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Anlegerverlag Zalando: Die Rechnung besser nicht ohne den Wirt machen!

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
07.12.2018, 12:47  |  477   |   |   

Sieh an, Zalando (ISIN: DE000ZAL1111) steht heute Mittag auf einmal ganz oben in der MDAX-Gewinnerliste. Um die 3,6 Prozent Plus … kaufen jetzt diejenigen, die davon ausgehen, dass das Weihnachtsgeschäft dem Onlinehändler dicke Gewinne bringen wird, billig ein? Möglich. Ist das eine gute Idee? Eher nicht. Und es ist nicht einmal zu unterstellen, dass heute wirklich in dem Sinne gekauft wird, was nahezu alle Anleger darunter verstehen. Denn gemeinhin denkt man ja: Wer kauft, hofft auf steigende Kurse. Aber das ist eben nicht so. Man kann auch kaufen, weil man steigende Kurse fürchtet! Weil?

Weil nun einmal die Leerverkäufer auch noch da sind. Wie die agieren und denken, wird von den meisten Investoren übersehen. Was indes teuer zu stehen kommt, wenn es eben diese Leerverkäufer, die „Bären“ sind, die das Geschehen dominieren. Wenn die ihre vorher mit dem Ziel, an fallenden Kursen zu verdienen, leer verkauften Aktien eindecken, heißt das: Sie müssen diese leer verkauften Aktien kaufen, um sich neutral zu stellen und so den Gewinn mitzunehmen. Und ob man nun kauft, weil man Short-Trades eindeckt oder kauft, weil man auf die Wende hofft: Der Effekt ist derselbe, es sieht im Chart gleich aus … aber der entscheidende Unterschied ist:

 

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Wer kauft, weil er/sie glaubt, dass man hier jetzt einsteigen könne, da die Aktie „billig“ ist, kauft einmal und taucht dann nicht mehr auf. Sobald aber die Leerverkäufer damit rechnen, dass eine Gegenreaktion zu Ende und die Chance, die Aktie zu drücken, wieder günstig ist, sind diese Bären ruckzuck wieder da und verkaufen erneut leer, drücken die Aktie wieder. Was bedeutet:

Um jetzt die Hoffnung hegen zu dürfen, dass Zalando wirklich ein Tief erreicht hat, das trägt, das Basis einer neuen Aufwärtsbewegung sein könnte, müsste Zalandos Gewinnperspektive bullish sein. Ist sie das? Man darf es zumindest bezweifeln. Die Bilanz des dritten Quartals war äußerst unerfreulich. Das schob man zwar auch auf das Wetter, weil die Wärme und Trockenheit die Kunden davon abgehalten haben soll, Herbstmode zu ordern. Aber selbst wenn diese Käufe nachgeholt würden, was keineswegs sicher ist: Zalando will vor allem wachsen; Wachstum steht vor Gewinnerzielung, erklärte das Unternehmen. Aber Zalando hat auch ein Margenproblem: Es bleibt nahezu nichts hängen, trotz steigendem Marktanteil. Wird sich das ändern, wenn die Größe X oder Y erreicht ist? Zalando hofft es, die Anleger hoffen es … aber ob es gelingt, ist zumindest fraglich, daher:

Die mittelfristige Zielzone der Abwärtsbewegung liegt aus charttechnischer Sicht im Bereich 22,80/24,00 Euro. Noch spricht nicht genug dafür, dass diese Zone nicht auch erreicht wird, um zu unterstellen, dass die heutigen Käufe wirklich die Basis einer nachhaltigen Wende wären.

 

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