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Klimagipfel 10 harte Fakten für Investoren, klimatische Aspekte zu berücksichtigen

05.12.2018, 11:49  |  289   |   |   

Anlässlich des diesjährigen Welt-Klimagipfels liefert Ophélie Mortier, Head of Responsible Investments bei Degroof Petercam AM, zehn harte Fakten zum Klimawandel und Denkanstöße zur stärkeren Berücksichtigung des aktiven Klimaschutzes bei Investmententscheidungen

Paris 2015, Marrakesch 2016, Bonn 2017, und nun Kattowitz. Alljährlich zum Jahresende versammeln sich hochrangige Politiker und Staatslenker der ganzen Welt auf dem ‚Klimagipfel‘, um darüber zu beraten, wie das globale Klima gerettet werden kann. Dass es nicht nur bei Beratungen bleiben kann, ist schon lange klar. 2015 in Paris wurden zwar konkrete Ziele, wie die Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal 2 Grad, formuliert. Die konkrete Umsetzung dieser Ziele lässt jedoch auf sich warten. Vor allem wirtschaftliche Interessen sind es, die die meisten Länder dazu verlassen, auf der Bremse zu stehen und an herkömmlichen Energiequellen festzuhalten. Die Treibhausgaswerte erreichen derweil neue Rekordwerte.

 

COP24 – unter dieser Arbeitsbezeichnung findet aktuell der Welt-Klimagipfel im polnischen Kattowitz statt. Ziel ist es, das Regelwerk zum Pariser Klimaabkommen zu finalisieren und die Umsetzung der Klimaschutzziele weiter anzuschieben. Angesichts der drängenden Zeit mahnt Ophélie Mortier, Head of Responsible Investments bei Degroof Petercam AM: „Unabhängig der Lethargie der internationalen Politik können und sollten Investoren auf ihre Weise dazu beitragen, dass klimafreundliche Projekte entwickelt und vorangetrieben werden. Mit der Gefährdung für die Umwelt sind gleichzeitig die Menschen und auch das Vermögen rund um den Globus gefährdet. Wer als Investor immer noch nicht überzeugt ist, den sollten wissenschaftliche Fakten überzeugen. Schließlich lässt sich mit Investments, die klimatische Aspekte berücksichtigen, nicht nur Gutes tun, sondern gleichzeitig eine attraktive Wertsteigerung erzielen“.

 

10 harte Fakten zum Klimawandel

 

  1. Die durchschnittliche Oberflächentemperatur unseres Planeten ist im Vergleich zu vorindustriellen Durchschnittswerten um 0,9 °C gestiegen. Die größte Anomalie ereignete sich 2016, dem bisher wärmsten Jahr seit Beginn der Messungen. Außerdem sind von den 19 wärmsten Jahren seit der Aufzeichnung 18 seit 2000 aufgetreten. (Quelle: NASA)

 

  1. Der globale Meeresspiegel ist im letzten Jahrhundert durch schmelzende Gletscher und Polareiskappen sowie den Eisverlust in Grönland und der Westantarktis um 20,3 Zentimeter gestiegen, und die Rate steigt von Jahr zu Jahr. Außerdem war der Anstieg in den letzten zwei Jahrzehnten fast doppelt so hoch wie im gesamten 20. Jahrhundert. (Quelle: NASA & National Geographic)

 

  1. In der Wissenschaft herrscht weitgehend Einigkeit: Über 97 Prozent der Klimawissenschaftler geben an, dass der Trend zur Erderwärmung in den vergangenen 100 Jahren auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind. (Quelle: NASA)

 

Menschen und Vermögen sind gefährdet...

 

  1. Schätzungsweise 800 Millionen Menschen sind derzeit weltweit den physischen Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen, Stürme, extreme Temperaturen usw. ausgesetzt. (Quelle: Conservation International)

 

  1. Das UN-Flüchtlingsamt schätzt, dass seit 2008 jedes Jahr durchschnittlich 21,5 Millionen Menschen zu Klimamigranten wurden, da sie durch wetterbedingte Ereignisse gewaltsam vertrieben wurden. Nach Schätzungen der Weltbank könnte sich diese Zahl bis 2050 in nur drei Regionen (Subsahara-Afrika, Südasien und Lateinamerika) auf 143 Millionen erhöhen. (Quelle: UN-Flüchtlingsagentur & Weltbank)

 

  1. Laut einer Studie der Economist Intelligence Unit liegt der geschätzte Wert, der durch die Auswirkungen des Klimawandels auf den gesamten globalen Bestand an verwaltbaren Vermögenswerten gefährdet ist, bis zum Ende des Jahrhunderts zwischen 4,2 und 43 Billionen US-Dollar. Um den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft zu schaffen, sind Investitionen
    von schätzungsweise einer Billion Dollar pro Jahr erforderlich, was für Investoren und Vermögensverwalter erhebliche Herausforderungen und Chancen mit sich bringt. (Quelle: Economist Intelligence Unit & Task Force on Climate-Related Financial Disclosure)

 

Die Pariser Zusagen sind die Grundlagen, reichen aber nicht aus...

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