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Immobilienaktien: mit geringem Kapital in Immobilien investieren

Gastautor: Rainer Brosy
09.12.2018, 11:24  |  882   |   |   

Immobilienaktien: 3 Vorteile für Unentschlossene

Es muss nicht gleich das Ein- oder Mehrfamilienhaus sein. Immobilienaktien stellen eine einfache Alternative dar. Bildquelle: Pexels / Pixabay.com

Der Kauf oder Verkauf von Immobilien ist für die meisten mit reinem Eigenkapital nicht zu stemmen. Obwohl das aktuelle Zinsniveau günstige Kredite zulässt, schmälert die Finanzierung mit Fremdkapital natürlich die Rendite. Darüber hinaus kommt ein großer Aufwand hinzu. Die Immobilien müssen zunächst gefunden und gekauft werden.

Daraufhin bedarf es der Verwaltung und der Instandhaltung des Objekts. Soll die Immobilie wieder abgestoßen werden, empfiehlt sich der Verkauf über einen Immobilienmakler. Demzufolge brauchen Menschen, die von der Entwicklung am Immobilienmarkt profitieren wollen, eine einfache Alternative.

Immobilienaktien als simpler Einstieg in den Immobilienmarkt

Da Aktien grundsätzlich Anteile an Unternehmen darstellen, stellen Immobilienaktien keine direkte Investition in bestimmte Immobilien dar, sondern Anteile an Immobiliengesellschaften. Diese Unternehmen generieren Gewinne aus dem Kauf und Verkauf sowie der Vermietung und der Verpachtung von Immobilien.

Für Privatanleger, aber auch institutionelle Investoren, bietet sich mit dem Kauf von Immobilienaktien die Chance, den einfachen Zugang des Aktienmarktes mit der Entwicklung der Immobilienpreise zu kombinieren. Beispielsweise können die Marktteilnehmer über Immobilien-AGs, Immobilienfonds oder REITs indirekte Investitionen in Immobilien realisieren. Zu den größten Immobilien-Firmen in Deutschland zählen beispielsweise:

  • Patrizia Immobilien AG
  • Hamborner REIT AG
  • Alstria Office REIT AG
  • Vonovia SE (ehemals Deutsche Annington Immobilien AG)
  • LEG Immobilien AG
  • Deutsche Wohnen SE

Unter den Firmen sind auch REITs (Real Estate Investment Trusts), die nach deutschem Recht immer eine Aktiengesellschaft darstellen müssen. Diese Unternehmen sind von der Gewerbe- und der Körperschaftssteuer befreit. Dafür schütten sie allerdings auch 90 Prozent ihrer Gewinne an die Investoren aus. Dadurch sind sie für Anleger interessanter, die regelmäßige Auszahlungen von ihren Investitionen erwarten.

Bei den Immobilienfonds werden die Investitionen hingegen von einem Fonds-Manager übernommen, der auch für die Verwaltung zuständig ist. Logischerweise sind Fonds mit Kosten verbunden. Weiterhin werden auch günstigere ETFs angeboten, die die Entwicklung von Immobilienaktienindizes widerspiegeln. All diese Angebote erlauben die indirekte Investition in Immobilien mit geringem Kapitaleinsatz.

1. Vorteil durch breite Streuung des Portfolios

Immobilienaktien eignen sich demzufolge sehr gut, um das eigene Portfolio zu diversifizieren. Das gilt zum einen, weil durch Immobilienfonds und ETFs ein breites Spektrum abgebildet wird. Anleger können in die Entwicklung des Immobilienmarktes ganzer Länder oder Regionen investieren, wodurch die Rendite nicht von einer positiven Entwicklung einzelner Unternehmen abhängt.

Zum anderen ist der Markt für Immobilienaktien von der Preisentwicklung der Immobilienbranche abhängig und weniger von der Entwicklung der Aktienmärkte. Die langfristigen Erträge der Verkaufserlöse und der Mieten sind bei den Investitionen entscheidend. Selbstverständlich kommen durch das Konzept des Aktienmarktes kurzfristige Kursschwankungen hinzu. Immobilienaktien eignen sich daher eher für risikofreudige Anleger, die mit Rückschlägen leben können.

2. Vorteil durch hohe Flexibilität

Dagegen bietet der Aktienmarkt aber die Möglichkeit, seine Anteile jederzeit wieder abstoßen zu können. Es ist deutlich einfacher, seine Anteile zu liquidieren als eine Immobilie zu verkaufen. Der Zeitaufwand ist dank des Internets oder der Verwaltung durch einen Berater sehr überschaubar und die Gebühren beschränken sich größtenteils auf die Transaktionskosten.

3. Vorteil durch geringe Einstiegshürden

Immobilien sind von Haus aus sehr teuer. Die Investition über Immobilienaktien hingegen ist auch mit geringem Kapitaleinsatz zu bewerkstelligen. Daher ist diese Form auch für Privatanleger eine sehr interessante Alternative mit geringen Einstiegshürden. Die Verwaltung der Immobilien liegt dabei nicht in der Verantwortung der Anleger, sondern in den Händen professioneller Fachleute.

Diese Vorteile wirken also mehrfach attraktiv. Immobilienaktien sind also eine Möglichkeit, eine relativ stabile und hohe Rendite mit wenig Kapital zu erzielen. Dabei darf das Risiko jedoch nicht unterschätzt werden. Anzeichen für eine Immobilienblase in Deutschland gibt es bereits.

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Disclaimer

Gastautor

Rainer Brosy
Geschäftsführer

Rainer Brosy (B.Eng.) betreibt eigene Finanz- und Energieportale und gehört zum Team verschiedener ICO`s.

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