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3 chinesische Internetaktien, die ich jetzt kaufen würde

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.12.2018, 23:30  |  390   |   |   

Chinas Wachstumswerte waren im Zuge der jüngsten Rückgänge des Aktienmarkts besonders betroffen – insbesondere die Tech- bzw. Internet-Lieblinge, die in den Jahren zuvor das weltweite Interesse der Anleger an dem Land geweckt hatten. Der Handelskrieg hilft nun auch nicht gerade, genauso wenig wie anhaltende Skandale sowie engere Regularien im Land.

Nun haben einige Aktien durchaus den Abrutsch verdient. Andere hingegen nicht unbedingt: Etwa Bitauto Holdings (WKN:A1C89E), 51job (WKN:A0DJ5H) und Momo (WKN:A12E40). Das sind drei chinesische Internetaktien, die seit den Höchstständen etwa die Hälfte eingebüßt haben – und ich persönlich würde sie jetzt kaufen. Ich halte bereits zwei dieser Aktien und werde wohl bald auch die dritte in mein Portfolio holen. Aber was macht diese drei gebeutelten Aktien denn überhaupt so attraktiv?

Bitauto

Eines der Unternehmen, das in diesem Quartal die rote Laterne trägt, ist Bitauto. Der Anbieter von Online-Inhalten, Marketing und Finanzdienstleistungen für Chinas boomende Autobranche sollte Ende November die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen.

Bitauto konnte ein gesundes Wachstum erzielen. Man hat im zweiten Quartal einen Umsatzzuwachs von 29 % erzielt, und damit die damalige Prognose von bloß 23 % bis 25 % mehr als erfüllt.

Dabei war der Umsatz aus Transaktionsdienstleistungen der wichtigste Wachstumstreiber von Bitauto. Der kam zustande durch eine Beteiligung an Yixin von 44 %. Das bereinigte Ergebnis stieg im zweiten Quartal um 94 %, und Analysten erwarten, dass sich das Ergebnis von Bitauto diesmal mehr als verdoppelt hat. Diese Art von Wachstum ist doch bestimmt mit einer höllisch hohen Bewertung versehen, oder? Eben nicht. Denn der Kursverfall am Aktienmarkt hat dafür gesorgt, dass Bitauto mit in die Tiefe gerissen wurde. Die Aktien werden nur für das 13-Fache der erwarteten Gewinne dieses Jahres und zum 10-Fachen der erwarteten Gewinne kommenden Jahres gehandelt.

51job

Chinas Wirtschaft mag schon lange nicht mehr so rasant wachsen, aber in der bevölkerungsreichsten Nation der Welt gibt es noch viele Arbeitsplätze, die zu vergeben sind. 51job hat einst damit begonnen, wöchentlich ausgeschriebene Stellenangebote in Regionalzeitungen zu veröffentlichen. Doch heutzutage ist man der High-Tech-Connecter für Arbeitgeber und potenzielle Arbeitnehmer durch Online-Personalbeschaffungsdienste – und die machen mehr als zwei Drittel des Geschäfts aus.

Kurz, das Geschäft boomt. Der Umsatz stieg im letzten Quartal um 31 % und das bereinigte Ergebnis stieg um 53 %. Das Unternehmen rechnet im vierten Quartal mit einem Umsatzwachstum von 25 % bis 28 %. Die Gewinnprognose fiel nicht so hoch aus und wurde auch nicht euphorisch aufgenommen, aber 51job ist mit langfristigem Erfolg im Kopf aufgestellt. Die Nachfrage nach neuem Personal mag nachlassen oder steigen, aber Chinas Wirtschaft wächst weiterhin schneller als die meisten anderen großen Länder. 51job wird derzeit für weniger als das 20-Fache des Gewinns des nächsten Jahres gehandelt. Das ist eine durchaus attraktive Bewertung, was die Aktie zu einem starken Bewerber fürs eigene Portfolio macht.

Momo

Wenn es darum geht, das Wachstum im Vergleich zum KGV zu beurteilen, ist Momo eines der attraktivsten Investments Chinas. Der Anbieter für Social Video und Online-Dating wird dieses Jahr nur mit dem 12-Fachen des erwarteten Gewinns sowie mit dem 9-Fachen des erwarteten Gewinns des kommenden Jahres gehandelt. Das sieht nicht nach einem Preis für eine Aktie aus, deren Umsatz im letzten Quartal um 58 % gestiegen ist und den bereinigten Jahresüberschuss fast verdoppeln konnte.

Zweifler werden sich Sorgen über die volatile Natur machen, die Social-Media-Plattformen nun einmal an sich haben, und das ist klar nachvollziehbar. Die Plattform zur Live-Übertragung von Video ist populär wie nie, und kann natürlich genauso schnell verpuffen, wenn die nächste interessante App die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht. Früher oder später muss es jedoch eine gewisse Marktliebe für eine schmutzige Aktie geben, deren Geschäftsmodell weit entfernt von den negativen Katalysatoren ist, die China in den letzten Monaten heimgesucht haben.

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