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Lufthansa-Aktie: Deshalb bleibt das Papier trotz steigender Ölpreise interessant

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.12.2018, 09:17  |  305   |   |   

Mit der Aktie der Lufthansa (WKN: 823212) ging es in den vergangenen Tagen wieder etwas bergab. Alleine am Dienstag dieser Woche büßte das Papier mehr als 6 % ein. Durchaus eine schwache Performance für einen einzelnen Handelstag.

Ein Schuldiger für diesen Abverkauf ist jedoch schnell gefunden: Denn derzeit werden die moderat ansteigenden Ölpreise als Begründung kolportiert. Diese würden die Lufthansa belasten, da sie die Treibstoffkosten in die Höhe treiben würden.

Doch wenn wir diesen Sorgenberg oder Kostenberg der gestiegenen Ölpreise mal ein kleines bisschen beiseiteschieben, könnte sich bei der Lufthansa nach wie vor eine ansprechende Value-Chance verstecken. Schauen wir im Folgenden mal, wieso:

1) Hochprofitabel, den Ölpreisen zum Trotz

Zum einen sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass die Lufthansa gegenwärtig sehr profitabel ist. Trotz der gestiegenen Ölpreise, trotz der Streiks im vergangenen Sommer, trotz einer möglichen Flaute im Reisegeschäft aufgrund des guten Wetters hierzulande.

Die Lufthansa ist sogar so profitabel, dass sie nach den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres davon ausgeht, ein Ergebnis erzielen zu können, das lediglich leicht unter dem des Rekordjahres 2017 liegen dürfte. Wie gesagt, allen Belastungsfaktoren zum Trotz.

Auch ein deutlich höherer Ölpreis konnte dieser positiven Entwicklung im laufenden Jahr nicht entgegenwirken. Wie auch du nämlich beim Blick auf den Chart des vergangenen Jahres sehen kannst, lagen die Ölpreise in den vergangenen zwölf Monaten teilweise deutlich höher als heute. Auch wenn der Ölpreis sich daher durchaus als langfristiger Belastungsfaktor herausstellen könnte, scheint die Lufthansa sich operativ sehr gut gegen diese Entwicklung wappnen zu können. Zumindest gibt es am Zahlenwerk für die ersten neun Monate eigentlich kaum etwas zu bemängeln.

2) Günstige fundamentale Bewertung

Nun zum zweiten Aspekt. Wie hoch, glaubst du, sollte eine Aktie bewertet sein, die ein Ergebnis erzielen dürfte, das lediglich leicht unter einem Rekordjahr liegen dürfte? Nimm dir ruhig ein paar Sekunden Zeit, hierüber etwas nachzudenken, ehe wir auf die fundamentale Bewertung der Lufthansa eingehen.

Fertig? Super, dann werfen wir nun, wie gesagt, einen Blick auf ein paar ausgewählte Kennzahlen der Lufthansa-Aktie.

Es wird dich vielleicht überraschen, dass die Lufthansa bei einem 2017er-Buchwert in Höhe von 20,15 Euro je Aktie bei den gegenwärtigen Aktienkursen von 19,92 Euro (05.12.2018, maßgeblich für alle Kurse) sogar leicht unter Buchwert gehandelt wird. Zudem betrug der Gewinn je Aktie im vergangenen Geschäftsjahr 2017 5,03 Euro, wodurch die Lufthansa-Aktie gegenwärtig lediglich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4 bepreist wird.

In Anbetracht der Prognose, wonach die Lufthansa im aktuellen Geschäftsjahr ein ähnliches Ergebnis erreichen wird, dürfte sich an diesem Bewertungsmaßstab wohl nicht allzu viel verändern. Ein KGV von 4 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von sogar knapp unter 1 könnten jedoch insgesamt deutlich zu günstig für ein Unternehmen sein, das operativ eigentlich in Topform ist.

Die Börse handelt natürlich die Zukunft …

Die Aktie der Lufthansa könnte daher auf dem aktuellen Kursniveau deutlich zu niedrig bewertet sein und ist zudem hochprofitabel. Und genau das sind im Grunde genommen die zwei Kriterien, an denen ich meine These ausgerichtet habe, dass die Aktie der Lufthansa langfristig durchaus aussichtsreich sein könnte.

Man sollte als Investor natürlich nicht vergessen, dass an der Börse stets die Zukunft gehandelt wird. Hier kann man sich gewiss darüber streiten, wie es langfristig mit der Lufthansa weitergehen könnte.

Allerdings sollte man hierbei auch bedenken, dass die Lufthansa-Aktie wohl schon viel an negativer Erwartungshaltung an die Zukunft eingepreist haben könnte. Vielleicht schafft es die Aktie daher, sogar schon relativ frühzeitig etwas zu überraschen.

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