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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Leutheusser-Schnarrenberger mahnt zu Widerstand gegen Antisemitismus

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
16.12.2018, 15:57  |  554   |   |   
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der zunehmenden Anfeindungen gegen Juden hat Nordrhein-Westfalens erste Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) mehr Widerstand angemahnt. Es sei "dringend geboten, den Tätern ihre Grenzen aufzuzeigen", sagte Leutheusser-Schnarrenberger der "Neuen Westfälischen" (Montagsausgabe). Unabhängig von der Frage, ob ein Übergriff strafrechtlich relevant sei, "dürfen wir niemandem Antisemitismus durchgehen lassen".

Zu den Hauptursachen der steigenden Judenfeindlichkeit zählt Leutheusser-Schnarrenberger den rechten Populismus in Deutschland und Europa. Dazu gehört aus ihrer Sicht der Einzug der AfD in den Bundestag. "Was lange tabu war, scheint inzwischen gebrochen", sagte die Ex-Bundesjustizministerin, "wenn die AfD etwa herumfabuliert über die Zeit des Nationalsozialismus, die nach ihren Worten nur ein `Vogelschiss` in der deutschen Geschichte sei." Leutheusser-Schnarrenberger verortet die Tätergruppen nicht nur am rechten Rand. Häufig sei die Grenze zwischen Israelkritik und Antisemitismus fließend. Die FDP-Politikerin forderte, Zuwanderern aus arabischen Ländern klarzumachen, "welche Werte in unserer Gesellschaft gelten". Dazu gehöre, dass Antisemitismus nicht geduldet werde und das Existenzrecht Israels nicht infrage stehe, sagte Leutheusser-Schnarrenberger. Es sei "unerträglich, wenn Juden aus Angst auf ihre Kippa verzichten". Die NRW-Landesregierung hatte Leutheusser-Schnarrenberger im November zur Antisemitismus-Beauftragten berufen. Sie soll dem Landtag jährlich einen Bericht vorlegen.

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Kommentare

Ist ja schön, dass die Dicke auch mal die ständigen Anfeindungen der Moslems erwähnt. Ich habe dagegen den Eindruck, dass es nur ein kleiner Teil der rechten Ecke antisemitisch auffallen, da die neuen Generation seit Kriegsende mit Juden keinen Bezug hatten.

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