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Das Ende von Bitcoin: Was sagen die Influencer?

Gastautor: Robby Schwertner
04.01.2019, 11:52  |  3430   |   |   

Das Jahr 2018 war brutal. Bitcoin sackte vom Höchststand im Dezember 2017 bei 19.700 US-Dollar auf unglaubliche 3.500 US-Dollar im Dezember 2018 ab. Das ist ein Verlust um satte 82 Prozent. Da kommen sogar die eingefleischten Bitcoin-Evangelisten ins Schwitzen. 

Ist allgemein Panik angesagt?

Muss man verkaufen? 

Ist Bitcoin ist tot?

Der Wert der Kryptowährung hat sich im letzten Jahr massiv verringert. Allerdings sprechen sich Experten dafür aus noch abzuwarten. Es ist nicht aller Tage Abend, noch sieht es nach einer - wenn auch gigantischen - Korrektur aus. Meine Kontakte in der Krypto-Szene sprechen zwar auch von Depression, von "die Luft ist raus", aber sie sehen durchaus jetzt Chancen für einen Neueinstieg.

Allerdings lassen sich die Verluste von Bitcoin & Co nicht einfach schönreden. Wer an der Spitze des Bullruns von 2017 eingestiegen ist, verbucht seither ein enormes Minus. Trotzdem bedarf auch diese Talfahrt einer Einordnung.

Was sagen wichtige Persönlichkeiten der Krypto-Szene?

Bobby C Lee ist Gründer der ersten Kryptowährungsbörse in China. Ich kenne ihn als gut gelaunten freundlichen und durchaus kritischen Denker. Bobby ist früher Bitcoiner, schon lange im Markt aktiv und Sprecher auf vielen internationalen Konferenzen. Er sieht 4 grundlegende Fehler beim Bitcoin-Investment:

1. Die Unentschlossenheit, Bitcoin zu kaufen.
2. Zu wenig zu kaufen.
3. Verkauf mit geringem Gewinn.
4. Panikverkauf.

Lee schreibt auf Twitter zum jüngsten Kursverlust von Bitcoin, dass man die Nerven bewahren soll. Er meint, dass Bitcoin ein langfristiges Investment sei und dass man nicht auf den schnellen Profit hoffen sollte. Stimmt! 

Die frühen Investoren können die jüngste Talfahrt sicher mit mehr Gelassenheit nehmen. Bitcoin-Newcomern kann ich nur ans Herz legen, dass Bitcoin-Crashs zum Krypto-Trading dazu gehören. Wer meint, dass sich der aktuelle Kursverlust substanziell von früheren Abstürzen unterscheidet kann getrost in die Vergangenheit zurückblicken. Die sogenannten Crashes gab es schon mehrmals.

Der umstrittene Influencer John McAfee, Gründer der Anti-Computervirus Firma McAffee sieht es ebenfalls optimistisch. Die Meinungen von Bitcoin-Guru McAfee sind oft heftig auf Social Media Kanälen diskutiert, allerdings fasst er diesmal gut zusammen:

"Die Leute geraten in Panik. Doch das ist […] nicht gerechtfertigt. Wir befinden uns in einem Bärenmarkt. Ich bin jetzt 73 Jahre alt und habe so etwas schon oft auf vielen Märkten gesehen. Bärenmärkte sind wie der Winter. Es folgt immer ein prächtiger Frühling".

Gut, aber nicht vergessen, der Winter kann lange dauern. Und wann der Frühling beginnt, verrät uns auch McAffee nicht.

Wie wird sich Bitcoin weiter entwickeln?

Wann Bitcoin die Talsohle erreicht, lässt sich nicht abschätzen. Und wo der Tiefpunkt ist, weiß niemand. Es gibt aber ein paar vielversprechende Support-Level, bei denen eine Kurswende möglich ist. So hält Crypto-Analyst Murad Mahmudov einen Crash auf 3.000 US-Dollar für möglich, dann sei aber Schluss. Naja, wir werden sehen. 

Ich persönlich halte Bitcoin-Kurse bis auf 1.500 US-Dollar für möglich, eine starke psychologische Barriere ist sicherlich bei 1.000 US-Dollar, Kurse darunter sind aus heutiger Sicht für mich schwer vorstellbar, weil ich glaube, dass hier viele Kaufsignale anschlagen.

Der Kryptomarkt ist aber unberechenbar. Wir befinden uns derzeit in einer Akkumulationsphase, dh neue Käufer steigen in den Markt ein. Sehr langsam und andere steigen bei etwas höheren Kursen aus, nehmen geringe Gewinne mit. Es gibt Hinweise aus dem OTC-Markt, dass sich Großanleger massenweise mit Bitcoins eindecken, jedesmal, wenn der Markt absackt. Gute News also bei ingesamt rauem Klima.

Wertpapier
BTC zu USD


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Kommentare

und jetzt auch noch https://www.krypto-monitor.com/news/attacke-ethereum-classic-coinbase/... bussi baba mein kryptowährung investment
Bitcoin ist eine Luftnummer. Riesige Energieverschwendung und dadurch auch enormer Beitrag an der weltweiten Umweltverschmutzung. Und kein realer Wert dahinter. Nur der Glauben. Diese Modeerscheinung unserer Zeit wird verschwinden wie Klick-Klack und Tamagotchi.

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