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Nord Stream USA ergreifen Maßnahmen gegen Nord Stream 2

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
06.01.2019, 18:14  |  10214   |   |   
Washington (dts Nachrichtenagentur) - Die Regierung von US-Präsident Donald Trump bereitet einen strategischen Schlag gegen die Gas-Pipeline Nord Stream 2 vor. Nach Informationen des "Handelsblatts" (Montagausgabe) aus US-amerikanischen und deutschen Regierungskreisen nehmen die USA die Spezialfirmen ins Visier, die die Leitung auf dem Grund der Ostsee verlegen. Es gehe darum, wirtschaftlichen Druck auszuüben, heißt es, auch Sanktionen würden geprüft.

Der für Europapolitik zuständige Staatssekretär im US-Außenministerium, Wess Mitchell, hat Gesprächspartnern signalisiert, dass die US-Regierung alles tun werde, um das Pipeline-Projekt zu durchkreuzen. Auch Richard Grenell, der US-Botschafter in Deutschland, droht unverhohlen mit Sanktionen: Unternehmen, die sich an dem Projekt beteiligen, seien "immer in Gefahr, da Sanktionen durchaus möglich sind", sagte er dem "Handelsblatt". Mit Sanktionen gegen die Verlege-Unternehmen würden die US-Amerikaner einen neuralgischen Punkt treffen. "Es dürfte so gut wie unmöglich sein, adäquaten Ersatz zu finden", hieß es in Branchenkreisen. Es gebe keinen "kein Plan B". Nord Steam 2 soll noch mehr russisches Gas auf direktem Weg nach Deutschland leiten und würde aus Sicht ihrer Befürworter einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit leisten. Gegner hingegen befürchten, dass die Pipeline vor allem dem Machtstreben des Kreml diene. Besonders scharfe Kritik kommt aus Polen. Im "Handelsblatt" fordert der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz einen Stopp der Bauarbeiten. Die Pipeline zerstöre den Effekt der EU-Sanktionen gegen Russland und bedrohe die Unabhängigkeit der Ukraine: "Wenn der russische Gas-Transit durch die Ukraine wegfällt, verliert das Land nicht nur erhebliche Einnahmen, sondern vor allem die Garantie eines Schutzes vor weiteren russischen Aggressionen."

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Kommentare

Es bräuchte eine Art Hermes Bürgschaften für die Ausfallrisiken durch U.S. Sanktionen.
Und klare Kante zeigen, Botschafter Grenell ausweisen, Vertrag über Ramstein und Stuttgart canceln. Die U.S. sorgt sich um den Verbrecherstaat Ukraine, weil der Sohn von Joe Biden da beim größten Energiekonzern mitmischt.
Die Sorge der Ukraine ist geheuchelt, da sie schon jetzt von D aus rückwärts mit russischem Gas versorgt werden können. Es sit ja garnich einzusehen, dass sie mit ihren maroden Gasleitung noch Geld verdienen wollen fürs Durchleiten. Was sie wollen, ist bei Bedarf klauen können.
Der springende Punkt ist ,daß nach einem Statement von Dominique Ristori vom 8.4.2018 (Express.co.uk)die EU -Kommission schon klar Stellung genommen hat gegen Nordstream 2 und dies sehr einsichtig begründet hat . Damals war die Wut gegen Merkels Alleingang riesig bei den EU-Partnern . Wenn jedes 2. Wort der Bundesregierung "Konsens mit unseren EU-Partnern " ist , sieht man ganz klar ,das das nicht stimmt.Alleingänge sind aber nicht neu ,siehe 2015 ,der Preis ist die Spaltung Europas . Cui bono ? Amerika ? China ? Oder ... ?
Man kann gegen Schröder ja viel haben, aber sein Einsatz zur Realisierung von Nordstream 2 ist nur zu begrüßen. Damit ist Mitteleuropa in der Gasversorgung nicht mehr durch die autokratische und kleptomanische Bereicherungsdiktatur in der Ukraine erpressbar. Und Polen wird sich daran gewöhnen müssen, ebenfalls kein Druckmittel in der Hand zu haben.
Wer hier im Forum den US-amerikanischen Interessen das Wort redet und die schamlose Erpressung von am Bau beteiligten Unternehmen durch die amerikanische Politik auch noch verteidigt, dem sei politische, strategische und ökonomische Blind- und Dummheit attestiert. Und immer wieder gebetsmühlenartig den bösen Zaren Putin aus der Mottenkiste des kalten Krieges rauszuholen, ist schlicht nur noch von vorgestern.
Die deutsche Bananenrepublik hat sich durch die irren Fehler der grossen Vorsitzenden so sehr destabilisiert, dass kaum noch Widerstand zu erwarten ist.

Gilt ebenso fuer Huawei, die man dann wohl durch Konzerne ersetzen wird, die Schnittstellen fuer die US Ueberwachungsdienste bereitstellen.
Partnern droht man nicht sondern man spricht mit Ihnen.
Daraus folgt: USA ist kein Partner (mehr) von Europa.

Hier kommentiert offensichtlich ein Lobbyist der Fracking-Fraktion.
So dreist wie neuerdings hat USA noch nie seine Wirtschaftsinteressen durchgedrückt.
Das kann höchstens noch von den Chinesen getoppt werden.

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