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Bund als Commerzbank-Aktionär Politiker fordern Ausstiegsplan

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
07.01.2019, 18:07  |  4791   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Zehn Jahre nach der Teilverstaatlichung der Commerzbank fordern Politiker von CDU, SPD und FDP einen Plan für den Ausstieg des Bundes. "Die Beteiligung des Bundes ist kein Dauerzustand", sagte Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der Unions-Fraktion im Bundestag dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe). Es sei daher richtig, "Wege für einen Ausstieg zu prüfen." Ähnlich äußerte sich Florian Toncar, finanzpolitischer Sprecher der FDP: "Die Bundesregierung muss jetzt eine klare Strategie finden, wie sie sich vollständig aus der Commerzbank zurückzieht", sagte er dem Blatt.

"Der Staat kann nicht gleichzeitig an einer bestimmten Bank beteiligt sein und andererseits alle Banken als neutraler Schiedsrichter nach gleichen Standards beaufsichtigen." Am 8. Januar 2009 war der Bund als Einzelaktionär bei der Commerzbank eingestiegen. Noch heute hält er 15,6 Prozent an dem Geldinstitut. Würde sich der Bund von diesen Anteilen trennen, wäre das derzeit aber ein Verlustgeschäft. Das Aktienpaket, für das der Bund einst 5,1 Milliarden Euro ausgab, ist heute nur noch 1,2 Milliarden Euro wert. Die Bundesregierung hat derzeit deshalb auch keine akuten Pläne, sich von den Anteilen zu trennen.


3 Kommentare

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Kommentare

Wenn sie jetzt mit der Diskussion beginnen könnte bis zum Abschluß die Kurse sich wieder erholt haben....
Ansonsten umgekehrt...und es droht wie bei HSH Nordbank das nächste Desaster, was übrigens der Aktuelle Finanzminister Scholz HH - Schleswig Holstein eingebrockt hat (10 Mrd€ plus)
Das kann man ja inzwischen fast täglich lesen: "Politiker fordern...".

Und meist unglaublich sinnvolle Forderungen, die die Bürger nicht verstehen wollen, weil sie eben von minderem Verstande sind.
Leider haben die selben Politiker völlig vergessen, dass sie selbst auch was leisten sollten. Im Sinne der Wähler.

Die CoBa-Rettung war von Anfang an volkswirtschaftlicher Unsinn. Diese Verlustinvestition wird wieder der Steuerzahler tragen müssen, nicht der Staat, weil der eben selbst kein Geld hat!
Deutschland gilt als absolut "overbanked", wie es neusprachlich so schön heißt. Ohne CoBa wäre dies schon wesentlich besser.
Unsere Finanzexperten werden uns schon das nächste Verlustabenteuer zubereiten. Sind ja schließlich alles höchst qualifizierte Politiker.
Naja,mal gewinnt man,mal verliert man,der Bund hatte bei all seinen Commerzbank-Rettungen,in der Vergangenheit auch schon oft mal Gewinn gemacht!
Jetzt,hatter eben die Bürger mit diesen Niedrig-Zinsen nebenher heimgesucht und sie für seine Europa-Pläne nebenher zu Ader gelassen,man kann nicht alles haben,gelle?

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