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Aktien Europa: Gewinne vor der Fed-Sitzung - Italien-Optimismus stützt
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Aktien Europa Gewinne vor der Fed-Sitzung - Italien-Optimismus stützt

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.12.2018, 11:29  |  574   |   |   

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Bevor am Mittwoch die Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve im Fokus steht, haben die Anleger an Europas Börsen wieder etwas Mut bewiesen. Unterstützend wirkten Neuigkeiten im italienischen Haushaltsstreit mit der EU, von denen allen voran die italienische Börse profitierte.

Am späten Vormittag stieg der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 nach drei Verlusttagen in Folge um 0,43 Prozent auf 3053,13 Punkte. Der Pariser Cac 40 gewann ebenfalls 0,43 Prozent und legte auf 4774,52 Punkte zu und in Italien rückte der FTSE MIB sogar um 1,00 Prozent vor. In London stieg der FTSE 100 zugleich um 0,70 Prozent auf 6748,64 Punkte.

"Zwischen Italien und der EU zeichnet sich eine Einigung ab. Damit sind die Börsen diese Sorge zumindest vorübergehend los", sagte Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partners. Eine Sprecherin des italienischen Finanzministeriums hatte der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, die Regierung habe mit EU-Beamten eine technische Vereinbarung getroffen. Diese müsse allerdings noch genehmigt werden.

"Ansonsten ist Fed-Tag, und damit wieder so ein Börsentag, der erst abends richtig losgeht", wie Altmann ergänzte. Dass die US-Notenbank an diesem Tag ihre letzte Zinsanhebung in diesem Jahr und damit die neunte seit Ende 2015 ankündigen wird, gilt als gesichert. Spannend sind daher vor allem die Kommentare, aus denen Schlüsse über bevorstehende Zinsanhebungen für das kommende Jahr gezogen werden.

Im europäischen Branchenvergleich zählten Technologiewerte zu den größten Verlierern, nachdem schwache Signale aus dem US-Chipsektor nach Europa drangen. Ein enttäuschender Umsatzausblick des Speicherherstellers Micron Technology sorgte für Kursverluste der Aktien von Ams, STMicroelectronics oder auch ASML. Laut Händlern ist der Ausblick von Micron ein weiteres Zeichen dafür, dass die Konjunktursignale für die Halbleiterbranche vorerst abwärts gerichtet sind.

Der Index der Autobauer und -zulieferer stieg indes mit plus 1,0 Prozent an die Spitze unter den 19 Branchen Europas. Der Sektor wird zunehmend als unterbewertet betrachtet, hieß es dazu. Zudem verwies ein Händler auf einen Bloomberg-Bericht, dass China und die USA sich darauf verständigt hätten, sich im Januar erneut zu treffen, um über ihren Zollstreit zu sprechen.

In London zogen zudem die Anteilsscheine von GlaxoSmithKline (GSK) die Blicke auf sich und sprangen um 7 Prozent hoch. Das ist der höchste Tagesgewinn seit über 10 Jahren. Der britische Pharmakonzern und der US-Pharmariese Pfizer bündeln ihre Geschäfte mit rezeptfreien Mitteln. Analysten begrüßten das Einsparpotential und die Chance auf höhere Margen./ck/fba

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