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Call auf MDAX Weltmarktführerindex

28.12.2018, 02:19  |  610   |   |   

Der Fokus am Aktienmarkt ist meist auf den einen Leitindex gerichtet. In Deutschland nimmt der DAX diese prominente Rolle ein. So steht die erste Börsenliga stellvertretend für einen steigenden Markt, und andersherum. Entsprechend zielen auch die Prognosen der Analysten auf den DAX ab. Das Handelsblatt befragte 30 Banken, ob der DAX im Jahr 2019 steigen werde. Sie gehen im Durchschnitt von einem um 15 Prozent steigenden Index aus. Aber warum nicht über den DAX-Tellerrand hinaus blicken?

Denn die Entwicklung im DAX im Jahr 2018 war alles andere als erfreulich. Nimmt man nicht den Performance-Index, der gewöhnlich ausgegeben wird, sondern den Kurs-Index, also ohne Berechnung der Dividenden und somit mit anderen Indizes vergleichbar, die ebenso berechnet werden, ergab sich bis gestern zum Handelsschluss ein Minus von 22 Prozent im laufenden Jahr. Der Dow Jones bewegt sich kurz vor dem Jahresende mit sechs Prozent im Minus, der S&P 500 gab im fast beendeten Jahr um sieben Prozent nach.

Zwar weist der MDAX im Jahr 2018 auf ein ähnliches Minus auf wie der DAX, doch tummeln sich in der zweiten Börsenliga viele Weltmarktführer in Nischen. Deutschlands Werte aus der zweiten Reihe konnten sich dem allgemeinen Sog nach unten nicht entziehen. Jedoch gab es rühmliche Ausnahmen: Mit einer Steigerung von 80 auf 110 Euro bereitete der MDAX-Spitzenreiter Sartorius den Anlegern mit einem Plus von 37 Prozent besonders viel Freude. Commerzbank und Wacker Chemie trüben dagegen die Performance.

Weiterhin erwähnenswert: Mit einer Dividendenrendite von 10 Prozent schlägt die Aktie von Freenet alle 30 DAX-Werte. Auch die Aareal Bank bringt es hier auf eine Rendite von 9,4 Prozent. Im DAX an erster Stelle gibt es bei Daimler dagegen zwar respektable 7,8 Prozent, doch weitaus weniger. Gestern wurden in den Indizes der DAX-Familie noch einmal Änderungen vorgenommen. Seitdem gehört der Medizintechnik-Hersteller Carl Zeiss Meditec dem Mittelwerte-Index an und ersetzte dort den Ticket-Vermarkter CTS Eventim.

Aus technischer Sicht könnte der MDAX das Schlimmste schon hinter sich haben. In den letzten vier Monaten rutschte der Index von rund 27000 Punkten auf 21300 Punkte ab und befindet sich auf dem tiefsten Stand seit Ende 2016. Das sieht auf den ersten Blick wüst aus, doch kommt den Notierungen nun der langfristige Aufwärtstrend entgegen, der aktuell zwischen 19000 und 29000 Punkten beschrieben werden könnte. Spätestens hier müsste die Trendwende erfolgen, wonach sich der Aufwärtstrend fortsetzen könnte.

MDAX (Tageschart in Punkten)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 22723 // 24065 // 24824 // 27366
Unterstützungen: 21161 // 20469 // 20100 // 18853

Mit einem Call-Optionsschein (WKN DL98NX) können risikofreudige Anleger, die von einem steigenden MDAX ausgehen, hier überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 17000 Punkten und einer Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 108 Prozent erzielen, wenn der Index bis zum Laufzeitende auf 27000 Punkte steigt. Sollte er höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, wäre eine höhere Rendite möglich.

Zu beachten ist: Falls der MDAX zur Bewertung unter 17000 Punkten schließt, verfällt der Optionsschein wertlos. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,001 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste der Index am Bewertungstag bei 25800 Punkten (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus der spekulativen Idee wäre zu erwägen, sollte der Index unter 20000 Punkte fallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DL98NX Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 4,78 – 4,80 Euro Emittent: Deutsche Bank
Basispreis: 17.000 Punkte Basiswert: MDAX
akt. Kurs Basiswert: 21.301 Punkte
Laufzeit: 18.12.2019 Kursziel: 10,00 Euro
Omega: 3,8 Kurschance: + 108 Prozent
Quelle: Deutsche Bank
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