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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Klares Plus nach Entspannung im Handelsstreit
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Klares Plus nach Entspannung im Handelsstreit

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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
03.12.2018, 22:45  |  818   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Entspannungssignale im internationalen Handelsstreit haben die Wall Street am Montag weiter angetrieben. Nach dem G20-Treffen der größten Industrienationen und Schwellenländer in Buenos Aires hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping geeinigt, den Handelskonflikt zunächst nicht weiter eskalieren zu lassen. Ab Januar soll es zumindest für 90 Tage keine weiteren Zölle geben.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial baute seine bereits am Freitag erzielten Gewinne aus und stieg um 1,13 Prozent auf 25 826,43 Punkte. Für den breit gefächerten S&P 500 ging es um 1,09 Prozent auf 2790,37 Punkte nach oben. Der Nasdaq 100 als Auswahlindex der konjunktursensiblen Technologiewerte zog um 1,63 Prozent auf 7062,13 Punkte an.

Die Vereinbarung zwischen den USA und China zeige, dass beide Seiten tatsächlich einen "Deal" erreichen wollten, schrieb Analyst Alec Phillips von der Bank Goldman Sachs. Allerdings dürfte es schwierig sein, einen Kompromiss zu finden, der zu umfassenden Zollsenkungen führt. Timothy Graf, leitender Makro-Stratege beim Vermögensverwalter State Street Global Advisors, fürchtet, dass die chinesische Regierung nun im Zuge der Entspannungssignale ihre staatlichen Anreizprogramme zur Konjunkturbelebung zurückfahren könnte, was wiederum den Aktienmarkt belasten würde.

Craig Erlam vom Währungsbroker Oanda kommentierte: "Drei Monate sind keine lange Zeit, um zu einer Einigung zu kommen, daher gibt es natürlich jede Menge Skepsis." Dennoch sei die Vereinbarung eine gute Nachricht. Selbst, wenn die Zeit nicht reiche, um sich zu einigen und weitere Zölle zu vermeiden und bereits eingeführte wieder aufzuheben, könnte ein allgemeines Konzept über die zukünftige Beziehung untereinander entworfen werden. "Der 'Waffenstillstand' könnte dann ausgeweitet werden."

Mit Blick auf Einzelunternehmen zogen Übernahmen das Interesse auf sich. So erweitert der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) mit einem Milliardenzukauf sein Krebsgeschäft. Für bis zu 5,1 Milliarden US-Dollar erwirbt er den Onkologiespezialisten Tesaro. Die Übernahme werde das bereinigte Ergebnis je Aktie in den ersten zwei Jahren belasten, ab 2022 soll Tesaro aber zum GSK-Gewinn beitragen. Während die Tesaro-Aktien um gut 58 Prozent hochsprangen, sackten die Papiere von GlaxoSmithKline in London um fast 8 Prozent ab.

Tribune Media gewannen fast 12 Prozent. Die Aktien des Medienunternehmens profitieren von Übernahmeplänen durch den Fernsehsender Nexstar Media, dessen Papiere um knapp 7 Prozent zulegten. Zudem befindet sich der Marlboro-Hersteller Altria einem Bericht zufolge in Gesprächen zum Kauf des Cannabisunternehmens Cronos. Dessen Papiere machten einen Sprung um gut 11 Prozent nach oben; Aktien von Altria legten um knapp 2 Prozent zu.

An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing um knapp 4 Prozent an. Am Index-Ende verloren die Papiere des Telekomkonzerns Verizon nach einem skeptischen Analystenkommentar der US-Bank JPMorgan 3,55 Prozent.

Unter den Technologiewerten griff nun der Handelsriese Amazon in das heiße Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten US-Unternehmens ein und verwies kurzzeitig Apple und Microsoft auf die Plätze. Am Ende jedoch hatte der iPhone-Hersteller Apple wieder die Nase vorn.

An diesem Mittwoch werden derweil Wall Street und Nasdaq zum Gedenken an den am 30. November verstorbenen Ex-Präsidenten George H. W. Bush, 41. Präsident der USA, geschlossen bleiben.

Der Eurokurs behauptete sich und notierte zuletzt bei 1,1348 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1332 (Freitag: 1,1359) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8825 (0,8803) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Anleihen legten um 4/32 Punkte auf 101 10/32 Punkte zu und rentierten mit 2,972 Prozent./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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