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Fonds-Vertrieb 2019: „Das Problem ist, dass es noch keine Standards gibt“

Nachrichtenquelle: DAS INVESTMENT
10.12.2018, 10:15  |  453   |   |   
In unserer Serie über die Pläne der Fondsgesellschaften fürs 2019 äußert sich Clemens Bertram, Leiter Vertriebspartner Deutschland bei UBS Asset Management, über drei wichtige Märkte, seine Fonds-Tipps und eine Forderung an Vermögensverwalter.Welche Fondskategorien stehen bei Ihnen im kommenden Jahr vertrieblich vorn?
Clemens Bertram: Wir sehen das Thema SRI und ESG vertrieblich im Fokus. Ebenso die Chancen, die China und die Emerging Markets allgemein Investoren 2019 bieten. Ein weiteres wichtiges Thema werden Income-Strategien sein, also Investitionslösungen, wie Anleger laufende Erträge generieren können. Aber auch Alternative Investments, beispielsweise im Immobiliensektor, werden zunehmend an Bedeutung gewinnen und einen Vertriebsschwerpunkt bilden.
Welche einzelnen Fonds oder Fondsgruppen stehen außerdem im Fokus?
Bertram: Im Themenumfeld SRI und ESG wird dies der UBS Long Term Themes (ISIN: LU1323610961) sein. Bei Schwellenländerinvestments stehen der UBS Global Emerging Markets Opportunity Fund (IE00B5T8QC31), UBS China Opportunity (LU0067412154) und UBS China Bond (LU1717043670) im Mittelpunkt. Im Bereich Income-Strategien sehen wir den UBS Euro Countries Income (LU1121265208) und UBS Floating Rate Income (LU1679112000). Und bei den Alternativen Investments den UBS Euroinvest (DE0009772616).
Außerdem hätte ich gerne einen antizyklischen Tipp.
Bertram: 1. UBS European Opportunity Unconstrained (LU0723564463), 2. UBS Euroinvest und 3. UBS Global Emerging Markets Opportunity.
Das Thema Nachhaltigkeit, also ESG, hat ja nun schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel und wird immer wieder mal hervorgeholt. Was ist dieses Mal anders?
Bertram: Dass das Thema Bedeutung hat, und zwar sowohl im Hier und Jetzt als auch für die Folgegenerationen, ist in den Köpfen angekommen. Unserer Meinung nach sollten die Themen Umwelt, Soziales und Good Governance (ESG) in den Mittelpunkt des Finanzsystems gestellt werden, um die Umwandlung der europäischen Wirtschaft in ein umweltfreundlicheres, widerstandsfähigeres und geschlossenes System zu unterstützen.
ESG-Faktoren sollten im Investitionsentscheidungsprozess berücksichtigt werden, um Investitionen unter Berücksichtigung von Emissionen, Ressourcenverbrauch oder Arbeitsbedingungen nachhaltiger zu gestalten. Finanzinstitute, die von ihren Kunden ein Mandat erhalten, um in ihrem Namen Anlageentscheidungen zu treffen, sollen ESG in ihre internen Prozesse integrieren und ihre Kunden darüber informieren. Diese Anforderungen sollten für Vermögensverwalter, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds und Berater gelten.
Welcher Ansatz für ESG ist Ihrer Meinung nach der beste? Wann gibt es endlich Standards?
Bertram: Das ist genau die Problematik, es gibt noch keine Standards. Von daher profitieren Investoren von Asset Managern die bereits seit langem ein Know-how auf diesem Gebiet haben. Wie im Hause der UBS, in den letzten zehn Jahren haben wir ein Instrumentarium für nachhaltiges Anlegen entwickelt, um die spezifischen Ziele und Bedürfnisse jedes Anlegers durch maßgeschneiderte Lösungen erfüllen zu können. So können wir unseren Kunden helfen, Nachhaltigkeits-Impact-Kriterien in das gesamte Angebot von UBS einzubauen: aktive Aktienlösungen, Anleihen, Hedgefonds, Infrastruktur und Private Equity, Immobilien und passive Strategien.
Nennen Sie mir bitte ein Thema, das 2019 besonders wichtig für die Fondsbranche wird oder ist.
Bertram: Wir sehen in erster Linie die Aufnahme von chinesischen Anleihen in die globalen Anleihe-Indizes als ein großes Thema. So gehen wir davon aus, dass sich der chinesische Anleihemarkt in den kommenden fünf Jahren verdoppeln wird. Ein Grund dafür sind die zu erwartenden neuen Haushaltsregeln für Kommunen, die zur Finanzierung öffentlicher Investitionen verpflichtet werden, wie zum Beispiel Straßen über eigene Ausgaben von Anleihen zu finanzieren und nicht mehr über die staatseigenen Banken.

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