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3 Dividendenaktien, die jetzt günstig zu haben sind

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.12.2018, 00:28  |  819   |   |   

Für Investoren war dieses Jahr aufgrund der Marktvolatilität eine ziemliche Herausforderung. Zwar hat die kürzlich stattgefundene Verkaufswelle die Geduld der Investoren strapaziert, aber sie hat auch eine paar Gelegenheiten geschaffen, Aktien zu einem niedrigen Preis zu kaufen. Es gibt drei Aktien, die aus der Masse hervorstechen: Enbridge (WKN:885427), Energy Transfer (WKN:A0JJTN) und Williams Companies (WKN:855451).Alle drei sind große Pipelinebetreiber und ausgehend von ihrem Höchststand um mehr als 20 % eingebrochen.

Trotz Planübererfüllung bestraft

Die Aktien des kanadischen Ölriesen Enbridge sind ausgehend von ihrem Höchststand um 21 % gefallen. Aufgrund dieses Kursrückgangs und einer Anhebung der Dividende um 10 % zu Beginn des Jahres bringen die Aktien nun 6,3 % Rendite. Der massenhafte Verkauf der Aktien macht die Dividende noch attraktiver und lässt Investoren rätseln, warum er überhaupt stattgefunden hat. Besonders, wenn man sich anschaut, wie gut Enbridge bei der Umsetzung seines strategischen Plans dieses Jahr dasteht.

Ein Ziel von Enbridge für 2018 war die Verbesserung seiner Bilanz, indem es Vermögensgegenstände verkauft, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Damit sollten mindestens 3 Milliarden US-Dollar eingenommen werden. Das Unternehmen hat jedoch bereits 4,3 Milliarden US-Dollar an Vermögensgegenständen veräußert. Zudem sollen noch weitere 1,4 Milliarden US-Dollar in der ersten Hälfte des kommenden Jahres hinzukommen. Neben dem Verkauf werden die Expansionsprojekte zeitgemäß durchgeführt. So ist das Unternehmen auf dem besten Wege, die obere Grenze seiner Gewinnerwartung zu erreichen. Bei einer solchen Leistung hätten die Aktien dieses Jahr steigen sollen. Stattdessen haben sie aber an Wert verloren. Daher haben Aktionäre die Gelegenheit, sie zu einem günstigen Preis zu kaufen.

Der Markt hat die Verbesserungen komplett ignoriert

Der Aktienpreis von Energy Transfer ist um 23 % ausgehend von seinem Jahreshoch gefallen. Und das, obwohl das Unternehmen jetzt in einer viel stärkeren Position ist als am Anfang des Jahres. Das Unternehmen kaufte seine MLP, wodurch sich nicht nur die Unternehmensstruktur vereinfachte, sondern auch die gemeinsame finanzielle Lage verbesserte. Energy Transfer hat damit nicht nur seinen Verschuldungsgrad gesenkt, sondern es hofft auch, dass es seine Dividende 1,7 bis 1,9-fach decken wird. Gegenwärtig erhalten Aktionäre eine Dividendenrendite von 8,2 %.

Die gesunde Dividendendeckung bedeutet, dass Energy Transfer 2 Milliarden US-Dollar bis 3 Milliarden US-Dollar überschüssiges Bargeld haben wird, mit dem es seine Wachstumsprojekte umsetzen kann. Das Geld wird auch dringend benötigt, da es kommendes Jahr seine Vermögensgegenstände um 5 Milliarden US-Dollar aufstocken will. Die Hoffnung ist, dass dadurch die Gewinne in den kommenden Jahren angekurbelt werden. Dank der felsenfesten Dividendenrendite und dem gegenwärtig niedrigen Preis sieht die Aktie von Energy Transfer wie eine überzeugende Kaufgelegenheit aus.

Trotz Erfolg abgestürzt

Williams Companies ist seit dem Höchststand im August 2018 um 25 % gefallen. Aufgrund dieses Kursrückgangs und einer Erhöhung der Dividende um 13,3 % letztes Jahr bringen die Aktien nun eine Dividendenrendite von 5,4 %.

Wie bei den beiden Aktien zuvor scheint der Kurssturz von Williams keinen Sinn zu ergeben, da das Unternehmen ein ausgezeichnetes Jahr hatte, in dem Gewinn und Cashflow wuchsen. Zudem hat das Unternehmen verschiedene strategische Schritte unternommen, um seine finanzielle Situation und seine Wachstumsaussichten zu verbessern. Dazu zählt, dass es seine MLP gekauft, Nicht-Kernvermögensgegenstände verkauft und neue Joint Ventures geschlossen hat, um seine Position im DJ und Delaware-Basin zu festigen. Das Unternehmen schloss ein großes Expansionsprojekt ab und sicherte sich mehrere andere Wachstumsprojekte, die den Cashflow in den kommenden Jahren wachsen lassen werden.

Der Erfolg von Williams in diesem Jahr hat es dem Unternehmen ermöglicht, seine Dividende um weitere 10 % bis 15 % 2019 zu erhöhen. Der Pipelineriese hat daneben neue Projekte an Land gezogen, die den Cashflow und das Dividendenwachstum auch nach 2020 weiter verbessern sollten. Dieses Wachstumspotenzial zusammen mit der starken Dividende lässt den Kurseinbruch wie eine Kaufgelegenheit für langfristige Investoren aussehen.

Unerwartete Schnäppchen für Einkommensinvestoren

Der Markt hat die Aktien dieser Pipelineriesen verschmäht, obwohl alle drei ein gutes Jahr hatten. Anleger, die sich auf Dividenden konzentrieren, können hier zu guten Preisen zugreifen und damit eine bessere Dividendenrendite erzielen. Zudem könnten sie von einem zukünftigen Preisanstieg profitieren.

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