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Warum langfristig in Aktien investieren? Einfache Mathematik liefert die Antwort

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.12.2018, 09:20  |  373   |   |   

Unter den Dingen, die die Deutschen am meisten fürchten, befinden sich neben Spinnen, Schlangen, Zahnarztbesuchen und Spritzen vom Arzt wahrscheinlich auch Aktieninvestments. Dafür habe ich zwar keine Statistik, aber es ist der Eindruck, den ich immer wieder habe.

Doch zumindest der Teil mit den Aktien schlägt sich in Zahlen nieder: Laut Statista waren 2016 nur 6,7 % des Geldvermögens der privaten Haushalte direkt in Aktien investiert – fast schon paradox, wenn man die zahlreichen Vorteile der Aktienanlage bedenkt.

Wir Fools sind davon überzeugt, dass langfristige Investitionen in Aktien eines der besten Mittel sind, um sich privat ein kleines Vermögen aufzubauen – und einfache Mathematik gibt uns dabei recht! Lies hier, warum.

Mathematik, Mathematik … überall Mathematik

Keine Angst, es wird nicht kompliziert. Wir brauchen nicht einmal griechische Buchstaben, nur ein paar Zahlen und etwas Logik.

Der Aktienmarkt hat, je nach betrachtetem Zeitraum und betrachtetem Aktienindex, eine langfristige Rendite zwischen 7 und 10 % abgeliefert, wenn man die gezahlten Dividenden reinvestierte. Mit ein bisschen Potenzrechnung kommen wir zu dem Ergebnis, dass sich ein durchschnittlicher Aktienindex rechnerisch etwa alle acht bis elf Jahre verdoppelt.

Und was für einen durchschnittlichen Aktienindex gilt, das gilt auch für eine durchschnittliche Aktie: Denn ein Aktienindex ist nichts anderes als eine Zusammenstellung von Aktien, die ein bestimmtes Kriterium, wie zum Beispiel das Herkunftsland, gemeinsam haben.

Zusammengefasst bedeutet das: Wenn du länger als acht bis elf Jahre in den Aktienmarkt investierst, machst du statistisch gesehen über 100 % Gewinn. Je länger du dabeibleibst, desto höher steigt dein Gewinnpotenzial.

Und weiter?

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Clou an der Sache: Das maximale Verlustrisiko, das du bei einer Aktieninvestition trägst, liegt bei deiner gesamten Anlagesumme – mathematisch ausgedrückt also 100 %. Doch wie wir eben gesehen haben, sind die Gewinnchancen weit größer als das, nämlich theoretisch unendlich hoch. 100 % Gewinn sind statistisch gesehen nach acht bis elf Jahren Haltedauer erreicht.

Damit diese Rechnung langfristig aufgeht, ist es nur wichtig, dass du deine Aktienpositionen breit genug streust, um den Gesamtmarkt in etwa abzubilden. Denn mit einzelnen Aktien kannst du durchaus mal jahrzehntelang im Minus liegen. Da ist es wichtig, andere Aktien im Depot zu haben, die so einen Rohrkrepierer mit einer überdurchschnittlichen Performance ausgleichen.

Eine solche Streuung erhältst du, indem du in viele verschiedene Unternehmen investierst, die aus unterschiedlichen Ländern kommen und in unterschiedlichen Branchen tätig sind. Falls dir das zu kompliziert ist, kannst du auch einfach Anteile an sogenannten Indexfonds (auch ETFs genannt) kaufen, die nichts anderes tun, als einen Aktienindex abzubilden.

Für diesen Service zahlst du zwar eine kleine Gebühr, doch die ist fast schon vernachlässigbar. Dafür kannst du dich schon mit mittleren zweistelligen Beträgen pro Monat an großen internationalen Unternehmen und ihren Gewinnen beteiligen!

Langfristig denken zahlt sich aus

Kurzfristig gleicht die Börse einer Lotterie – niemand kann wissen, welche Nachrichten, Analystenkommentare oder Gerüchte morgen, in einer Woche oder in zwei Monaten über ein Unternehmen aufkommen werden. Und damit ist es noch nicht getan: Schließlich müsste man auch noch die Reaktion der Marktteilnehmer und die Performance des Gesamtmarkts prognostizieren, um mit kurzfristigen Investmententscheidungen zuverlässig Geld zu verdienen.

Da fühlt man sich doch wesentlich sicherer, wenn man langfristig investiert und weiß, dass man die Gesetze der Mathematik auf seiner Seite hat – auch wenn man sie in der Schule vielleicht verabscheut hat.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.


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