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DAX-Wochenplan: Nach Fehlstart doch eine grüne DAX-Woche

DAX-Wochenplan Nach Fehlstart doch eine grüne DAX-Woche

Gastautor: Andreas Mueller
06.01.2019, 08:53  |  10851   |   |   

Ist mit diesem positiven Wochenausklang der Abwärtstrend erst einmal beendet und das neue Jahr nach einer ersten Orientierungssuche in die positive Richtung gelenkt? Antworten darauf möchte ich in folgender Wochenanalyse finden.

Das Handelsjahr 2019 begann mit einer kleinen Überraschung. Alle zuvor getroffenen Indikationen der Broker und Handelshäuser mussten am ersten DAX-Handelstag revidiert werden. Nach dem roten Jahresabschluss (siehe Vorwochenanalyse) wurde zuerst von einem positiven Start in das neue Jahr ausgegangen. Doch der DAX startete entgegen diesen Vorausschätzungen nicht im Plus, sondern mit einem GAP auf der Unterseite und baute diese Verluste in der ersten Handelsstunde sogar noch schnell aus. Das so entstandene Momentum sorgte nicht nur für einen Bruch der 10.500er-Marke, sondern auch wenig später für das Unterschreiten der 10.400:

 

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Über diesen holprigen Jahresstart hatte ich Ihnen in diesem DAX-Artikel ein paar mehr Worte an die Hand gegeben. Ebenso dynamisch wie nach der Eröffnung kamen die Kurse schließlich zum Startpunkt zurück und konnten das GAP bereits zur Mittagszeit schließen. Am Tagesende näherten wir uns schliesslich sehr genau der Abwärtstrendlinie an, welche ich in der Vorwochenanalyse skizzierte und hier als "Rückblick" noch einmal aufzeigen möchte:

 

 

Sie dominierte den DAX noch einen Tag weiter - den Donnerstag. Hier kam es vor allem zum späten Handel an der Wall Street zu Abgabedruck und Sorgen über die weitere Entwicklung der Konjunktur. Auslöser war eine Umsatzwarnung des Technologieschwergewichts Apple, dessen iPhone-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen lagen. Daher mussten die Zahlen für das erste Quartal korrigiert werden - mit Signalwirkung für den gesamten Technologiesektor, wie hier kurz ausgeführt.

 

Die Aktie verlor zwischenzeitlich 10 Prozent und steuerte auf ein neues Jahrestief zu. Vom Hoch ist sie nun mehr als 30 Prozent entfernt und damit über eine normale Korrektur hinaus. Selbst Warren Buffet hat damit nun einen Milliardenverlust, wie die Redaktion von wallstreet-online hier beschrieb.

 

 

Bereits einen Tag später konnten diese Sorgen allerdings schon wieder abgelegt werden. Am letzten Handelstag der Woche stand der DAX zur Börseneröffnung mit positiven US-Futures im Rücken über 10.500 Punkten und damit zwischen zwei GAPs, wie im Forum entsprechend diskutiert wurde:

 

 

Eine Entscheidung stand schnell an - das GAP auf der Oberseite wurde bis zum Mittag geschlossen und damit auch der gezeigte Abwärtstrend überschritten. Positive Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgten bereits vor Eröffnung der Wall Street für einen weiteren Impuls, der den Dow Jones über 23.000 Punkte und damit dem Gesamtmarkt weitere Kraft gab. In den USA stiegen die „Nonfarm Payrolls“ um 312.000 Stellen und zeigten damit den größten Anstieg seit Februar 2018 am Arbeitsmarkt an. Eine Abweichung von nahezu 100 Prozent zu den Prognosen!

Kein Wunder also, dass der Dow Jones im Zuge dieser positiven Daten massiv anstieg und im weiteren Handelsverlauf die Verluste des Vortages aufholen konnte:

 

 

Er schloss zum Handelsende sogar in der Nähe seiner Wochenhochs und könnte damit einen Grundstein für weitere Kursgewinne gelegt haben. Immerhin war dies auch das Wochenhoch:

 

 

Für den DAX löste das einen entsprechenden Impuls aus, ihn aus dem Abwärtstrend zu befreien. Als die 10.600 überschritten waren, gab es keinen Blick mehr zurück. Man sieht den Durchbruch mit Momentum im klassischen Chartbild des Monats Dezember bis jetzt, hier als XTB-Kontrakt der CFD Indikation dargestellt:

 

 

Dieser Ausbruch des Abwärtstrends ist zuallererst als sehr gute Voraussetzung für die Bullen zu werten. Zoomen wir in dieses Chartbild hinein, so ergibt sich eine sehr schöne Aufwärtsbewegung im Stundenchart, die über alle bisherigen Wochenhochs reichte:

 

 

Damit kommen jetzt wieder übergeordnete Chartbereiche in den Fokus, an denen wir uns Anfang Dezember orientierten. Sie lagen um 10.820 bis 10.840 Punkte und sind nun als nächster Widerstand zu manifestieren:

 

 

Hier sollte aus meiner Sicht die jüngste Aufwärtsbewegung stoppen und in eine Konsolidierung übergehen. Es ergibt sich zumindest eine Short-Gelegenheit auf kurzfristigen Zeiteinheiten, welche ich dann in meinen Kanälen dokumentieren werde. Potenzial dafür ist bis zur 10.730 und untergeordnet womöglich auch bis kurz über das Ausbruchsniveau bei 10.650 Punkten vorhanden. Beide horizontalen Auffanglinien habe ich im gleichen Chartbild markiert:

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