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Amazon – kurzzeitige Spitzenposition

Gastautor: Daniel Saurenz
06.12.2018, 06:00  |  349   |   |   

Amazon_Bad Hersfeld_Innenansicht_ mit_Amazon_LogoErst Apple und Microsoft, dann Amazon. Nachdem Apple im August als erstes US-Unternehmen die eine Billion Dollar-Marke geknackt hat, lief es bei dem iPhone-Hersteller in den vergangenen Monaten nicht mehr ganz so rosig. So konnte erst Microsoft und am Montag dann Amazon dem Unternehmen den Titel abwerben und zum wertvollsten Unternehmen aufsteigen. Doch die Euphorie beim Online-Handelsriesen hielt nicht lang an und so ging es am Folgetag ganze 5,9 Prozent abwärts. Mit dem Discounter TR1ZKL ist mit knapp 25 Prozent Discount bei Amazon noch etwas zu holen. Wie es für Amazon charttechnisch aussieht, schauen wir uns ab 18.00 Uhr im Webinar an – Anmeldung hier… 

Ergänzend schauen wir auf die Situation am Rohstoffmarkt und blicken auf die Rohstoff-Kolumne von Vontobel:

Anleger trieben den Preis in Erwartung der Iran-Sanktionen nach oben. Fehlen plötzlich die Exporte aus dem Land, wird das Angebot knapp, so die Annahme. Die Folge muss ein höherer Preis sein. Ein Trugschluss!

Rohöl: Eher eine Stabilisierung, keine Preisrally zu erwarten

Öl_Rohstoffe_FotoliaDem Ölpreis wurde zuletzt der Boden unter den Füßen weggezogen. Anleger trieben den Preis in Erwartung der Iran-Sanktionen monatelang nach oben. Viele Analysten gingen davon aus, dass Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind. Fehlen dann plötzlich die Exporte aus dem OPEC-Mitgliedsland, wird das Angebot knapp, so die Annahme. Die Folge muss ein höherer Preis sein. Ein Trugschluss!

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Zunächst wurden für den Iran mehrere Sondergenehmigungen erlassen. Der Welt fehlen daher im Endeffekt nicht die befürchteten zwei Mio. Barrel Öl pro Tag, sondern lediglich 0,5 Mio. Zum anderen wurde die Förderkapazität der OPEC und die Produktionsausweitung der USA unterschätzt. Der Ölmarkt leidet nach wie vor unter einem Überangebot. Selbst wenn die Sanktionen verschärft würden, wird Öl nicht knapp.

Die Erkenntnis hat im November zum freien Fall des Ölpreises geführt. Inzwischen ist die Notiz aber so niedrig, dass eine Stabilisierung wahrscheinlich ist. Ob der Preis nachhaltig steigen kann, hängt vor allem von der OPEC ab. Sie hat die Schleusen zuletzt geöffnet. Wird die Fördermengenbegrenzung wieder strikt eingehalten, kann der Ölpreis auch wieder steigen.

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Symbol_BörseInzwischen hat die Überproduktion dazu geführt, dass sich die Öl-Lager wieder deutlich gefüllt haben. Der Lagerbestand muss erst abgebaut werden, bevor der Preis wieder zu den Hochs von diesem Jahr aufschließen kann. Aus diesem Grund ist auch eher von einer Stabilisierung mit leichtem Aufwärtspotenzial auszugehen und nicht von einer großen Rally bei den Ölpreisen. Der weitere Verlauf bleibt abzuwarten.

Gold: Unterstützung von unerwarteter Seite

Der Goldpreis wurde zu Wochenbeginn vom fallenden Dollar gestützt. Trotz der nachlassenden Risikoaversion der Anleger konnte das gelbe Edelmetall deutlich Boden gutmachen und in Richtung 1.240 US-Dollar/Unze marschieren. Nach dem deutlichen Wertzuwachs von fünf Prozent im Oktober erwies sich der November für den Goldpreis wieder als ernüchternd. Unterm Strich steht ein Monatsminus von knapp einem Prozent zu Buche. Der Dezemberbeginn aber macht Hoffnung.

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