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Ergomed – Ist wieder einen Blick wert!

Gastautor: Kai Hoffmann
03.12.2018, 11:12  |  229   |   |   

In diesem Jahr hatten die Aktionäre von Ergomed bisher wenig Spaß mit ihrem Investment. Eine Gewinnwarnung schickte den Kurs auf Talfahrt. 2019 könnte es wieder besser laufen. Auch die Analystengilde ist wieder zuversichtlich.

Gewinnwarnung schickt Kurs auf Talfahrt

Viel zu Lachen gab es in diesem Sommer nicht bei Ergomed (1,66 Euro; GB00BN7ZCY67). Zumindest nicht auf Seiten der Investoren. Der britische Pharmadienstleister musste im Frühsommer eine Gewinnwarnung aussprechen und der Kurs stürzte von 2,70 Euro auf unter 2 Euro ab. Inzwischen muss man nur noch 1,66 Euro für einen Anteil auf den Tisch legen. Der Grund lag in einer Zeitverzögerung, wie uns Vorstandschef Stephen Stamp auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt erklärte. Man hatte für seine Pharmakoviliganz-Sparte einen neuen Kunden gewonnen und bereits zusätzliche Mitarbeiter dafür angestellt. Doch der Outsourcing-Prozess dauerte auf Kundenseite länger als erwartet, so Stamp. Die Umsätze kommen also, aber halt mit Verzögerung. Das sieht die Börse nicht gerne.

Ergomed

Wachstum mit „Nebenwirkungen“

Die Pharmakoviliganz-Sparte des Unternehmens ist der – wie wir finden – spannende Bereich. Hier hatte man die in der Branche recht bekannte Primevigilance übernommen. Dieses Segment profitiert von den hohen regulatorischen Ansprüchen, weshalb gerade mittelständische Anbieter diese Bereiche teilweise oder ganz auslagern. Im Prinzip geht es um die Kontrolle und Überwachung der Nebenwirkungen von bereits zugelassenen Medikamenten. Stamp konzentriert sich dabei auf US-Biotechunternehmen, die oftmals den nordamerikanischen Markt selbst abdecken, in den vielen europäischen und anderen Ländern aber einen Partner brauchen. Ergomed setzt dabei neben dem Standort Deutschland auch auf günstigere Locations wie Zagreb und Belgrad, wo die Kosten niedriger sind, sich aber dennoch genug qualifiziertes Personal findet. Während hier das Geschäft ansehnliche Wachstumsraten zeigt, ist man im zweiten Segment Clinical Research eher ein kleiner Fisch und schwimmt mit dem Markt mit.

Alles besser im neuen Jahr?

Im neuen Jahr hofft Stephen Stamp darauf, das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen zu können. Für die dritte Januarwoche ist ein Update geplant, mit dem man die Anleger über die laufende Entwicklung und die Pläne für 2019 unterrichten wird. Das könnte ein erster positiver Impulsgeber für die Ergomed-Aktie werden. Zum Halbjahr 2018 wies das Unternehmen noch ein Verlust von 2,5 Mio. Pfund aus. Immerhin zeigte Ergomed mit +7,4 Mio. Pfund eine starke Cashposition. Im zweiten Halbjahr dürfte man mit schwarzen Zahlen unterwegs gewesen sein.

So könnte 2019 werden

2019 will Stamp zurück in die Gewinnspur finden. Die Analysten von Numis rechnen für dieses Jahr mit einem Umsatz von 46,5 Mio. Pfund, 2019 sollen es dann 54,4 Mio. Pfund werden. Beim EBITDA soll eine Verdopplung von 3,1 Mio. auf 6,8 Mio. Pfund drin sein. Das dies keine zu ambitionierten Schätzungen sind, zeigt der Backlog an Aufträgen, der zum 30. Juni bei 91,4 Mio. Pfund lag. Richtig günstig bewertet ist die Ergomed-Aktie zwar nicht. Nach dem Abverkauf in diesem Sommer könnte es aber im kommenden Jahr wieder bergauf gehen, zumal der Wert in den vergangenen Monaten einen Boden gebildet hat.

 

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