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    New York  12302  0 Kommentare Immobilienmarkt fährt in den Keller

    Manhattans Immobilienmarkt erlebte 2018 das schwerste Jahr seit dem Immobiliencrash von 2009. Im vergangenen Jahr sorgten vor allem Steueränderungen, Börsenturbulenzen und nervöse ausländische Käufer für das schlechteste Jahr seit der Finanzkrise.

    Die Hausverkäufe in Manhattan sind im vergangenen Jahr um 14 Prozent gesunken - der stärkste Rückgang der Branche seit 2009, so ein Bericht der renommierten New Yoker Immobiliengesellschaften Douglas Elliman and Miller Samuel.

    Im vierten Quartal 2018 fiel der durchschnittliche Preis für eine Wohnung in New York City erstmals seit drei Jahren wieder unter eine Million US-Dollar. Darüber hinaus war der Umsatzrückgang im vierten Quartal der fünfte in Folge.

    Jonathan Miller, CEO des Gutachterunternehmens Miller Samuel, prognostiziert, dass sich 2019 die Lage wahrscheinlich nicht verbessern wird - auch wenn die Rückgänge nicht so schwerwiegend wie 2018 sein könnten. "Wir werden eine anhaltende Schwäche sehen, aber es wird ein moderaterer Rückgang sein", sagte Miller. Und weiter: "Ich denke, der größte Teil der Korrektur wurde 2018 durchgeführt".

    Miller geht davon aus, dass es weiterhin für Immobilien für sieben bis zehn Millionen US-Dollar schwierig sein wird einen Käufer zu finden. Darüber hinaus wird der Markt mit Studio- und Einzimmerwohnungen überschwemmt. Aktuell sind Luxusimmobilien  - 10 Prozent des Marktes, rund 16 Monate auf dem Markt. "Ich glaube nicht, dass sich der Luxusmarkt so sehr verändern wird", meint Miller. Und weiter: "Aber erwarten Sie in nächster Zeit keine echten Schnäppchen". 

    Zu den wesentlichen Faktoren für die Marktkrise gehörten: ein Überangebot an Luxusimmobilien, ein Nachfragerückgang ausländischer Kaufinteressenten und eine Verlangsamung der Konjunktur durch neue Handelszölle. Auch wird erwartet, dass die volatilen Aktienmärkte die Kaufinteressenten zumindest für Anfang 2019 noch vorsichtig agieren lassen.

    "Der Markt war 2015, 2016, sehr heiß, und wir brauchten eine natürliche Korrektur", sagte Matthew Hughes, ein Broker bei Brown Harris Stevens. Laut Hughes wird die Krise auch darin deutlich, dass erstmals kostenlos Butler- oder Auto-Service, Werbegeschenke, die Übernahme von Anwaltskosten u. ä. angeboten wurden. 

    Neben dem steigenden Bestand an Luxusneubauten, nahm der Anteil an Bestandsimmobilien auf dem Markt zu: Plus 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Somit haben Kaufinteressenten mehr Verhandlungsspielraum. Oftmals sind Verkäufer bereit den Preis für den Deal zu senken. Somit wurden viele Wohnungen 2018 für weniger als den ursprünglichen inserierten Preise verkauft: der durchschnittliche Rabatt betrug 6,2 Prozent auf den letzten Preis.

    Diese Informationen machen deutlich, dass der New Yorker Immobilienmarkt in einem letzten Zyklus vor der Korrektur angekommen ist. Diese Korrektur kann mehrere Jahre dauern, denn viele Verkäufer nehmen ihre Immobilien von Markt. 

    Quellen:

    CNBC

    Bloomberg





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