DAX-0,69 % EUR/USD-0,06 % Gold0,00 % Öl (Brent)+0,33 %

NVIDIAs größte Hürde für 2019

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.01.2019, 08:00  |  692   |   |   

Der Chiphersteller NVIDIA (WKN:918422) kam im letzten Quartal 2018 ziemlich unter die Räder. Die jüngsten Ergebnisse und der dazugehörige Ausblick entsprachen nicht den Erwartungen und beendeten eine goldene Periode, in welcher der Grafikchip-Spezialist ein schnelles Wachstum erzielte und den breiteren Markt leicht übertraf.

Die schlechte Nachricht ist, dass NVIDIA dank der Kryptowährungskrise, die zu einem übermäßigen Inventar  an GPUs (Grafikprozessoren) geführt hat, angeschlagen in das Jahr 2019 geht. Daher hat das Unternehmen Schwierigkeiten, seine Karten zu verkaufen und muss auch mit einer schwächeren Preisgestaltung rechnen, da die Krypto-Miner ihnen nicht mehr die Karten aus den Händen reißen.

NVIDIA schätzt, dass die Korrektur noch einige Quartale andauern wird. Aber das garantiert keine Rückkehr zu den glorreichen Tagen, denn NVIDIA steht vor einer großen Hürde in Form der neuen GPU-Architektur von Advanced Micro Devices (WKN:863186).

AMDs neue Waffe

PC-Spiele werden mit jeder Generation komplexer und grafikintensiver, weshalb die Nachfrage nach leistungsfähigeren und stromsparenden GPUs steigen wird. Die Verkleinerung der Größe des Prozessorkerns ist eine Möglichkeit, die GPU-Leistung zu steigern und gleichzeitig den Stromverbrauch im Griff zu behalten.

Ein kleinerer Prozessorkern bedeutet, dass mehr Transistoren auf kleinstem Bereich eng beieinander liegen. Infolgedessen legen die Elektronen in einem Chip, der mit einem 7-Nanometer-(nm)-Prozess hergestellt wird, eine kürzere Strecke zurück als bei 14 nm. Deshalb liefert der auf dem kleineren Kern aufgebaute Chip mehr Rechenleistung pro Watt verbrauchter Energie.

Der Vorteil von AMD ist, dass es so aussieht, als würde es NVIDIA beim Wettlauf um die kleineren Prozessorkerne überholen. Das Unternehmen hat kürzlich einige Radeon-Instinct-GPUs vorgestellt — die MI60 und die MI50 –, welche die weltweit ersten Grafikkarten auf Basis eines 7nm-Prozesses sind. Diese Karten sind für Rechenzentren und nicht für Mainstream-Gaming gedacht, doch es sollte nicht lange dauern, bis AMD diese Technologie auch für Consumer-GPUs einsetzt.

AMD-CEO Lisa Su wird voraussichtlich am 9. Januar auf der CES 2019 eine Keynote halten, wo sie „die vielfältigen Anwendungen für neue Computertechnologien vorstellen wird, die von der Lösung einiger der härtesten Herausforderungen der Welt bis hin zur Zukunft von Gaming, Unterhaltung und Virtual Reality mit dem Potenzial zur Neudefinition des modernen Lebens reichen“.

Gary Shapiro, der als CEO der Consumer Technology Association die CES 2019 organisiert, sagte in einer Pressemitteilung, dass Su „ein Bild der nächsten Generation von Computern vermitteln wird, die dazu beitragen werden, die Zukunft von Gaming und virtueller Unterhaltung neu zu definieren“. Es besteht also eine große Wahrscheinlichkeit, dass AMD bald Consumer-Grafikprozessoren auf Basis des 7nm-Fertigungsprozesses vorstellen könnte.

NVIDIA plant Berichten zufolge, seine eigenen 7-nm-GPUs im Lauf des Jahres 2020 auf den Markt zu bringen. Damit könnte AMD der erste Anbieter mit einer 7-nm-Consumer-Grafikkarte auf dem Markt sein und NVIDIA schlagen, das kürzlich erst neue Karten auf Basis des 12-nm-Prozesses auf den Markt brachte.

Wo steht NVIDIA?

AMD ist es in letzter Zeit gut gelungen, im Bereich GPUs Fuß zu fassen, aber NVIDIA hat sich im dritten Quartal beeindruckend gewehrt. Ein Bericht von Jon Peddie Research über den GPU-Markt im dritten Quartal 2018 bezifferte den Marktanteil von NVIDIA auf 74,3 %, was einem deutlichen Anstieg gegenüber 63,9 % im zweiten Quartal entspricht.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die neuesten GPUs der 20er-Serie verhalten. NVIDIA hat seine neuen Grafikkarten im September auf den Markt gebracht, und die ersten Berichte waren durchwachsen. Hohe Preise, begrenzte Leistungssteigerungen und Qualitätsprobleme könnten NVIDIA im letzten Quartal heimsuchen und zu den Problemen beitragen, die von den Kryptowährungen herrühren.

Es gibt Berichte, dass einige der RTX 2080 Ti von NVIDIA Qualitätsprobleme aufweisen. Analysen und Anwenderberichte von Drittanbietern deuten auf eine Überhitzung der Grafikkarten hin.

Die schlechte PR könnte AMD kurzfristig einen Vorsprung vor NVIDIA verschaffen und eine Trendwende erschweren. NVIDIA erwartet für dieses Quartal einen Rückgang der Umsätze und eine Verlangsamung des Umsatzwachstums im kommenden Geschäftsjahr. Daher könnte sich die Dynamik im GPU-Bereich im nächsten Jahr verschieben, wenn AMD seine 7-nm-Karten auf den Markt bringt, während NVIDIA mit den Problemen einer verpatzten Produkteinführung und dem überschüssigen Inventarbestand  kämpft.

Bist du bereit, wie ein Profi zu investieren?

Profis schätzen nicht den richtigen Zeitpunkt ab, um zu kaufen oder zu verkaufen. Sie bauen Finanzmodelle, um den Wert eines Unternehmens zu errechnen und sie nutzen diese Modelle, um Schnäppchen zu jagen. Jetzt kannst du hinter den Vorhang blicken und sehen wie diese Modelle funktionieren. Im neuen Sonderbericht von The Motley Fool Deutschland bringt dir unser Geschäftsführer bei, wie man Finanzmodelle baut. Klick hier, um deine kostenlose Kopie zu sichern.

Seite 1 von 3

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel