Gold freundlich

Gastautor: Martin Siegel
24.12.2018, 09:36  |  3855   |   |   

Der Goldpreis gibt am Freitag im New Yorker Handel von 1.259 auf 1.257 $/oz nach. Heute Morgen zieht der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong an und notiert aktuell mit 1.263 $/oz um 3 $/oz über dem Niveau vom Freitag. Die Goldminenaktien werden weltweit vernachlässigt.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Irlands Zentralbankchef Philip Lane warnt vor einem „nationalen Systemrisiko“ durch Altlasten aus der Finanzkrise. Der Bestand an notleidenden Krediten stellt vor allem bei einem Abschwung ein nationales Systemrisiko dar.

Kommentar: Die Banken- und Haftungsunion wird immer dringender, um die Systemrisiken des Euro in der nächsten „Finanzkrise“ mit deutschen Spargeldern auffangen zu können.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis steigt bei einem festeren Dollar an (aktueller Preis 35.672 Euro/kg, Vortag 35.356 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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