DAX+0,18 % EUR/USD+0,25 % Gold+1,08 % Öl (Brent)-0,12 %

Bodenbildung Bitcoin: Ein Stehaufmännchen?

20.12.2018, 10:05  |  2101   |   |   

Ein Jahr nach Beginn des großen Krypto-Crashs scheint der Bitcoin einen neuen Boden gefunden zu haben. War der große Crash eine nötige und hilfreiche Marktbereinigung?

Vor ziemlich genau einem Jahr begann der große Krypto-Crash. Am 20. Dezember 2017, drei Tage nach dem Bitcoin sein Allzeithoch von fast 20.000 US-Dollar erreicht hatte, fiel die Kryptowährung abrupt auf 17.760 US-Dollar. An Heiligabend kostete sie dann noch 14.455 US-Dollar. Seitdem ging es kontinuierlich abwärts. Heute bekommt man für einen Bitcoin nur noch 3.987 US-Dollar, ein Verlust von fast 80 Prozent.

Zum diesjährigen Jahresende scheint bei Bitcoin eine zaghafte Bodenbildung einzusetzen. Bloomberg titelte gestern: "Es sieht so aus, als hätte Bitcoin einen neuen Boden gefunden". Mike McGlone, ein Bloomberg Intelligence Analyst, erklärte aber, dass Bitcoin 2019 einen neuen Boden bilden werde, der unter den aktuellen Preisen liegt.

CoinFi CEO Timothy Tam ist überzeugt, dass der große Krypto-Crash von 2018 eine notwendige Marktbereinigung war. Durch ihn wurde quasi die Spreu vom Weizen getrennt, denn in den vergangenen 12 Monaten gingen hunderte von unprofitablen Krypto-Unternehmen Konkurs. "Der Abfall, oder zumindest ein großer Teil davon, wird langsam gesammelt. Letztendlich stärkt das den Markt", so Tam.

Trotzdem markiere der gestrige Kursgewinn bei Bitcoin von zehn Prozent noch keine Trendwende, so Tam. Allerdings sei in den letzten 48 Stunden vermehrt Geld von institutionellen Anlegern in den Krypto-Markt geflossen. "Es ist sicherlich viel günstiger, jetzt zu kaufen", so Tam.

Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei eToro, sagte gegenüber "CNBC", dass das "beeindruckende Comeback von Bitcoin" am Mittwoch auch das Ergebnis von Short-Covering, dem Ausgleich bestehender Short-Positionen durch Rückkäufe, gewesen sei. Die Menschen versuchen, ihr Risiko zu reduzieren und hochriskante Verkaufspositionen vor den Feiertagen zu schließen, was [. . .] letztendlich zu einer Rallye führt".

Am Donnerstagmorgen steht der Bitcoin mehr als sechs Prozent im Plus. Die 4.000 US-Dollar-Marke wurde zurückerobert (Stand: 20.12.2018, 09:31 Uhr, CoinMarketCap):

BTC zu USD

Quellen:

Bloomberg

CNBC
 

Seite 1 von 2

Verpassen Sie keine Nachrichten mehr vom Krypto-Journal und abonnieren Sie jetzt kostenlos den passenden Newsletter dazu:

Unser kostenloser Newsletter-Service


6 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Ich weiß zwar was du damit zum Ausdruck bringen möchtest, aber das Thema Kryptowährung (hier der Vergleich mit dem Internet) habe ich auch nicht in Frage gestellt. Es geht mir einzig um diesen Hirnverbrannten Hype um die Kryptowährung Bitcoin, in die viele unwissende investiert haben, ohne zu wissen was dahinter steckt und wie die Funktionsweise der Währung ist.
Ich zweifle nicht an solchen Währungen generell, es gibt nur jetzt schon deutlich bessere und vor allem sicherere als den völlig überzogenen Bitcoin.
Fährt heute noch jemand das erste Auto das erfunden wurde? Ist die erste Internetseite noch immer die erfolgreichste? Wird es Banken wie die Deutsche Bank in Zukunft überhaupt noch geben?

Ich sage nur das der Bitcoin vielleicht ein Tor geöffnet hat, aber investieren würde ich in die weiterentwickelten Währungen und ganz sicher nicht in den Bitcoin. ;)
Zitat von sleepy_d: Der Bitcoin ist kein Stehaufmännchen, der Bitcoin ist zu einer Zockerwährung verkommen. Das eigentliche Thema um das es mal ging, nämlich eine alternative Währung zu den klassischen Währungen zu sein, ist mittlerweile längst nicht mehr das Thema. Warum sonst hören sie alle wieder auf Bitcoin als Zahlungsoption anzubieten??? Der Bitcoin ist einfach viel zu volatil geworden. Man stelle sich vor in einem Café kostet der Kaffee heute 3,50€ und ne Woche später 1,00€ oder anders rum.... das ist doch völlig irrsinnig.

Für mich ist die Technik die dahinter steht nach wie vor spannend, aber der Bitcoin ist meiner Meinung nach Tod.
Da kommen andere bessere Kryptowährungen die hoffentlich stabiler sind als der Bitcoin.

Wohl dem der zu Höchstpreisen seine Bitcoins verkauft hat... allen anderen sei ein Taschentuch gereicht. ;)



BANKGESCHÄFTE
Die Prognose (ist hier ein zukunftsweisendes Fazit): "Wir haben dazugelernt. Wir sind demütiger geworden, wir machen nicht jedes Geschäft, das wir machen könnten."
Wer hat das gesagt? Thomas Fischer, damals Chief Risk Officer der Deutschen Bank und promovierter Volkswirt, im Jahr 2000 auf die SPIEGEL-Frage, ob die aktuelle Finanzsituation selbst die klügsten Manager überfordere.
Wie war's am Ende wirklich? 2008 kam die Finanzkrise, bei der die Deutsche Bank zum Inbegriff des gierigen Investmentbankertums wurde. Fischer wechselte noch vor der Krise zur WestLB, wo man sich 2007 wegen gravierender Fehler bei der Risikokontrolle von ihm trennte.
Zitat von Nachrichten: Es handelt sich um einen automatisiert angelegten Thread zur Nachricht "Bodenbildung: Bitcoin: Ein Stehaufmännchen? " vom Autor KryptoJournal

Ein Jahr nach Beginn des großen Krypto-Crashs scheint der Bitcoin einen neuen Boden gefunden zu haben. War der große Crash eine nötige und hilfreiche Marktbereinigung?

Lesen Sie den ganzen Artikel: Bodenbildung: Bitcoin: Ein Stehaufmännchen?



VW-KÄFER
Die Prognose: "Das Fahrzeug entspricht in keiner Weise den elementarsten technischen Erfordernissen eines Automobils. Es ist zu hässlich und zu laut. Seine Produktion würde sich als Verlustgeschäft beweisen."
Wer hat das gesagt? William Rootes 1945 über den VW-Käfer, nachdem man ihm die kostenlose Übernahme der Volkswagen-Werke angeboten hatte. Rootes' Firma war zu diesem Zeitpunkt einer der größten Automobilhersteller Großbritanniens.
Wie war's am Ende wirklich? Rootes, der auch an der Uni lehrte, lehnte ab, seine Autofirma wurde 1967 nach wirtschaftlichen Problemen von Chrysler übernommen. Der VW-Käfer war bis 2002 das meistverkaufte Auto der Welt.
Zitat von sleepy_d: Der Bitcoin ist kein Stehaufmännchen, der Bitcoin ist zu einer Zockerwährung verkommen. Das eigentliche Thema um das es mal ging, nämlich eine alternative Währung zu den klassischen Währungen zu sein, ist mittlerweile längst nicht mehr das Thema. Warum sonst hören sie alle wieder auf Bitcoin als Zahlungsoption anzubieten??? Der Bitcoin ist einfach viel zu volatil geworden. Man stelle sich vor in einem Café kostet der Kaffee heute 3,50€ und ne Woche später 1,00€ oder anders rum.... das ist doch völlig irrsinnig.

Für mich ist die Technik die dahinter steht nach wie vor spannend, aber der Bitcoin ist meiner Meinung nach Tod.
Da kommen andere bessere Kryptowährungen die hoffentlich stabiler sind als der Bitcoin.

Wohl dem der zu Höchstpreisen seine Bitcoins verkauft hat... allen anderen sei ein Taschentuch gereicht. ;)


INTERNET
Die Prognose: "Das Internet ist nur ein Hype."
Wer hat das gesagt? Microsoft-Mitgründer und Harvard-Abbrecher Bill Gates 1993. Er verordnete seinen Mitarbeitern deshalb, sich erst mal um andere Dinge zu kümmern.
Wie war's am Ende wirklich? Im Jahr 2011 war geschätzt ein Drittel der Weltbevölkerung online. Bill Gates wurde mittlerweile die Ehrendoktorwürde der Universitäten Harvard und Cambridge verliehen.

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel