DAX+2,63 % EUR/USD-0,16 % Gold-0,83 % Öl (Brent)+0,99 %
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Bescheidene Gewinne zum Jahresauftakt 2019
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Bescheidene Gewinne zum Jahresauftakt 2019

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.01.2019, 22:48  |  1199   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein überzeugender Neustart sieht anders aus: Nach einem schwachen Börsenjahr dominiert an der Wall Street weiter Zurückhaltung, wie die nur moderaten Gewinne am Mittwoch zeigten, dem ersten Handelstag 2019. Sorgen um die Weltkonjunktur, die von schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten neue Nahrung erhielten, schoben zu viel Euphorie einen Riegel vor.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,08 Prozent fester bei 23 346,24 Punkten. 2018 war der US-Leitindex um über fünfeinhalb Prozent gesunken und hatte so die schlechteste Jahresbilanz seit der Finanzkrise 2008 verzeichnet - daran konnte auch der freundliche Handelsschluss an Silvester nichts mehr ändern.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Mittwoch letztlich 0,13 Prozent auf 2510,03 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 schaffte ein deutlicheres Plus von 0,49 Prozent auf 6360,87 Zähler.

In China war die Stimmung bei kleinen und mittelgroßen Industriebetrieben im Dezember unter die Schwelle von 50 Punkten gefallen, die eine Expansion der Wirtschaft signalisiert. Experten wurden von der Entwicklung überrascht: Sie hatten damit gerechnet, dass der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Indikator auf dem Niveau vom Vormonat verharrt. Laut dem Finanzmarktstrategen Vatsala Datta von RBC Capital zieht dies eine Risikoscheu der Anleger nach sich.

Die Finanzmärkte in Atem hält auch weiter der Regierungsstillstand in den USA, der schon seit dem 22. Dezember andauert - mit der Finanzierung der Grenzsicherung nach Mexiko als zentralem Streitpunkt. Zwar hat Präsident Donald Trump die Führungsleute der Demokraten und Republikaner aus dem Kongress für den späten Mittwochabend deutscher Zeit zu einer Unterrichtung über die Grenzsicherung eingeladen.

Eine Einigung ist bislang aber nicht in Sicht. Der "Shutdown" wird damit den neuen US-Kongress beschäftigen, der am Donnerstag zu seiner ersten Sitzung in neuer Konstellation zusammenkommen wird. Durch die Zwischenwahl Anfang November haben sich die Kräfteverhältnisse im Kongress verschoben. Der Senat bleibt in der Hand der Republikaner, im Repräsentantenhaus aber haben dann die Demokraten die Mehrheit.

Unter den Einzelwerten stach Tesla mit einem Kursrutsch von knapp sieben Prozent negativ heraus - damit waren die zuletzt etwas erholten Aktien des Elektroautobauers Schlusslicht im Nasdaq 100. Tesla enttäuschte die Anleger mit seinen Auslieferungszahlen für das Model 3 im Schlussquartal 2018, obwohl diese sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht hatten, und kündigte zudem Preiskürzungen an.

Im Dow gehörten die Titel des Pharmakonzerns Merck & Co mit gut einem Prozent Minus zu den größten Verlierern - 2018 hatten sie mit fast 36 Prozent Plus unangefochten die Gewinnerliste im US-Leitindex angeführt. Genau umgekehrt war es bei der Bank Goldman Sachs , im vergangenen Jahr auch wegen eines Geldwäsche- und Korruptionsskandals mit einem Wertverlust von mehr als einem Drittel noch abgeschlagenes Schlusslicht: Deren Aktien machten mit einem Kursanstieg um knapp drei Prozent wieder ein wenig Boden gut.

Die Anteilscheine der Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron profitierten mit Gewinnen von mehr als beziehungsweise knapp zwei Prozent davon, dass die anfangs schwachen Ölpreise deutlich anzogen.

Für Arconic ging es um rund zehn Prozent auf 18,56 US-Dollar hoch. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, der Finanzinvestor Apollo Global Management führe Gespräche zur Übernahme des Industrieunternehmens und biete 22 Dollar je Aktie. Die Transaktion könnte bis Mitte Januar über die Bühne gehen, aber noch könnten die Verhandlungen scheitern, hieß es weiter. Die Apollo-Titel gewannen über ein Prozent.

Der Euro gab deutlich nach und kostete im US-Handel zuletzt 1,1346 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1397 (Montag: 1,1450) US-Dollar festgesetzt, der Dollar hatte damit 0,8774 (0,8734) Euro gekostet. Zehnjährige US-Staatsanleihen stiegen um 12/32 Punkte auf 104 6/32 Punkte und rentierten mit 2,64 Prozent./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel