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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
17.12.2018, 15:29  |  456   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Alle Hoffnungen ruhen auf der Fed!

DAX rutscht wieder ins Minus

Zum Wochenstart verläuft der Handel in ruhigen Bahnen. Am deutschen Aktienmarkt waren zunächst einige Käufer zu beobachten und der DAX notierte wieder über 10.900 Punkte. Damit trotzte der DAX den roten Vorzeichen aus dem US-Handel und schloss sich den guten Vorgaben aus Asien an. Hier hatte der japanische Nikkei Index die Sitzung mit einem Plus von 0,6 Prozent beendet. Analog zu den US-Futures, die am Morgen noch mit grünem Vorzeichen notierten, drehte der DAX ins Minus. Am Nachmittag verliert er 0,6 Prozent auf 10.695 Punkten.

Fed-Sitzung im Fokus

In dieser Woche steht die Sitzung der US-Notenbank Fed ganz klar im Fokus. Ab Dienstag kommen die Notenbanker zu ihrer letzten Sitzung des Jahres zusammen, am Mittwoch wird Jerome Powell den Zinsentscheid verkünden. Am Markt ist es bereits ausgemachte Sache, dass die Fed in dieser Woche den Leitzins erneut anheben wird auf dann 2,25 bis 2,5 Prozent. Viel wichtiger ist allerdings der Ausblick auf die nächsten Monate. Wird die US-Notenbank tatsächlich wie von vielen erhofft auf die sich eintrübenden Konjunkturperspektiven eingehen und ihren straffen Zinserhöhungszyklus unterbrechen? Die Hoffnung auf entsprechende Signale sorgte am Morgen zunächst für Zuversicht auf dem Parkett und liess die Aktienkurse wieder ansteigen.

Euro klettert wieder über 1,13 US-Dollar

Der Euro kann nach dem Rückgang wieder über die Marke von 1,13 US-Dollar zulegen. Am Freitag hatten überraschende schwache Einkaufsmanagerindizes und robuste US-Konjunkturdaten der Gemeinschaftswährung zugesetzt. Eine Feinunze Gold kostet Montag 1.239 US-Dollar.

Zweites Referendum in Großbritannien?

Die britische Premierministerin Theresa May steht einem erneuten Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU kritisch gegenüber. Das würde die Bevölkerung nach Ansicht von May nur weiter spalten. Die Debatte war am Wochenende erneut hochgekocht, nachdem die “Sunday Times” berichtet hatte, dass ein führendes Mitglied des Kabinetts mit der Opposition über einen weiteren Brexit-Volksentscheid gesprochen haben soll.
Die Briten hatten sich 2016 in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Europäische Union zu verlassen. May versucht nun, das britische Parlament von dem mühsam ausgehandelten Austrittsabkommen mit den anderen Mitgliedsstaaten zu überzeugen. Mangels Zustimmung wurde in eine für die vergangene Woche geplante Abstimmung abgesagt.

Zalando-Aktie stürzt ab, Katar erwägt Anteil an Dt. Bank aufzustocken

Einen tiefroten Wochenstart erlebt die Zalando-Aktie. Sie stürzte zwischenzeitlich rund 15 Prozent ab, nachdem der britische Mitbewerber Asos eine Gewinnwarnung abgegeben hat. Innerhalb eines Jahres hat die Aktie knapp 45 Prozent an Wert verloren. Notierte die Aktie im Juli noch bei 50 Euro, so verliert sie am Montagnachmittag weiter auf 23,37 Euro. Die Aktie der Deutschen Bank kann hingegen davon profitieren, dass das Emirat Katar einem Bericht des Handelsblatts zufolge die Aufstockung seines Anteils an der Bank erwägt. Nachdem die Aktie zwischenzeitlich wieder über die Marke von 8 Euro geklettert war, ist das Plus um die Mittagszeit bei 7,75 Euro komplett weggeschmolzen.
Schlechte Nachrichten vermeldet die RWE-Tochter Innogy: Sie ist mit dem Plan für den Ausstieg aus dem hart umkämpften britischen Energiemarkt gescheitert. Die RWE-Tochter die kurz vor der Zerschlagung steht und der schottische Versorger SSE haben die vor einem Jahr vereinbarte Zusammenlegung der britischen Tochter Npower mit dem Endkundengeschäfts von SSE abgesagt, weil man sich nicht auf die Konditionen einigen konnte. Weil Innogy Npower nun wieder als fortgeführtes Geschäft führen muss, hat das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr angepasst - der bereinigte operative Gewinn und der bereinigte Überschuss werden um jeweils rund 100 Millionen Euro schwächer ausfallen als bislang geplant. Nachdem die Aktie im Tagestief bis auf 39 Euro gefallen war, beträgt das Minus um die Mittagszeit noch 0,4 Prozent auf 40,72 Euro.

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Die Baustellen sind seit Monaten die gleichen: Handelskrieg, Brexit, US Präsident, Italienkrise, Türkei…Allerdings scheinen Anleger immer nervöser zu reagieren. Ist das so? Und wenn ja, warum ist das so? Was bedeutet das für die Anleger im kommenden Jahr? Roland Hirschmüller ist der Chefaktienhändler der Baader Bank an der Börse Stuttgart und der Experte für die Auslandsmärkte.

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