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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht Oktober 2018
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht Oktober 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
08.11.2018, 10:00  |  56   |   |   

Starke Schwankungen bei den Renten und deutliche Kursverluste am europäischen Aktienmarkt

Aktien: Deutliche Verluste im Oktober

Renten: Starke Schwankungen

Aktienmärkte: Befürchtungen hinsichtlich eines weiteren Zinsanstiegs, aber auch aufkommende Konjunktursorgen, führten an den Aktienbörsen zu Abverkäufen und damit deutlichen Verlusten im Oktober.

Rentenmärkte: Europäische und US-amerikanische Staatsanleihen konnten nur phasenweise von den Unsicherheiten der Anleger profitieren. Diese gingen letztlich unverändert beziehungsweise mit leichten Verlusten aus dem Handelsmonat.

Die Aktienmärkte

Europa

Deutliche Kursverluste am europäischen Aktienmarkt

Europäische Aktien gerieten im Oktober deutlich unter Druck. Der EURO STOXX 50-Index verlor 5,6 Prozent, der marktbreite STOXX Europe 600-Index verbuchte ein Kursverlust von 5,9 Prozent. Die im MSCI Europe Small and Mid Caps-Index gelisteten Unternehmen mit niedriger und mittelgroßer Marktkapitalisierung gaben 7,8 Prozent nach.

Nachdem die Einkaufsmanagerindizes im Euroraum kräftig zurückgingen, trübten aufkommende Konjunktursorgen die Stimmung am europäischen Aktienmarkt. Der Gesamtindex, der sowohl den Industrie- als auch den Dienstleistungssektor umfasst, fiel im Oktober auf ein Zweijahrestief. Mit dem schwächeren Datenpunkt stieg die Sorge, dass die rückläufige Konjunkturdynamik der letzten Monate möglicherweise nicht nur vorübergehender Natur, sondern dauerhaft angelegt ist.

Erste messbare Auswirkungen dieser Befürchtungen spiegelten sich in den Unternehmensergebnissen des dritten Quartal 2018 wider. Die Autobauer Daimler und Renault sowie der Zulieferkonzern Continental schreckten Investoren mit Gewinnwarnungen für das laufende Jahr auf. Neben dem Dieselskandal lasteten vor allem der Handelsstreit und die höheren Zölle, die die Konzerne nicht vollständig an ihre Kunden weitergeben konnten, auf den Ergebnissen. Auch andere Unternehmen verwiesen auf höhere Kosten, die die Margen zunehmend unter Druck setzen. Unter dem Strich nahm die Berichtssaison in Europa den schwächsten Auftakt seit knapp zehn Jahren.

Unter den Regionen entwickelte sich Italien deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Der FTSE MIB-Index verlor über acht Prozent an Wert. Die Aktienmärkte litten vor allem unter den konfrontativen Budgetverhandlungen zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission. Letztere hatte die Haushaltpläne wegen der zu hohen Staatsverschuldung zurückgewiesen.

Das zugrundeliegende Bild für Aktien ist weiter solide, aber bei weitem nicht makellos. Perspektivisch dürften höhere Inputkosten auf den Gewinnen lasten. Dennoch bieten die Aktienmärkte weiter Chancen. Gleichwohl sind eine höhere Reaktionsschnelligkeit und eine sorgfältige Titelselektion zunehmend wichtig für den Anlageerfolg.

Deutschland

Konjunktursorgen belasten deutsche Aktien

Deutsche Aktien haben im Oktober deutliche Kursverluste verzeichnet. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes verzeichnete Abschläge in Höhe von 6,5 Prozent. Der MDAX-Index, der sich aus Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung zusammensetzt, und die im SDAX-Index geführten kleineren Gesellschaften gaben jeweils um 7,0 Prozent nach. Die im TecDAX-Index gelisteten Technologiefirmen fielen um 6,2 Prozent.

Die Stimmung am Aktienmarkt trübte sich ein, nachdem deutsche Firmen etwas pessimistischer in die Zukunft blickten. Nicht nur der ifo Geschäftsklimaindex ging im Oktober zurück, auch die Einkaufsmanagerindizes gaben deutlich nach. Mit den schwächeren Datenpunkten stieg die Sorge, dass die rückläufige Konjunkturdynamik der vergangenen Monate möglicherweise nicht nur vorübergehender Natur, sondern dauerhaft angelegt ist. Erste messbare Auswirkungen dieser Befürchtungen spiegelten sich in den Unternehmensergebnissen des dritten Quartals 2018 wider. Der Autobauer Daimler und der Zulieferkonzern Continental schreckten Investoren mit Gewinnwarnungen für das laufende Jahr auf. Neben dem Dieselskandal lasteten vor allem der Handelsstreit und die höheren Zölle, die die Konzerne nicht vollständig an ihre Kunden weitergeben konnten, auf den Ergebnissen.

Auch beim Medizintechnikkonzern Fresenius lief es nicht rund. Im Streit um die geplatzte Übernahme des US-Arzneiherstellers Akorn hatte ein US-Gericht zwar entschieden, dass Fresenius das Unternehmen nicht kaufen muss. Investoren bewerteten das Urteil zunächst positiv, da die Gerichte in vergleichbaren Fällen immer zugunsten des Klägers entschieden hatten. Angesichts des teuren Fehlschlags musste Fresenius allerdings seine Jahresziele revidieren und wird 2018 nur ein Wachstum am unteren Ende der ursprünglich anvisierte Bandbreite erreichen.

Das zugrundeliegende Bild für Aktien ist weiter solide, aber bei weitem nicht makellos. Perspektivisch dürften höhere Inputkosten auf den Gewinnen lasten. Dennoch bieten die Aktienmärkte weiter Chancen. Gleichwohl sind eine höhere Reaktionsschnelligkeit und eine sorgfältige Titelselektion zunehmend wichtig für den Anlageerfolg.

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