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110-Prozent-Chance mit RWE

27.12.2018, 08:00  |  672   |   |   

Versorger RWE möchte alle Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln. Über das Vorhaben sollen die Aktionäre auf der nächsten Hauptversammlung am 3. Mai 2019 und der unmittelbar im Anschluss daran stattfindenden gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre entscheiden. Der Tausch soll zwangsweise im Verhältnis 1:1 und ohne Zuzahlung erfolgen, gab das Unternehmen bekannt. Insgesamt liegt das Grundkapital von RWE bei 1,57 Milliarden Euro, wobei 575,7 Millionen Stämme nur 39 Millionen Vorzügen gegenüberstehen.

Aktientausch

Die Meldung ließ die RWE-Vorzüge um satte 18 Prozent haussieren. Auch eine andere Meldung sorgte zuletzt für Phantasie bei den Versorgern. Die deutsche Energiewirtschaft forderte von der Bundesregierung, den Überschuss im Bund in eine Rücklage zum Ausstieg aus der Kohleverstromung zu stecken. Somit soll nach dem Willen des Verbandes der Strukturwandel in den Braunkohlerevieren, die Entschädigung der Kraftwerkseigner und eine Kompensation für die energieintensive Industrie beim Anstieg der Strompreise finanziert werden.

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Das zu Ende gehende Jahr wird der Bund voraussichtlich mit einem Plus von mehr als 10 Milliarden Euro abschließen. In der Kohlekommission wird derzeit darüber beraten, wie schnell Deutschland aus der Stromerzeugung mit Kohle aussteigen könne. Denn bei der Verfeuerung des Brennstoffs wird schließlich besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt. Um die Lücke zu den deutschen Klimazielen zu verkleinern, sollen bis 2022 nun Kohlekraftwerke mit einer Leistung von mehreren Gigawatt stillgelegt werden.

Entschädigung

Stromkonzerne wie RWE bestehen allerdings auf Entschädigungen, sollten ihre Anlagen vorzeitig abgeschaltet werden. Für die Zukunft stellt sich der Konzern bereits heute auf. Durch die Neuordnung der deutschen Energiebranche wird die RWE-Grünstromtochter Innogy zerschlagen und zwischen RWE und E.ON aufgeteilt. Die erneuerbaren Energien finden sich dann wieder bei RWE und werden darüber hinaus um das Ökostrom-Segment von E.ON ergänzt. Im März hatten sich E.ON mit RWE auf diese Aufteilung geeinigt

Die Mehrheit der Analysten äußerte sich zuletzt positiv zur RWE-Aktie. Jefferies bestätigte seine Bewertung als Kauf mit einem Ziel von 24,60 Euro. Kurzfristig könnten mögliche staatliche Kompensationen für den Versorger im Fokus der Anleger stehen, begründete der zuständige Analyst sein Votum. Auch Bernstein Research beließ seine Einstufung trotz der abgesagten Vertriebsfusion zwischen dem britischen Versorger SSE und Innogy auf Outperform mit einem Kursziel von 24,50 Euro. Das höchste Kursziel nannte die NordLB mit 27 Euro.

Aufwärtstrend

Auch aus technischer Sicht befindet sich die Aktie derzeit in guter Verfassung. Seit Ende November beschreiten die Notierungen einen Aufwärtstrend, der aktuell zwischen 18,80 und 20,70 Euro beschrieben werden kann. Dabei erreichten sie ein Hoch bei 19,77 Euro und bestätigten zuletzt trotz des nachlassenden Gesamtmarktes die Unterseite des Trendkanals. Ein weiterer Anstieg könnte über die bisherigen Jahreshochs bis 22,50 Euro hinaus bis den zuletzt Anfang 2015 erreichten Bereich um 25 Euro führen.

RWE (Tageschart in Euro)

Tendenz:

RWE (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 19,77 // 20,63 // 20,70
Unterstützungen: 18,80 // 18,73 // 18,33

Mit einem Mini Future Long (WKN MF41JB) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden RWE-Aktie ausgehen, überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt 23,0 Prozent. Der Einstieg in die spekulative Idee bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an und könnte im Basiswert bei 17,90 Euro platziert werden. Im Mini Future Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs bei 3,93 Euro. Ein Ziel nach oben könnte sich auf weitere Sicht um 24,50 Euro befinden. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee 5,2 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MF41JB Typ: Mini-Future Long
akt. Kurs: 4,92 – 5,00 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 13,97 Euro Basiswert: RWE
KO-Schwelle: 14,70 Euro akt. Kurs Basiswert: 18,85 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 10,53 Euro
Hebel: 3,8 Kurschance: + 110 Prozent
Quelle: Morgan Stanley

Trends-Update: Lanxess

Unsere vor fünf Wochen vorgestellte Short-Idee, mit der WKN CP1S9S auf eine fallende Lanxess-Aktie zu setzen, befindet sich im Gewinn. Der Mini Future Short schloss vor den Feiertagen zum Geldkurs von 2,37 Euro und lag mit 76 Prozent im Plus. Die Aktie kam zuletzt an der Unterseite des Abwärtstrends um 40 Euro an. Wer seinen Gewinn noch nicht mitnehmen, sondern in Erwartung einer fallenden Lanxess-Aktie in dieser Position investiert bleiben möchte, könnte den Stoppkurs im Basiswert auf 43 Euro mitnehmen. Im Mini Future Short ergibt sich ein Stoppkurs von 2,07 Euro, wodurch für diese spekulative Idee bereits ein Gewinn von mehr als 50 Prozent absichert werden kann.

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