) 30%-Absturz noch an einer Bodenbildung arbeiten. 

Konjunkturelles Umfeld:

Aus der Eurozone wurden gestern die mit 5% (nach 5,1%) auf ein Rekordtief (seit der deutschen Wiedervereinigung) gefallene deutsche Arbeitslosen- und vorläufige Inflationsrate ( 2,3% nach 2,5%, jew. ggü. Vj.) für November gemeldet. Der Rückgang des EWU -Wirtschaftsklimas (November: 109,5 nach 109,7) fiel moderater aus als erwartet, der Geschäftsklimaindex der Industrie (1,09 nach 1,01) konnte sogar leicht zulegen . Die Vereinigten Staaten warteten mit den erfreulich starken Oktober-Daten des persönlichen Einkommens ( 0,5% nach 0,2%, jew. ggü. Vm.) und Verbrauchs ( 0,6% nach 0,2%) sowie der Inflationsrate ( 2,0% nach 2,0%, jew. ggü. Vj.) auf. Die wöchentlichen Erstanträge für Arbeitslosenhilfe (234.000 nach 224.000) nahmen zuletzt nochmals leicht zu. 

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