Sparen Sparen muss sich wieder lohnen!

Nachrichtenquelle: Maximilian Alexander Koch
25.12.2018, 16:23  |  2334   |   |   

Sparen bietet Sicherheit. Sicherheit, dass ein großer Teil des Geldes hinterher weg ist! Und das ganz ohne Eigenverschulden. Welche Optionen zwischen Konsum und Spekulation bleiben, beziehungsweise, ob überhaupt welche bleiben, das wollen wir hier erörtern.

In Zeiten des Nullzins fällt den Sparern das Lachen schwer. Alternativen gibt es für den Otto-Normal-Bürger kaum und gute oder sichere Alternativen gar nicht. Für die Wirtschaft ist dies nichts Schlechtes, denn wer finanzielle Grundkenntnisse besitzt, der wird zumindest die 2% Inflation ausgleichen wollen. Staatsanleihen und Finanzprodukte der Universalbanken sind für Deutsche meist der erste Schritt in die Investition (oftmals zugleich der letzte).

Wenn es denn zwei Prozent Inflation wären. Die Inflation wird, wie allgemein bekannt anhand eines repräsentativen Warenkorbs ermittelt, nur ist dieser für den Großteil der Bundesbürger nicht repräsentativ. Mehrfach wurde dies nun bei unabhängigen Stichprobenerhebungen festgestellt. Dort kamen die Probanden mit ihrem Warenkorb auf 4-7% Inflation. Entweder war keine dieser Erhebungen für die Gesamtpopulation repräsentativ, oder der repräsentative Warenkorb muss dringend überarbeitet werden. Wenn ein Normalbürger, der natürlich nicht um diesen Umstand weiß, in herkömmliche Bankprodukte und Staatsanleihen investiert, so wird er aller Voraussicht nach jährlich 3-6% seines Geldes verlieren. Die Bank und der Staat ziehen Nutzen daraus. Wäre der Homo Economicus tatsächlich Realität, dann würde schon lange kein Deutscher mehr sparen und noch weniger würden in Werte investieren, die sich durch niedrige Renditen das Prädikat "sicher" erschlichen haben. Sicherer Verlust durch Inflation ist schlicht und einfach kein sicheres Investment.


Wenn es so weitergeht wie bisher, bleibt die einzige Möglichkeit des "konservativen" Vermögensaufbaus das Investieren in Aktien oder Indizes. Oder aber das Geld wird für Konsumgüter ausgegeben und fließt auf diese Weise in den Markt. Verfolgen wir diesen Gedanken weiter, gelangen wir zu dem Schluss, dass Deutsche noch mit der nun heranwachsenden Generation auf die selbe Art mit ihrem Kapital verfahren könnten, wie wir es seit Jahrzehnten in den USA beobachten konnten. Aktieninvestments, besonders in Form von Fonds, Konsumkultur bis zur Verschuldung und Immobilienblasen prägten von dort aus unsere Weltwirtschaft. Nun ist die Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland zwar gegeben, jedoch auch der Hintergrund ein anderer. Der wesentliche Punkt der das finanzielle Treiben des zukünftigen Durchschnittsdeutschen von dem des Amerikaners unterscheiden wird, ist, dass er keine sechsstelligen Schuldensumme aufbaut. So weit ist es in den USA nämlich schon längst gekommen. Dort ist es die Norm, Schulden anzuhäufen - insbesondere Konsumschulden. Kreditkarten sind eine Selbstverständlichkeit und Bargeldzahlungen eine Eigenart. Dies könnte daran liegen, dass bei vielen eben kein Bargeld vorliegt. Dennoch wollen und können sie konsumieren, als würde es vorliegen. Dank Kreditaufnahme ist dies zwar möglich, doch es bleibt auf die Realwirtschaft übertragen ein furchtbares Fiasko.

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