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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
13.12.2018, 17:20  |  412   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Brexit Update: Theresa May übersteht Misstrauensvotum

Dax erholt sich weiter - doch der Schwung ist raus

- von Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichtenredaktion -

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt nach zwei Gewinntagen zunächst positiv. Rückenwind kommt aus den USA und Asien. Theresa May übersteht Misstrauensvotum und die EZB lässt Leitzinsen unangetastet.

Die Wall Street hatte am Mittwoch zugelegt. Allerdings bleiben die wichtigsten US-Indizes zum Schluss deutlich unter ihren Tageshochs. Der vorsichtige Optimismus der Anleger basiert auf zwei Dingen: einmal den möglichen Fortschritten im US-Handelskonflikt mit China und zweitens auf einer vorerst weiter stabilen US-Geldpolitik. Heißt: Dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Leitzinsen nicht erhöht. Die gute Stimmung hat auch die Börsen in Asien erfasst.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Außerdem macht sie endgültig Schluss mit zusätzlichen Anleihenkäufen: Nur noch bis zum Ende dieses Jahres steckt die Europäische Zentralbank (EZB) frische Milliarden in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen.
Nach der zweiten Gewinnwarnung der Modekette Tom Tailor seit September ist die Aktie unter Druck geraten. Sie büßte über 10 Prozent ein. Die mit Verlusten kämpfende Modekette schließt auf mittlere Sicht einen Verkauf der Marke Bonita nicht mehr aus. Der Dax nimmt die gute Stimmung zunächst auf, dreht allerdings nach der ersten Handelsstunde ins Minus, erholt sich aber später wieder. Der Widerstand bei 11.000 Punkten ist wohl noch eine Nummer zu groß und der Dax orientiert sich in Richtung 10.950 Punkte.

Metro dämpft Erwartungen

Der Handelskonzern Metro wird auch im neuen Geschäftsjahr nur kleine Sprünge machen. Das Ergebnis wird 2018/2019 um 2 bis 6 Prozent zurückgehen. Gründe sind das schwierige Geschäft in Russland sowie die hohen Kosten für die Digitalisierung. Bereits in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende September) hatte Metro etwa zwei Prozent weniger verdient als im Vorjahr. Die Dividende bleibt unverändert bei 70 Cent. Der Verkaufsprozess für die Supermarkt-Tochter Real schreitet wie geplant voran. Es gibt ausreichend Interessenten, berichtet das Handelsblatt. Anleger sind zutiefst enttäuscht über die Zahlen und den Ausblick, die Aktie stürzt neun Prozent ab auf das Augusttief.

Kreuzfahrten treiben Gewinn bei TUI

Der Reisekonzern TUI steigert den Gewinn um 14 Prozent. Der Umsatz klettert um fünf Prozent. Die Aktionäre sollen mit einer von 65 auf 72 Cent erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben. Gewinnbringer waren gute Geschäfte mit eigenen Hotels und Kreuzfahrten. Dadurch hat die TUI dem heißen Sommer getrotzt. Allerdings hat das klassische Pauschalreise-Geschäft weniger abgeworfen.
Viele Menschen in Mitteleuropa und Großbritannien hatten die Sommermonate angesichts der außergewöhnlich hohen Temperaturen in ihrer Heimat verbracht. Für Andere buchten ihre Auslandsreisen erst auf den letzten Drücker. Der dadurch beförderte Preiskampf im Last-Minute- Geschäft drückte bei Reiseveranstaltern auf den Gewinn.

Termine

Fraport wächst weiter. 5 Prozent mehr Passagiere im November, allerdings geht Cargo wieder zurück. Hier spürt man die Unsicherheit im weltweiten Handel.

BMW hat im November 222.462 Autos verkauft. Kleine Steigerung von 0,8 Prozent. BMW bleibt damit hinter dem Rivalen Mercedes-Benz.

Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht des ifo-Instituts im kommenden Jahr deutlich an Schwung verlieren. Das Münchner Institut senkte seine Wachstumsprognose für das kommende Jahr auf 1,1 Prozent. Im Herbst hatten die Forscher noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 Prozent erwartet. Die Gefahr einer Rezession bestehe aber nicht. Das ifo-Institut ist damit für 2019 deutlich pessimistischer als andere Forschungsinstitute.

In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken. Die Zahl der Anträge ging zurück um 27 000 auf 206 000. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 226 000 Anträge gerechnet

Börse Stuttgart TV

Das Jahr 2018 war zum einen ein recht schwieriges Jahr an der Börse - zum anderen ist es fast rum. Zwar sind die großen Baustellen immer noch die gleichen, wie vor einem Jahr, aber Anleger werden vorsichtiger und reagieren nervös. Eine ungemütliche Mischung. Dazu kommen Notenbanken, die dem Markt den Geldhahn zudrehen und eine Weltwirtschaft, die weiter abkühlt.

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