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Aktien Frankfurt Ausblick: Börsenstimmung vor Weihnachten bleibt schlecht
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Börsenstimmung vor Weihnachten bleibt schlecht

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
18.12.2018, 08:23  |  815   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt drohen am Dienstag erneute Verluste. Der X-Dax als Indikator für den Dax deutet am Morgen auf einen Start des Leitindex mit 10 730 Punkten hin - ein Minus von 0,39 Prozent. Er würde damit seinen bisherigen Jahresverlust von 16,6 Prozent nochmals ein Stück ausweiten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Dienstag in ähnlichem Maße tiefer erwartet.

Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel sprach von einer eisigen Stimmung unter den Anlegern. Die Unsicherheiten über die weiteren Brexit-Entwicklungen sowie die Italienkrise blieben die bestimmenden Themen vor Weihnachten. Bereits am Vortag war der deutsche Leitindex schwächer aus dem Handel gegangen. Auch in den USA schlossen die Indizes abermals tiefrot und in Asien sah es am Dienstag kaum besser aus.

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Im Fokus steht hierzulande am Vormittag der Ifo-Geschäftsklima-Index, für den Ralf Umlauf von der Helaba wenig erfreuliches erwartet. "Die weihnachtliche Vorfreude bei den deutschen Unternehmen hält sich in Grenzen", so der Experte. Belastungsfaktoren gebe es mit dem Brexit, dem Zollstreit und der Situation in Italien und Frankreich genügend. Prognosen zufolge droht der vierte Rückgang in Folge.

Experten rechnen nicht mehr damit, dass sich der Dax kurz vor dem Jahreswechsel nochmals merklich aufraffen kann. "Offensichtlich hat eine Vielzahl von Marktteilnehmern die Bücher für dieses Jahr bereits geschlossen", sagt Marktbeobachter Christian Schmidt von der Helaba. Wer noch aktiv sei, der wolle sich im Vorfeld des US-Zinsentscheids am Mittwoch und dem am Freitag anstehenden Verfall an den Terminbörsen nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Auf Unternehmensseite wird das Geschehen vor Weihnachten bereits merklich ruhiger. SAP -Aktien sind einen Blick wert wegen der am Vorabend von Oracle vorgelegten Zahlen. Sie profitierten mit einem vorbörslichen Abschlag von 0,4 Prozent jedoch nicht einem überraschend guten Quartal des US-Rivalen. Dieser hat im vergangenen Geschäftsquartal dank seiner Cloud-Dienste seinen Gewinn deutlicher gesteigert als erwartet.

Eine vorbörslich eindeutige Bewegung gab es bei Pfeiffer Vaccum mit einem fast 2-prozentigen Abschlag. Die britische Investmentbank HSBC hat den Hersteller von Vakuumpumpen auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 127 Euro gesenkt. Analyst Philip Saliba argumentierte, Anleger müssten nun die Fortschritte mit dem kürzlich begonnenen Strategieprogramm sehr genau beobachten./tih/fba

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