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2018 Global Anti-Money Laundering and Sanctions Compliance Survey Anti-Geldwäsche-Studie von AlixPartners - Viele Finanzinstitute sind noch nicht ausreichend gerüstet

Nachrichtenagentur: news aktuell
06.12.2018, 12:35  |  278   |   |   
München (ots) -

- 75 Prozent der Befragten erwarten steigende Kosten für
Anti-Money-Laundering- (AML) und Sanktions-Compliance, jedoch
sind bei 59 Prozent die Budgets unzureichend. Ausgefeiltere
Methoden der Geldwäsche als Kostentreiber.
- Erfolgreiche Digitalisierung und effektive Systeme spielen
wichtige Rolle in der Bekämpfung der Geldwäsche.
- Kryptowährungen als neue Herausforderung für
Anti-Geldwäsche-Maßnahmen identifiziert, jedoch verfügen 72
Prozent der Emittenten über unzureichende Schulungen für
Vorstände.

Nach Panama Papers, Paradise Papers und der Danske-Untersuchung
rücken Risiken der Anti-Geldwäsche- (AML, Anti Money Laundering) und
Sanktions-Compliance noch stärker in den Fokus der deutschen und
Schweizer Finanzinstitute. Jedoch sind viele Institute in diesen
Bereichen nur unzureichend aufgestellt - und das trotz historischer
Rekordstrafen. Das ist ein Ergebnis einer weltweiten Studie von
AlixPartners. Die global agierende Beratung hat dazu
Compliance-Beauftragte, Unternehmensjuristen, Risikomanager und
Vorstände von 372 Finanzinstituten und
Finanzdienstleistungsunternehmen im Rahmen ihrer "2018 Global
Anti-Money Laundering and Sanctions Compliance Survey" befragt
(https://bit.ly/2E5KKgT).

Laut der Umfrage von AlixPartners sehen sich 69 Prozent der
befragten Finanzinstitute einer verstärkten regulatorischen Kontrolle
beziehungsweise Aufsicht ausgesetzt. Günter Degitz, Managing Director
Investigations bei AlixPartners, sagt: "Die Panama
Papers-Untersuchungen und der aktuelle Fall der Danske Bank zeigen,
dass Geldwäscheskandale immer weitere Kreise in der Finanzwelt ziehen
- nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Ergebnisse unserer
diesjährigen Studie liefern Erklärungen hierfür. Manche
Finanzinstitute überlassen die Bekämpfung von Geldwäsche den
mittleren und unteren Führungsebenen. Dabei ist es praktisch
unmöglich, eine wirkungsvolle Anti-Geldwäsche-Strategie ohne das
klare Bekenntnis des Top-Managements umzusetzen."

Steigende Kosten, unzureichende Budgets Laut AlixPartners bestand
im Jahr 2018 die bislang größte Herausforderung bei der Einhaltung
von AML- und Sanktions-Richtlinien darin, reale Geldwäsche-Risiken
effektiv zu identifizieren und zu managen. Die Monitoringsysteme
selbst nehmen - entgegen den Ergebnissen im letzten Jahr - nicht mehr
Platz Eins der wichtigsten Herausforderungen ein. Dabei sind
effektive Richtlinien und Kontrollen allein nicht ausreichend, da es
zusätzlich einer entsprechenden Umsetzung innerhalb der Institute
bedarf. Jedoch werden die Geldwäschemethoden immer ausgefeilter und
damit schwerer aufzudecken. Diese Aspekte bleiben weiterhin
entscheidende Kostentreiber für eine zeitgemäße Compliance-Struktur
gegen Geldwäsche.

Rund 75 Prozent der Befragten erwarten, dass sie künftig mehr Geld
in Anti-Geldwäsche- oder Sanktions-Compliance-Maßnahmen investieren
müssen. Gleichzeitig sagen 59 Prozent, dass ihr aktuelles Budget
hierfür entweder komplett unzureichend oder deutlich unzureichend
ist, verglichen mit 32 Prozent im Jahr 2017.

Dr. Veit Bütterlin, Geldwäsche-Experte bei AlixPartners, sagt:
"Auch wenn Banken bereits enormen Aufwand für die Aufarbeitung von
möglichen Verstößen betrieben haben, werden manche Kernprobleme noch
eine Weile bestehen bleiben. Für Banken ist entscheidend, wie sie mit
historischen Kundenstrukturen umgehen. Diese alten Kundendaten müssen
durchforstet und auf höchste sogenannte Know Your Customer- und
Monitoring-Qualitätsstandards angehoben werden. Der Digitalisierung
innerhalb der Banken wird dabei eine gewichtige Rolle zukommen."

Laut Studie vernachlässigen viele Banken zudem die regelmäßige
Revision ihrer AML- und Sanktions-Compliance-Maßnahmen. 41 Prozent
der Befragten geben an, dass sie keine jährlichen unabhängigen Audits
durch Dritte oder Benchmarking-Tests durchführen, um den
Effizienzgrad ihrer Instrumente festzustellen. Dadurch steigt das
Risiko, gegen regulatorische und interne Vorgaben zu verstoßen.

Das Investigations-Team von AlixPartners gibt Finanzinstituten
folgende Empfehlungen zur Sicherstellung von AML- und
Sanktions-Compliance:

- Das Top-Management sollte die Bedeutung von Integrität und
Compliance klar vermitteln.

- Geschäftsbereiche sollten verinnerlichen, dass sie die
Primärverantwortung von Compliance-Risiken tragen. Die
Compliance-Funktion muss einerseits beratend tätig sein, ohne
dabei die notwendige Unabhängigkeit für die Überwachung von
Geschäftsabläufen aufzugeben.

- Geeignete Prozesse und Standards für die Kundenidentifikation
und -prüfung sollten eine einheitliche Behandlung von Kunden und

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