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Trauringe kaufen – Gold, Platin oder lieber Palladium?

Gastautor: Rainer Brosy
06.12.2018, 13:30  |  726   |   |   

Die wichtigsten Edelmetalle für Trauringe

Moderne Eheringe sind nicht mehr zwingend aus Gold. Bildquelle: FrankWinkler / Pixabay.com

Dank neuer Verfahren sind die Goldschmiede in den Punkten Design und Material immer wieder andere Wege gegangen. Doch für welches Material soll man sich jetzt entscheiden? Abhängig ist dies natürlich von Ihrem persönlichen Geschmack, denn Sie wollen ja womöglich Ihr Leben lang diese Ringe tragen. Weiterhin spielt die Größe des Budgets eine entscheidende Rolle. Da Hochzeiten in allen Gesellschaftsschichten stattfinden, sind für verschiedene Budgets Modelle vorhanden. Ohnehin ist das Angebot bis heute stetig angestiegen.

Dank des Internets ist es zudem möglich, einfach zu vergleichen und auszuwählen. Immer häufiger werden daher Trauringe online bestellt. Die Ausgestaltung der Ringe weist dabei kaum Grenzen auf. Innere und äußere Gravuren sind genauso möglich wie der Einsatz von verschiedenen Edelsteinen. Als „Grundstoff“ werden hauptsächlich folgende Edelmetalle genutzt:

Der Klassiker: Gold

Besonders beliebt für Eheringe ist nach wie vor Gold. Das bekannteste Edelmetall hat die Vorteile, dass es nicht anläuft und auch für Allergiker meist geeignet ist. Unverträglichkeiten sind eher selten. Haben Sie eine Schmuckallergie, sollten Sie jedoch vorab die Verträglichkeit prüfen.

Beim Gold gibt es zudem verschiedene Mischungen, die sich in den letzten Jahren bei vielen Brautpaaren durchgesetzt haben. Dazu zählen neben der klassischen Variante Weißgold vor allem Rotgold und Roségold. Rot- und Roségold bestehen aus Gold, Silber und Kupfer. Das Rot in den Ringen kommt logischerweise vom Kupfer.

Je höher der Kupferanteil ist, desto roter wirkt das Metall. Als willkommener Nebeneffekt sind die Ringe mit höherem Kupferanteil etwas günstiger als reines Gelbgold oder Weißgold. Weitere Alternativen sind Grau- oder Grüngold. Diese werden allerdings weniger stark nachgefragt.

Die Preise für die Trauringe sind logischerweise auch abhängig von den Rohstoffpreisen – hier: der Goldpreis. Steigende Kosten für die Rohstoffe sind auch ein Grund dafür, dass Brautpaare für Trauringe tiefer in die Tasche greifen.

Zeitlos und hautfreundlich: Platin

Als beliebte Alternative gelten Trauringe aus Platin. Das Metall ist für Schmuckallergiker hervorragend geeignet und besticht zudem durch eine hohe Widerstandsfähigkeit; das darf aufgrund der langen „Nutzungsdauer“ nicht außer Acht gelassen werden. Einen großen Preisvorteil gegenüber Gold können Sie allerdings nicht erreichen, da die Preise für Platin aufgrund der industriellen Nachfrage angestiegen sind.

Als günstigere Variante empfiehlt sich hier Palladium. Es ist zudem leichter als Platin und Gold. Hauptsächlich kommt Palladium als Legierung zum Einsatz, die aber zu 95 Prozent aus Palladium besteht. Es ist allerdings etwas gräulicher als Platin und sieht demnach nicht ganz so edel aus. Das bleibt allerdings Geschmackssache.

Unterschätzt oder ungünstig: Silber

Silber ist zwar bei allgemeinen Schmuckgegenständen ein beliebtes Metall, wird aber weniger für Eheringe genutzt. Das hat verschiedene Gründe. Zunächst ist es zwar deutlich günstiger als Edelmetalle und härter als Gold. Allerdings ist es noch zu weich für die Schmuckherstellung und muss deshalb legiert werden. Die widerstandsfähigste Variante ist hierbei das Sterlingsilber, das mit einem kleinen Anteil Kupfer hergestellt wird.

Allerdings läuft Sterlingsilber mit der Zeit an, weshalb man Ringe mit Rhodium überziehen lassen sollte. So haben Sie länger Freude an den Ringen. Jedoch trägt sich die Rhodium-Schicht mit der Zeit ab und muss erneuert werden. Sinnvoll ist daher die Verwendung eines der vorgestellten Edelmetalle, bei denen Alters- und Gebrauchsspuren am wenigsten auftreten.

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Rainer Brosy
Geschäftsführer

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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