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Börsengänge Kopf-an-Kopf-Rennen Uber gegen Lyft: Schnelle Aktiengewinne im neuen Jahr?

10.12.2018, 12:40  |  1578   |   |   

Im nächsten Jahr wird es spannend für IPO-Investoren: Der US-amerikanische Personenbeförderer Uber steigt offensichtlich gegen den US-Rivalen Lyft ins Rennen um Investoren ein. Wer von beiden schafft es zuerst an die Börse?

Uber Technologies hat Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, so dass "Wall Street Journal". Erst vier Tage zuvor, am Donnerstag in der letzten Woche, reichte das Konkurrenzunternehmen Lyft einen entsprechenden Antrag ein. Damit ist das Rennen der beiden Personenbeförderer um Wall Street-Investoren fast eröffnet. Kritische Marktbeobachter fragen sich, ob an der Börse Platz genug für beide Börsengänge ist.

Die Lyft-Manager planen, voraussichtlich im März oder April auf dem Börsenparkett zu debütieren. Uber will schneller sein und schon im ersten Quartal das Rennen um Aktionäre eröffnen. Es gibt bei beiden geplanten Börsengängen noch keine Informationen über die Anzahl der Aktien oder die Ausgabepreise.

Das kleinere Lyft wird laut "Reuters" aktuell mit 15 Milliarden US-Dollar bewertet. Branchenprimus Uber könnte demnach bei seinem Börsengang auf bis zu 120 Milliarden US-Dollar kommen. Die jüngste Bewertung von Uber betrug 76 Milliarden US-Dollar, als Uber im August einen Anteil von rund 500 Millionen US-Dollar an Toyota verkaufte.

Lyft ist seit 2012 auf dem Markt und damit drei Jahre jünger als Uber. Das Unternehmen konzentriert sich im Gegensatz zu Uber, das in vielen Städten der Welt Online-Vermittlungsdienste zur Personenbeförderung anbietet, vorrangig auf den nordamerikanischen Markt.

Ubers Erstplatzierung hat das Zeug zu einem der größten Börsengänge von US-Technologieunternehmen im nächsten Jahr zu werden, so der "Standard". Das nächste Jahr könnte insgesamt ein Rekordjahr für Neulinge an der Wall Street in Bezug auf die eingesammelten US-Dollars werden. Das "Wall Street Journal" nennt hierfür Palantir Technologies, Slack Technologies und Airbnb als weitere vielversprechende IPO-Kandidaten.

Aber um mehr Vertrauen der Investoren zu gewinnen, müssen Uber und Lyft bald überzeugende Pläne vorlegen, wie sie aus den tiefroten Zahlen steuern wollen. Uber verbuchte im dritten Quartal einen Verlust von 1,07 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatzanstieg von 38 Prozent auf 2,95 Milliarden US-Dollar. Lyft wies einen Verlust von 254 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 573 Millionen US-Dollar aus.

Quellen:

Wall Street Journal

Reuters

Der Standard



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