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London Vom Finanz-Hotspot zum Armenhaus?

05.12.2018, 10:20  |  1469   |   |   

Es wird erwartet, dass London bis März nächsten Jahres bis zu 800 Milliarden Euro an Vermögenswerten verliert, da die Banken ihre Geschäftsaktivitäten an andere Standorte verlagern.

Die Zahl stammt von der Frankfurt Main Finance (FMF). In dem Bericht schreibt FMF-Geschäftsführer Hubertus Väth, dass die Unsicherheit die Banken zwinge, ausgewählte Geschäftsbereiche oder gesamte Geschäftsfelder aus dem Vereinigten Königreich zu verlagern. Und weiter: "Solange die Unsicherheit besteht, dürften die meisten Institute eine Minimallösung bevorzugen. Auf jeden Fall ist klar, dass weitere Veränderungen folgen werden".

Mehrere große Banken kündigten bereits an, dass sie Arbeitsplätze aus London verlagern werden, bevor der Brexit einsetzt. FMF sagt, man gehe davon aus, dass bis zu 10.000 Arbeitsplätze vor dem Brexit nach Frankfurt verlegt werden und erwartete, dass die Verlagerung von Arbeitsplätzen bis 2024 andauern wird.

In vielen Fällen ist es jedoch etwas komplizierter, da einige Banken europäische Niederlassungen eröffnet oder erweitert haben. Generell prüfen die Banken eine Restruktuierung ihrer Betriebe.

"Die Unternehmen beobachten aufmerksam, wie die Verhandlungen zwischen den beiden Seiten vorankommen. Dies wird eine wichtige Rolle bei der Entscheidung spielen, ob wir nach Brexit mehr Arbeitsplätze auf den Kontinent verlagern sehen", schrieb Catherine McGuinness, eine Politikerin der City of London Corporation, an "CNBC".

McGuinness weiter: "Londons globale Finanzdrehscheibe lässt sich jedoch nicht ohne weiteres irgendwo anders auf dem Kontinent replizieren. Es liegt nun im Interesse aller, sich auf ein künftiges Abkommen hinzubewegen, das Finanz- und Unternehmensdienstleistungen umfasst - wenn dies nicht geschieht, würde dies zweifellos sowohl der Wirtschaft der EU als auch der des Vereinigten Königreichs schaden, das Wachstum begrenzen und Arbeitsplätze gefährden".

Stephen Jones, der CEO von U.K. Finance, schrieb an "CNBC", dass die wirtschaftliche Zukunft des Landes auch davon abhänge, dass "eine ehrliche Debatte über die tatsächlichen Kosten des Verlassens der EU ohne ein Abkommen" geführt wird.

Quelle:

CNBC



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