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Scale „PANTAFLIX ist bestens finanziert“

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
13.12.2018, 14:35  |  1086   |   |   
Scale | „PANTAFLIX ist bestens finanziert“

Nach der jüngsten Prognoseanpassung befindet sich die Aktie der PANTAFLIX AG (ISIN: DE000A12UPJ7) auf Talfahrt. „Wir erachten die aktuelle Marktkapitalisierung als stark negative Marktbewertung“,

sagt Stefan Langefeld, Vorstandsvorsitzender der PANTAFLIX AG im Gespräch mit der Redaktion des Nebenwerte-Magazins. Gemeinsam mit Nicolas Paalzow, Chief Production Officer (CPO), ist er sich sicher, dass das Medienunternehmen „auf einem guten Weg“ ist. „Ein Liquiditätsengpass ist kein Thema. Das Unternehmen ist die nächsten Jahre bestens finanziert“, sagt Langefeld. Für das kommende Jahr hat sich das PANTAFLIX-Management zudem einiges vorgenommen.

Nebenwerte-Magazin: Herr Langefeld, Sie mussten in der vergangenen Woche eine Gewinnwarnung herausgeben. Was waren die Gründe dafür?

Stefan Langefeld: Die Prognose mussten wir aufgrund einer zeitlich verzögerten Umsatzrealisierung zweier bereits hergestellter Filmprojekte anpassen, die in 2019 abgeschlossen werden. Zudem konnten geplante Sondereffekte bisher nicht realisiert werden. Entsprechend erwarten wir im Gesamtjahr 2018 nunmehr ein negatives EBIT in der Größenordnung von 7 bis 9 Mio. Euro. Trotz dieser Umsatzverschiebung im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich wird der Konzernumsatz in diesem Jahr weiter wachsen.

Welche Rolle spielten die Investitionen in die VoD-Plattform bei der Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr?

Stefan Langefeld: Im laufenden Jahr haben wir unsere Investitionen in die VoD-Plattform nahezu verdoppelt. Neben dem Ausbau der technischen Reichweite gehörten hierzu auch Investitionen zur Optimierung der Systeme im Front- und Back-End sowie des Ökosystems mit den Apps für Handy, Tablet und Smart TV sowie die Usability von PANTAFLIX. Zudem haben wir die Investitionen für Marketingmaßnahmen erhöht, ohne dabei die Kostenseite aus den Augen zu verlieren. Daher haben wir im aktuellen Umfeld unseren Personalbedarf flexibel angepasst. Wichtig dabei ist festzustellen, dass wir weiterhin voll handlungsfähig bleiben.{loadmodule mod_custom,Sentifi Text Widget}

Herr Paalzow: Warum werden die beiden großen Produktionen erst im kommenden Geschäftsjahr umsatzwirksam, wenn diese doch bereits fertig gedreht sind?

Nicolas Paalzow: Umsatzwirksam werden Filme in dem Jahr, in dem die Nullkopie beziehungsweise das Masterfile erstellt wird. Dabei handelt es sich verkürzt ausgedrückt um die Endfassung des Films, also die Distributionsversion. Diese Gesetzmäßigkeit kann zu zeitlichen Verschiebungen von Umsatzerlösen in das folgende Geschäftsjahr führen. So, wie es derzeit der Fall ist.

Gehen Sie mit den Film- und Serienprojekten ein großes finanzielles Risiko ein?

Nicolas Paalzow: Nein, denn unsere Produktionen sind durch das Zusammenspiel mit den Markt- und Verwertungspartnern, wie Verleiher und Filmförderungen nahezu vollständig finanziert bevor wir in die physische Produktion gehen. Der Eigenanteil für Produzenten beträgt maximal 5 Prozent. Etwaige Risiken bei der Filmproduktion minimieren wir durch unser erfahrenes Team an Produzenten und Herstellern, sowie durch entsprechende Versicherungen. PANTALEON Films betreibt das Geschäft ja nunmehr seit fast zehn Jahren mit sehr großen Erfolgen an der Kinokasse. So feierten wir bereits vergangenes Wochenende einen tollen Start für „100 DINGE“ mit Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer in den Hauptrollen.

Nach der zweiten Staffel von „You Are Wanted“ wird die Serie nicht fortgesetzt. Wie geht es in Sachen Serienproduktionen weiter?

Nicolas Paalzow: Bereits im November dieses Jahres wurde die neue Amazon Prime Video Serie „BEAT“ veröffentlicht, die von Warner Bros. Entertainment und Die Hellinger/Doll Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit PANTALEON entstanden ist. Zusätzlich haben wir Mitte September als einer von lediglich drei deutschen Produzenten mit „Bullsprit“ eine Serie für YouTube Premium realisiert. Wir entwickeln außerdem gerade weitere Serienprojekte. Auf diese Weise positionieren wir uns als innovatives Medienunternehmen für Distributionskanäle auch jenseits von Kino und Fernsehen.

Herr Langefeld, wie wollen Sie diese zahlreichen Projekte denn finanzieren? Geht Ihnen nicht bald das Geld aus?

Stefan Langefeld: Ein Liquiditätsengpass ist kein Thema. PANTAFLIX ist bestens finanziert. So bewahren wir uns ein hohes Maß an Flexibilität und Sicherheit. Klar ist, wir arbeiten hart und leidenschaftlich an unseren Zielen.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte - Anzeige in Artikel}

Gegenüber dem Jahreshoch im Februar 2018 bei knapp 215 Euro, bzw. 19,53 Euro bereinigt um den Aktiensplit, hat die PANTAFLIX-Aktie mehr als 90 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Aktuell weist die Gesellschaft nur noch eine Marktkapitalisierung von rund 20 Mio. Euro auf. Was sagt diese Bewertung über den tatsächlichen Wert der PANTAFLIX AG aus?

Stefan Langefeld: Wir befinden uns in einem stark herausfordernden Börsenumfeld, das insbesondere Smallcaps vor besondere Herausforderungen stellt. Dennoch: Allein unser Umsatz im vergangenen Jahr 2017 war mit 28 Mio. Euro höher als die aktuelle Marktkapitalisierung. Und auch unser Umsatz im Jahr 2018 wird deutlich höher ausfallen als die aktuelle Marktkapitalisierung und der Vorjahresumsatz. Daher spiegelt die aktuelle Börsenbewertung den tatsächlichen Wert des Konzerns nicht wider, sondern ist unserer Meinung nach eine stark negative Marktbewertung.

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