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Größe Pläne BYD will mit seiner Batteriesparte für E-Autos an die Börse

06.12.2018, 09:27  |  11922   |   |   

BYD (Build Your Dreams), ein von Warren Buffett unterstützter Elektroauto-Hersteller, plant, sein Batteriegeschäft bis 2022 an die Börse zu bringen. Die Mittel aus dem IPO sollen zur weiteren Expansion eingesetzt werden.

Die geplante Börsennotierung soll Ende 2022 erfolgen, während eine Entscheidung für einen Börsenplatz noch aussteht, so BYD-Chairman Wang Chuan-Fu in einem Interview mit "Bloomberg". Bevor es jedoch zum Börsengang kommt, wird BYD seine Batteriesparte in ein separates Unternehmen überführen. Ob der Börsengang allein für das Autobatteriegeschäft oder auch für andere Einheiten erfolgen wird, ist noch unklar.

Hintergrund

Batterien gehören zu einem Schlüsselfaktor für die Durchsetzung von E-Autos. BYD würde mit seiner Maßnahme dem Unternehmen Contemporary Amperex Technology (CATL) - dem weltgrößten Batteriehersteller - folgen, denn CATL konnte nach dem Börsengang seinen Wert mehr als verdreifachen. BYD und CATL sind Chinas Antwort auf Tesla und Panasonic.

Die steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach Lithium-Ionen-Batterien verändert den Markt. Bereits in diesem Jahr wurden mehr Power Packs in Elektrofahrzeugen installiert als in der Unterhaltungselektronik, so "Bloomberg NEF". Der Marktwert von Batterien, die in Elektroautos, Elektrobussen und damit verbundenen Energiespeichern verwendet werden, soll sich laut Sanford C. Bernstein & Co. bis 2050 um das Zehnfache erhöhen: geschätztes Gesamtpotenzial 500 Milliarden US-Dollar.

Wang Chuan-Fu, ein Gründer, Chairman und CEO von BYD, schätzte, dass China die Kapazität der Batterieproduktion bis 2030 um das Zehnfache - auf 1000 GWh pro Jahr steigern müsste -, wenn das Land den Verkehr vollständig elektrifizieren würde.

Warren Buffett glaubt an BYD

Buffett's Berkshire Hathaway ist mit einem Anteil von 24,59 Prozent der größte Aktionär der in Hongkong gehandelten BYD-Aktie. Buffett stieg bei BYD ein bevor Tesla in New York gelistet wurde.

BYD arbeitet an einem Plan zum Bau von Fahrzeugbatteriefabriken in Europa und den USA. In Europa prüft das Unternehmen mögliche Standorte in Großbritannien und Deutschland. Das Unternehmen spreche auch mit potenziellen in- und ausländischen Investoren, um im Vorfeld des Börsengangs Kapital zu beschaffen.

BYD-Aktie vs. Tesla-Aktie

Die BYD-Aktie steht aktuell bei Tradegate bei 6,47 Euro. Die Jahresperformance zeigt -25,60 Prozent. Das Unternehmen kommt auf eine Marktkapitalisierung von 5,92 Milliarden Euro. Inwieweit Kursgewinne zu erwarten sind, ist ungewiss, denn in den vergangenen 10 Jahren schwankte das Papier zwischen rund 1 und 9 Euro pro Anteilsschein. Im Vergeich dazu kommt Tesla auf eine Marktkapitalisierung von 54,58 Milliarden Euro. Tesla ging am 29.06.2010 mit 17 Euro pro Anteilschein an die Börse. Aktuell kostet eine Aktie 317 Euro.

Quelle:

Bloomberg

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Die deutschen Automobilhersteller sind wohl keiner Erwähnung wert. Da empfiehlt es sich für sie, bereits heute Lieferverträge mit Mr. Wang Chuan-Fu abzuschließen.

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