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Pressemeldung: Union Investment: Marktbericht Dezember 2018
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Pressemeldung Union Investment: Marktbericht Dezember 2018

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.01.2019, 10:00  |  610   |   |   

Deutliche Kursverluste zum Jahresausklang bei den Aktien. Zugewinne an den Staatsanleihemärkten bei den Renten.

Aktien: Deutliche Kursverluste zum Jahresausklang

Renten: Zugewinne an den Staatsanleihemärkten

Aktienmärkte: Sowohl am US-Markt als auch im Euroraum schlossen die Aktienmärkte mit erheblichen Kursverlusten. Politische Faktoren, die Angst vor einem Rückgang der Konjunktur sowie Äußerungen seitens der US-Notenbank belasteten.

Rentenmärkte: Die als sicher geltenden Staatsanleihen aus den USA und Deutschland konnten im Dezember von der allgemeinen Unsicherheit profitieren. Konjunktursorgen und die Aussicht auf eine künftig weniger restriktive US-Zinspolitik ließen die Anleihenotierungen steigen. Die Renditen fielen vor allem in den USA sehr deutlich.

Die Aktienmärkte

Europa

Europäische Aktienmärkte erreichen Jahrestiefpunkt

Europas Aktienmärkte haben die Kursverluste der Vormonate im Dezember deutlich ausgebaut. Der EURO STOXX 50-Index verlor 5,4 Prozent, der marktbreite STOXX Europe 600-Index verbuchte einen Wertverlust von 5,5 Prozent. Zahlreiche europäische Aktienindizes erreichten im Dezember Jahrestiefststände. Somit zeigt sich für das Gesamtjahr ein deutlich negatives Bild: Der EURO STOXX 50-Index verlor 2018 14,3, der STOXX Europe 600-Index 13,2 Prozent.

Sorgen um eine Abkühlung der Weltwirtschaft drückten im Dezember auf die Stimmung an den Kapitalmärkten. Auslöser hierfür waren vor allem schwache Wirtschaftsdaten aus Deutschland, den USA und China. Außerdem belastete die US-Zinsstrukturkurve, die im Laufzeitenbereich zwei bis fünf Jahre in der ersten Dezemberwoche invertierte. In der Vergangenheit folgte auf ein derart untypisches Zinsbild meist eine Rezession. Dadurch gerieten die Aktien unter Verkaufsdruck.

Eine zusätzliche Belastung stellten politische Unsicherheiten dar: Zu Beginn des Monats schwächten Proteste der sogenannten Gelbwesten in Frankreich die Börsen. Die Entwicklungen rund um den Brexit wirkten sich besonders in der zweiten Monatshälfte auf die Märkte aus: Die für den 11. Dezember vorgesehene Abstimmung im britischen Parlament über die zwischen der Europäischen Union (EU) und der britischen Regierung ausgehandelte Einigung wurde kurzfristig auf Mitte Januar verschoben. Zudem musste sich Premierministerin Theresa May am 12. Dezember einem Misstrauensvotum ihrer Partei stellen. Sie konnte dieses zwar gewinnen, aber nur mit einer knappen Mehrheit. Der FTSE 100-Index verlor somit 3,6 Prozent.

Positive Entwicklungen konnten dagegen in der italienischen Haushaltsdebatte vermeldet werden. Nach monatelangem Streit einigten sich die italienische Regierung und die EU auf einen Kompromiss, sodass ein Strafverfahren gegen Italien vorerst ausbleibt. Dennoch verlor der FTSE MIB-Index 4,5 Prozent.

Neben dem sich eintrübenden Konjunkturumfeld dürfte auch der nach wie vor schwelende Handelskonflikt die europäischen Börsen in den kommenden Wochen belasten. Vorerst ist daher mit schwankungsanfälligen Märkten zu rechnen.

Deutschland

Abverkauf bei deutschen Aktien

Deutsche Aktien haben im Dezember die Kursverluste der Vormonate ausgebaut. Der DAX 30-Index mit den größten Konzernen des Landes verlor 6,2 Prozent und fiel damit auf sein Zweijahrestief. Auf Jahressicht liegt das Börsenbarometer damit 18,3 Prozent im Minus. Der MDAX-Index, der sich aus Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung zusammensetzt, büßte im Dezember 8,0 Prozent ein. Die im SDAX-Index gelisteten kleineren Gesellschaften gaben um 9,4 Prozent nach, während die im TecDAX-Index geführten Technologiefirmen Abschläge in Höhe von 5,4 Prozent verzeichneten.

Globale Konjunktursorgen und (geo-)politische Risiken lasteten auf dem deutschen Aktienmarkt. Zu Monatsbeginn legten Proteste der sogenannten Gelbwesten in Frankreich, dem größten Handelspartner der Bundesrepublik, das Wirtschaftsleben teilweise lahm und beeinträchtigten damit auch die Börsenstimmung. Hinzu kamen die Turbulenzen um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU): Die Verschiebung der Abstimmung im britischen Parlament über das Scheidungsabkommen und die Vorbereitungen auf einen Brexit ohne formelle Vereinbarung zwischen London und Brüssel wirkten sich besonders in der zweiten Monatshälfte negativ auf die Börsen aus. Die vorherrschende politische Unsicherheit konnte durch den letztendlich erzielten Kompromiss im italienischen Haushaltsstreit nicht verringert werden.

Diese negativen Vorzeichen wurden durch überwiegend schlechte Nachrichten aus dem Unternehmenssektor ergänzt. Die deutschen Automobilhersteller sahen sich im vergangenen Monat zum dritten Mal in Folge mit einer sinkenden Nachfrage nach Automobilen in der EU konfrontiert. Entsprechend schwach handelten die Papiere der Unternehmen. Auch bei der Deutschen Bank kehrte keine Ruhe ein: Nach dem Verdacht der Geldwäsche tritt das Unternehmen nun als Kronzeuge bei Anleihekartell-Ermittlungen der EU auf. Die Aktie reagierte darauf mit einem Kurssturz auf ein Allzeittief.

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