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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht November 2018
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht November 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
13.12.2018, 10:00  |  919   |   |   

Renten leicht im Plus und europäische Aktien bauen Kursverluste aus.

Aktien: US-Börsen freundlich, Euro-Aktien mit weiteren Verlusten

Renten: Leicht im Plus

Aktienmärkte: Während die US-Aktienmärkte nach schwachem Auftakt gegen Monatsende noch ins Plus drehten, ging der Euroraum mit einem Minus aus dem Handelsmonat. Sowohl Italien als auch die Brexit-Verhandlungen belasteten. Auch drückten Sorgen hinsichtlich des weltweiten Wirtschaftswachstums auf die Kurse.

Rentenmärkte: Europäische und US-amerikanische Staatsanleihen konnten von der Unsicherheit der Anleger profitieren. Die als sicherer Anlagehafen geltenden Papiere waren vor dem Hintergrund der politischen Unwägbarkeiten und schwächerer Konjunkturdaten gesucht. Zudem kam es in der europäischen Peripherie zu einer Erholungsbewegung.

Die Aktienmärkte

Europa

Europäische Aktien bauen Kursverluste aus

Europas Aktienmärkte haben im November erneut Kursverluste erzielt. Der EURO STOXX 50-Index verlor 1,1 Prozent, der marktbreite STOXX Europe 600-Index verbuchte ein Wertverlust von 0,8 Prozent. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung gaben 3,5 Prozent nach.

Zwar wies die Weltwirtschaft ein nach wie vor solides, wenn auch verlangsamtes Wachstumstempo auf. Gleichzeitig aber lasteten (geo-)politische Unsicherheiten auf der Kursentwicklung an den Aktienmärkten. Mit Blick auf die Brexit-Verhandlungen hat die Europäische Union (EU) das Austrittsabkommen mit dem Vereinigten Königreich zwar abgesegnet. Fraglich ist aber, ob die Vereinbarung auch im britischen Parlament auf Zustimmung stoßen wird. Umfragen zufolge wird die Mehrheit der Abgeordneten am 11. Dezember gegen das Brexit-Abkommen stimmen. Am britischen Aktienmarkt gaben die Kurse angesichts der anhaltenden Unsicherheit weiter nach. Der FTSE 100-Index verlor 2,1 Prozent an Wert, der FTSE 250-Index verbuchte einen Wertverlust von 2,3 Prozent.

Auch in Italien hielt die Unsicherheit an - denn die italienische Regierung ist der Aufforderungen der EU-Kommission nach Anpassung des Haushaltsentwurfs nicht nachgekommen. Nach und nach werden auch erste wirtschaftliche Auswirkungen der politischen Querelen sichtbar. Da viele Marktteilnehmer bis zur Europawahl im Mai aber weder mit einer weiteren Eskalation noch mit einer nachhaltigen Entspannung zwischen Brüssel und Rom rechneten, konnte sich der italienische FTSE MIB-Index von den starken Kursverlusten des Vormonats etwas erholen. An der Börse in Mailand legten die Notierungen gegen den allgemeinen Markttrend um 0,7 Prozent zu.

Das zugrundeliegende Bild für Aktien ist weiter solide, aber bei weitem nicht makellos. Perspektivisch dürften höhere Inputkosten auf den Gewinnen lasten. Dennoch bieten die Aktienmärkte weiter Chancen. Gleichwohl sind eine höhere Reaktionsschnelligkeit und eine sorgfältige Titelselektion zunehmend wichtig für den Anlageerfolg.

Deutschland

Deutsche Aktien bauen Kursverluste aus

Deutsche Aktien haben im November erneut Kursverluste verzeichnet. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes fiel 1,7 Prozent. Der MDAX-Index, der sich aus Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung zusammensetzt, schloss 3,0 Prozent leichter. Die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften gaben um 4,9 Prozent nach, während die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen Abschläge in Höhe von 1,8 Prozent verzeichneten.

Zwar wies die Weltwirtschaft ein nach wie vor solides, wenn auch verlangsamtes Wachstumstempo auf. Gleichzeitig aber lasteten (geo-)politische Risiken auf der Kursentwicklung an den Aktienmärkten. Vor allem die von den Brexit-Verhandlungen und den Budgetdiskussionen in Italien ausgehenden Unsicherheiten trübten die Stimmung.

Der deutsche Pharma- und Chemieriese Bayer will bis zum Jahr 2021 etwa zehn Prozent der Stellen streichen. Ein erheblicher Anteil der Arbeitsplätze soll dabei in Deutschland abgebaut werden. Daneben will sich Bayer vom Geschäft mit Tierarzneimitteln trennen. Der Verkauf der Sparte könnte bis zu sieben Milliarden Euro in die Unternehmenskasse spülen. Trotz der Umbaupläne reagierten Investoren enttäuscht auf die Gewinnziele für das Jahr 2019. Die Aktien der Leverkusener gaben im November insgesamt 4,8 Prozent nach.

Für knapp acht Milliarden US-Dollar kauft SAP das US-Unternehmen Qualtrics. Der Konzern sammelt Rückmeldungen und Daten, die automatisch erfasst und unmittelbar ausgewertet werden. Der Zukauf soll SAP einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern verschaffen. Für den Software-Hersteller ist es die größte Übernahme seit dem Kauf von Concur im Jahr 2014. Am Markt kamen die Pläne jedoch nicht gut an: Da viele Investoren den Kaufpreis als zu hoch erachten, gaben die Aktien des DAX-Konzerns im Berichtszeitraum um 3,1 Prozent nach.

Das zugrundeliegende Bild für Aktien ist weiter solide, aber bei weitem nicht makellos. Perspektivisch dürften höhere Inputkosten auf den Gewinnen lasten. Dennoch bieten die Aktienmärkte weiter Chancen. Gleichwohl sind eine höhere Reaktionsschnelligkeit und eine sorgfältige Titelselektion zunehmend wichtig für den Anlageerfolg.

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