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Call auf E.ON Da steckt Strom drin

21.12.2018, 11:45  |  876   |   |   

Trotz des Scheiterns eines Joint Ventures von Innogy und dem britischen Konkurrenten SSE auf dem dortigen Markt sieht E.ON keine Auswirkungen auf die mit RWE vereinbarte Innogy-Transaktion. Im März hatten sich E.ON mit RWE auf eine Aufspaltung von Innogy geeinigt. E.ON wird die Bereiche Netze und Vertrieb übernehmen, aber dazu sollte das britische Geschäft nicht gehören. Auch Branchenkreise erwarten laut Handelsblatt nicht, dass die Entwicklungen in Großbritannien die Innogy-Übernahme per se gefährden könnten.

Neue Beteiligung

Derweil beteiligt sich E.ON am finnischen Dienstleister Virta. Anfang des Jahres besiegelten beide Seiten bereits eine Partnerschaft, um in zehn europäischen Ländern die vielen Ladestationen von E.ON für Fahrer von Elektrofahrzeugen nutzbar zu machen. Nun wird diese Zusammenarbeit vertieft, die Höhe der Beteiligung von E.ON wurde aber nicht genannt. Jedoch könnte es sich dabei um eine Zusammenarbeit auf gleicher Höhe mit dem bisherigen Hauptanteilseigner Helen, einem Energieversorger aus Helsinki, handeln.

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Relative Stärke

Technisch widersetzt sich die E.ON-Aktie dem allgemeinen Markt und tendiert seit Mitte Oktober nach oben. Damals hatten die Notierungen ein Tief bei 8,16 Euro erreicht. Die aktuelle Richtung kann mit einer ansteigenden Geraden um aktuell 8,80 Euro beschrieben werden. Über 9,30 Euro würde sich die Sicht aufhellen. Dort befinden sich die vorherigen Verlaufshoch. Erstes Ziel einer steigenden Aktie wäre das Halbjahreshoch von Anfang Juli bei 9,95 Euro, bevor das Hoch von November 2017 um 10,80 Euro zum Ziel wird.

Analysten positiv

Mehrere Analysten äußerten sich zuletzt positiv zur E.ON-Aktie und gaben dabei Kursziele über dem Hoch von November 2017 an. Die Analysten von Bernstein Research beließen die Aktie auf Outperform mit einem Kursziel von 11,50 Euro. Auch bei Goldman Sachs ist die E.ON-Aktie als Kauf bewertet und mit einem Kursziel von 10,40 Euro versehen. Das höchste Ziel stellten die Analysten der NordLB mit 13 Euro in Aussicht und beriefen sich dabei auf die Fortsetzung der positiven Entwicklung ob überraschend guter Ertragskennzahlen.

Besser als der Markt

Fundament erscheint die Aktie mit einem für das nächste Jahr geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV19e) von 13,4 nicht allzu hoch bewertet. Interessant stellt sich die Dividendenrendite von aktuell 4,8 Prozent dar. Vergleicht man die bisheriges Jahresperformance von E.ON mit dem Gesamtmarkt, schneidet sie besser ab. Während sich bei der Aktie nur ein Minus von drei Prozent ergab, befindet sich der Index mit 18 Prozent deutlicher im Minus. Die relative Stärke der als defensiv geltenden Versorger-Aktie könnte sich fortsetzen.

E.ON (Tageschart in Euro)

Tendenz:

E.ON (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 9,24 // 9,27 // 9,95 // 10,81
Unterstützungen: 8,81 // 8,80 // 8,69 // 8,16

Mit einem Call-Optionsschein (WKN MF7P8D) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden E.ON-Aktie ausgehen, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 8,25 Euro und einer Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 160 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende auf 10,80 Euro steigt. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte sie eine höhere Rendite erzielen.

Zu beachten ist: Falls die E.ON-Aktie am Bewertungstag unter 8,25 Euro schließt, verfällt der Optionsschein wertlos. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 1,0 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag bei 9,23 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Aktie nachhaltig unter 8,70 Euro fallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MF7P8D Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 0,97 – 0,98 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 8,25 Euro Basiswert: E.ON
akt. Kurs Basiswert: 8,83 Euro
Laufzeit: 18.12.2019 Kursziel: 2,55 Euro
Omega: 5,5 Kurschance: + 160 Prozent
Quelle: Morgan Stanley

Optionsschein-Report: AMD

Unsere Ende Oktober vorgestellte Optionsschein-Idee, mit der WKN MF68JV auf eine fallende AMD-Aktie zu setzen, erhöhte ihren Gewinn. Der klassische Put-Optionsschein mit einem Basispreis von 20 US-Dollar und einer Fälligkeit am 18.09.2019 notiert zur Stunde zum Geldkurs von 4,61 Euro und liegt mit 17 Prozent im Plus. Zwar stiegen die Notierungen Anfang Dezember bis 23,75 US-Dollar an, doch setzte sich wieder die fallende Tendenz durch. Wer den Gewinn nicht mitnehmen, sondern in dieser spekulativen Position investiert bleiben möchte, beachtet, dass der Optionsschein wertlos verfällt, wenn die Aktie am Bewertungstag über dem Basispreis von 20 US-Dollar notiert. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Verhältnis von 0,1 ausbezahlt.

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