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Wie verdient die Value-Chance Lufthansa eigentlich ihr Geld?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.12.2018, 10:00  |  330   |   |   

Die Aktie der Lufthansa (WKN: 823212) gehört definitiv zu den spannenderen Börsengeschichten, die unser heimischer Leitindex im Moment zu bieten hat. Mit einem günstigen Kurs-Buchwert-Verhältnis und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von derzeit lediglich 4 ist die Aktie einerseits sehr günstig bewertet und könnte eine echte Value-Chance sein. Andererseits scheinen viele Investoren dem Braten hier nicht so recht zu trauen und bleiben trotz dieser Bewertung lieber auf Abstand.

Um herauszufinden, wie aussichtsreich die Aktie der deutschen Fluggesellschaft wirklich ist, könnte sich ein Blick auf das eigentliche Geschäftsfeld des Unternehmens lohnen. Schauen wir daher mal, wie die Lufthansa ihr Geld verdient und wo hier vielleicht so einige Problemchen versteckt sein könnten.

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Personenverkehr: Der Bereich, den jeder kennt

Zum einen verdient die Lufthansa ihr Geld natürlich mit dem klassischen Bereich des Personenverkehrs. Egal ob zwecks Urlaubs- oder Geschäftsreise, viele Menschen nutzen die Flugdienstleistungen der Lufthansa tagtäglich, um von A nach B zu kommen. Wo auch immer A und B auf unserem Planeten liegen.

Auch wenn dieser Geschäftsbereich mit so manchen kleineren Problemchen wie beispielsweise steigenden Ölpreisen zu kämpfen hat, ist dieses Segment der Lufthansa unterm Strich recht erfolgreich. Wie das Passagieraufkommen der vergangenen Monate gezeigt hat, wuchsen die Zahlen hier stetig an. Im November alleine konnte die Anzahl der Passagiere um rund 6 % auf 10,6 Millionen gesteigert werden. Hier könnte daher ein potenzieller Wachstumsbereich lauern.

Der Sitzladefaktor, also der relative Anteil an belegten Plätzen innerhalb der Flugzeuge, betrug im November zudem 78,1 %, was eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 % darstellte. Zugegeben, auch diese Auslastung könnte besser sein. Wie der kleinere Anstieg im November im Jahresvergleich jedoch zeigt, könnte die Lufthansa hier bemüht sein, sich zu verbessern. Und womöglich könnten steigende Auslastungsquoten auch zu einer weiteren Verbesserung des operativen Zahlenwerks führen.

Frachtgeschäft: Das versteckte Sorgenkind?

Ein weiteres Segment, das viele nicht primär auf dem Schirm haben könnten, ist das Frachtgeschäft der Lufthansa. Anstatt Personen werden hier Waren und Güter von A nach B geflogen. Wo auch immer hier A und B liegen mögen.

Das Frachtgeschäft der Lufthansa entwickelte sich in den vergangenen Monaten allerdings eher zum schwächelnden Sorgenkind. Im November beispielsweise verringerte sich die Verkehrsleistung in diesem Segment um 0,9 % auf 953 Millionen Transaktionskilometer. Zudem lag der Frachtnutzladefaktor (vergleichbar mit einer Auslastungsquote, nur bei materiellen transportierten Dingen) lediglich bei 68,4 %, was einerseits eine Verschlechterung um 2,7 % gewesen ist und andererseits unterstreichen dürfte, dass die Lufthansa hier nicht sonderlich effizient ist.

Man könnte natürlich sagen, dass diese Schwäche das Potenzial für weitere Verbesserungen beinhaltet. Allerdings könnte dieser hohe und weiter zunehmende Leerstand auch auf einen kriselnden Geschäftsbereich hinweisen. Unterm Strich zeigen diese Zahlen zudem, dass die Lufthansa einen hohen Anteil ihrer verfügbaren Ladefläche hier stets ungenutzt lassen muss.

Personen- und Frachtverkehr: Die zwei Umsatzbringer

Grundsätzlich heißen die beiden Umsatzbringer bei der Lufthansa daher Personen- und Frachtverkehr. Und in beiden Geschäftsbereichen läuft es leider nicht gleichermaßen rund.

Während die Personentransportsparte der Lufthansa sich momentan operativ erholt, sind die Frachtdienstleistungen weiterhin das abnehmende Sorgenkind. Das gilt es durchaus zu beobachten.

Dennoch könnte die Lufthansa auf dem aktuellen Kursniveau durchaus so preiswert bewertet sein, dass auch dieses Sorgenkind hier bereits berücksichtigt ist. Doch überlasse ich diese  abschließende Bewertung, wie gewohnt, dir.

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